Tipp des Tages: Black Stone Cherry – Neues Album Folklore And Superstition

Scroll this

Hier kommt bodenständiger, ehrlicher Südstaaten-Rock vom Allerfeinsten. Die US-Rockband „Black Stone Cherry“ aus Edmonton, Kentucky, haut ihr sensationelles zweites Album „Folklore And Superstition“ raus und läßt damit keine Fragen offen. Die Gitarrenbretter pusten dir die Gehörgänge frei, aber sowatt von…
Hier liegt zweifellos eins der besten Rockalben des Jahres vor.

Die vier Mittzwanziger wagen sich an ein großes Genre, den traditionellen amerikanischen Southern-Rock der von Legenden wie Lynnyrd Skynnyrd, Led Zeppelin oder ZZ Top maßgeblich geprägt wurde. Ein schweres Erbe für talentierten Nachwuchs der sich, mit dem Tritt in die Fußstapfen der musikalischen Vorbilder, zwangsläufig an einem großen Stück Musikgeschichte messen lassen muß.

Für Black Stone Cherry kein Hinderniss. Die Band entwickelt ihren eigenen Stil, bringt verschiedenste Einflüße unter einen Cowboy-Hut und verbindet die klassiche Südstaaten-Attitüde mit modernen Attributen der Rockmusik. Die Jungs liefern in ihren Songs einfach alles was das Hardrock-Herz begehrt und erinnern dadurch immer wieder an die großen Gefühle und Bands der 90er Jahre.

„Folklore And Superstition“ ist ein ehrliches, authentisches Album das in den verschiedensten Schubladen der Rockmusik seinen Platz finden könnte. Perfekt arrangierte Songs, unglaublich drückende Gitarrenbretter und ein ausgepfeilter Sinn für Melodien im Refrain sind das Markenzeichen dieser Platte. Im Vergleich zum selbstbetitelten Debüt, dem Vorgänger des neuen Albums, ist der Sound etwas ruhiger geworden. So findet sich auf „Folklore And Superstition“ sogar eine echte Hardrock-Ballade. Doch tut das der Qualität der Musik keinen Abbruch. Im Gegteil es erweitert lediglich die Klangbreite dieser außergewöhnlichen Band.

Hier wird wirklich ein enormes Verständnis für Rockmusik offenbart. Keine Ausfälle. Jeder Song ein Treffer. Der Opener „Blind Man“, der in den USA auch als erste Single erschienen ist, gibt sofort die Richtung vor. Es folgen mit „Please Come In“ und vor allem „Reverend Wrinkle“ zwei weitere Songs die einem das Hirn aus dem Schädel rocken, bevor „Soulcreek“ die bereits angesprochene Ballade „Things My Father Said“ einleitet. Hardrock für`s Herz.
Getragen wird die gesamte Platte, neben der brillianten und fetten Produktion, von der gewaltigen Stimme des Sängers und Gitarristen Chris Robertson. Untermalt von den dezenten aber eindrucksvollen Backrounds die hauptsächlich der Goldkehle des Drummers John Fred Young entspringen

Weitere Anspieltipps wären „Devil’s Queen“ und „Peace Is Free“, doch wirklich jeder Track auf diesem Album kann sich hören lassen. Reinschmeißen, laufen lassen. Black Stone Cherry gelingt es ähnlich wie der kanadischen Super-Rockband Nickelback ein völlig übersättigtes Genre zu bereichern statt es auszulutschen.

Die deutsche Homepage ihrer Plattenfirma Roadrunner Records beschreibt es noch treffender:

„Es passiert nur einmal in zehn Jahren, dass eine Band zum Fackelträger eines ganzen Genres avancieren kann…“

Black Stone Cherry haben es geschafft. Ungekünstelt und ohne Skandale, die so oft den entscheidenen Sprung zum kommerziellen Erfolg bedeuten, glänzen die braven Südstaaten-Rocker durch ehrliche, handgemachte Songs, die ganz unvermessen als deutliches Lebenszeichen der Musik-Evolution gewertet werden dürfen.

Yahoo Musikvideo zur neuen Single: „Black Stone Cherry – Blind Man“

1 Kommentar

  1. Ein wirklich toll geschriebener Bericht, welcher mich dazu verleitet hat, mir dieses Album zuzulegen! Ich habe mir das Album gleich bei iTunes heruntergeladen und bin absolut begeistert. Jeder einzelne Song gefällt mir ausgesprochen gut und ich kann einfach keinen wirklichen Schwachpunkt an diesem großartigen Album ausmachen!

Kommentar verfassen