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Loveparade Raver Count: Eine Aufarbeitung der Tragödie, lass dich zählen!

Der 24. Juli sollte ein großer Tag für Duisburg und das Ruhrgebiet werden. Im Rahmen der "Ruhr 2010" sollte die Loveparade auf dem Duisburger Güterbahnhof stattfinden und sie sollte das Highlight werden. Viele Verantwortliche wollten dieses Megaevent unbedingt nach Duisburg holen, immerhin wäre das ein immenser Imagegewinn für die angeschlagene Stadt. Was daraus nun geworden ist, wissen wir alle. 21 Menschen haben ihr Leben in einem Tunnel gelassen…und eigentlich nur deshalb, weil es Verantwortliche gab, die alle Bedenken beiseite wischten…

…nun will es keiner mehr gewesen sein, alle sind unschuldig…und eigentlich, so hören sich manche Aussagen der Stadtoberen in Duisburg an, wisse man schon fast gar nicht, wie die Loveparade überhaupt nach Duisburg gekommen ist. Das Genehmigungswesen muss also fast ein Eigenleben geführt haben.
Keiner will Schuld haben an der Tragödie, alle versuchen möglichst ihren Kopf aus der Schlinge zu ziehen: OB Adolf Sauerland, Veranstalter Rainer Schaller und die Stadt Duisburg selbst. Das Magazin "Spiegel Online" hat erst kürzlich die Missstände aufgedeckt und gezeigt, dass in Duisburg vieles einfach so durchgegangen ist, einfach weil der politische Druck enorm war und keiner wollte der Buh-Mann sein, wenn die Parade ausgefallen wäre.

Noch am Samstag, zum dem Zeitpunkt wo noch niemand zu Tode gekommen war, sprachen die Veranstalter von 1,4 Millionen Menschen. Gerechnet hatte man mit maximal 250.000 Besuchern. Aus internern Unterlagen geht allerdings hervor, dass man schon im Vorfeld aus PR-Gründen die Zahlen höher angeben wollte (das sieht ja immer besser aus….) Und damit versuchen sich nun viele nun zu retten. Die Zahlen, die man öffentlich bekannt gegeben habe, seien schlicht falsch gewesen.
Dass es keine 1,4 Millionen waren, dürfte klar sein, aber es waren auch nicht nur 100.000.

Ein Programmierer aus Erkrath, der auch Gast auf der Loveparade war, macht sich nun teilweise an die Wiederlegung der Zahlen, denn diese könnten das Versagen der Stadt Duisburg deutlich machen.
Die Stadt und der Veranstalter wollen die zuvor öffentlich bekannt gegebene Zahl nach unten korrigieren, nur dann kann man ihnen kein Versagen vorwerfen, denn ihr Sicherheitskonzept war nur für eine bestimme Anzahl Menschen vorgesehen. Aber stimmen die Zahlen, die man uns jetzt verkaufen will?
Wir zweifeln das an und es gibt nur eine Chance Klarheit reinzubringen…gebt eure Stimme ab und lasst euch zählen, nur so kann man einen ungefähren Überblick bekommen, wie viele Menschen wirklich die Loveparade 2010 in Duisburg besucht haben.

Seid dabei aber bitte so fair und klickt nur, wenn ihr auch wirklich dabei ward und klickt auch nur ein Mal auf den Link. Es macht keinen Sinn die Zahlen so zu beeinflussen. Man sollte die Webseite www.loveparaderavercount.de als ganz Möglichkeit sehen das Geschehene aufzuarbeiten.

Nach wie vor gilt mein Beileid den Angehörigen und Hinterbliebenen der Opfer. Es tut mir schrecklich leid, aber trotzdem dürfen wir die Sache nun nicht in Vergessenheit geraten lassen. Die Verantwortlichen sollen dafür gerade stehen. Ob das allein mit Hilfe der Seite "Loveparade Raver Count" funktioniert, ist fraglich, aber es ist ein richtiger Weg in die richtige Richtung.

Ihr ward auf der Loveparade 2010? Lasst euch hier zählen und helft mit bei der Aufklärung!!!

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