Slash: Bestseller Autor und ein neues Album

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Momentan machen die Gunners ja wieder die Runde. Die Herren sind in aller Munde. Einerseits natürlich wegen der bevorstehenden Veröffentlichung von „Chinese Democracy“, andererseits aber auch weil Slash in diesem Jahr seine viel beachtete Autobiografie auf den Markt gebracht hat.
Zusammen mit Autor Anthony Bozza hat Slash ein sehr interessantes Buch über sein Leben geschrieben und natürlich wird darin auch ausführlich seine Zeit bei den Gunners behandelt.

Geschockt hat mich in seinem Buch vor allem die Tatsache zu erfahren, dass Slash einen Defibrillator trägt. Nach seinen langjährigen Drogen- und Alkoholeskapaden war sein Herz so stark angegriffen, dass man ihm in einer Operation das Gerät einsetzen musste.
Slash hat ein spannendes und aufregendes Leben geführt, sich aber in all der Zeit oft mehr als unvernünftig verhalten. So sehr ich Slash auch mag, aber er hat es an einigen Stellen echt übertrieben. So ist zum Beispiel in seiner Biografie zu lesen, wie er mehrmals den kalten Entzug schaffte, um dann kurz darauf medikamentenabhängig zu werden.

Slash lässt sich in seinem Buch auch über das Ende der Gunners aus. Er erzählt, wie sich in den letzten Monaten vor dem endgültigen Zusammenbruch alles zugespitzt hatte und wie er und Axl dann zum Schluss nur noch über das Management kommunizierten. Axl hatte den Rest der Band mit diversen „Knebelverträgen“ gedeckelt. Da aber alle zu „dicht“ waren, um genau zu verstehen, was Axl ihnen da vorlegte, unterschrieb jeder von ihnen. Zum Beispiel fand sich darin eine „Fehlverhaltensklausel“, die es Axl Rose erlaubte einzelne Bandmitglieder aus der Band zu werfen, wenn sie sich nicht an die Klausel hielten.
Irgendwann wurde es Slash zu viel und er verließ die Band. Damit war dann auch das endgültige Ende der eigentlichen „Gunners“ besiegelt. Axl hatte die Band jedoch in einem weiteren Vertrag dazu bewegt, dass er den Bandnamen weiterbenutzen dürfe, wenn sich Guns N‘ Roses jemals auflösen würden.
Und daraus entstand nun die neue Band, die auch das Album „Chinese Democracy“ eingespielt hat.

Slash war zwischenzeitlich immer mal wieder auf Solopfaden unterwegs (z.B. Slash’s Snakepit) und gründete dann irgendwann die Band „Velvet Revolver“, in der auch Mitglieder von Guns N‘ Roses wiederzufinden sind (u.a. Duff McKagan, Matt Sorum). Nach vielen Sessions und Proben fand man dann auch Sänger Scott Weiland (Stone Temple Pilots) und nahm zwei Alben auf.
Leider verließ Weiland die Band im Frühjahr dieses Jahres und so sind Velvet Revolver wieder auf der Suche nach einem neuen Frontmann.

Slash allerdings lässt sich nicht unterkriegen und arbeitet derzeit angeblich an einem neuen Soloalbum, welches im Jahr 2009 erscheinen soll. Auch wenn Axl Rose ihm oftmals übel mitgespielt hat, so ließ Slash verlauten, das es gut täte nach so langer Zeit wieder Axl’s Stimme zu hören. Slash hat den Werdegang des neuen Albums natürlich mit verfolgt.

Anbei dann mein persönlicher Lieblingssong von VR: Fall To Pieces. Erinnert mich noch am ehesten an die alten Gunners *schluchz*

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