Indie Game: Sin (Surfing) – Surfen in einem Oszilloskop

Scroll this

Wieder mal so ein klitzekleines Spiel bei dem man einfach die Zeit vergisst…
Mein bester Freund und ich haben wieder in den XBOX Live Indie Games gewühlt und sind dann irgendwie bei Sin(Surfing) hängen geblieben (zuvor haben wir Massage mit dem XBOX Pad und eine Feuerwerkssimulation getestet…). Eigentlich bin ich ja gelernter Elektriker und habe auf so Gerätschaften wie ein Oszilloskop absolut keine Lust, aber bei Sin(Surfing) hat mir das dann doch Spaß gemacht…

Man muss sich das mal vorstellen: Mein Kumpel und ich liegen vor einem 42"-High-End-Fernseher und spielen an einer sogenannten Next-Generation-Konsole. Und was sieht man: Ein Spiel, dass in seiner eher nicht vorhandenen Grafikpracht sogar auf einem C64 noch laufen würde. Heutzutage kann jeder Taschenrechner ne bessere Grafik liefern. Hängen geblieben sind wir bei Sin(Surfing) dann aber doch…

Hier fährt man mit einem klitzekleinen Pixelmännchen über die Frequenzwellen eines Oszilloskops, besser gesagt: man surft. Man muss Sprünge und Tricks machen und umso besser man ist, desto höher wird die Frequenz der Wellen. Das Spiel wird also schneller. Zeitgleich erhöht sich natürlich auch die Frequenz der Hintergrundmusik und so wird Sin(Surfing) nach ein paar gelungenen Sprüngen eine echte Geduldsprobe für die Nerven, weil die Musik piepsig und schnell vor sin hin dudelt. Und trotzdem…wir haben das Spiel fast 2 Stunden lang gespielt.


Warum? Ich kann es euch nicht sagen…vielleicht werden süchtig machende Wellen aus dem Fernseher übertragen, aber irgendetwas hat dieses Spiel. Denn auch an den folgenden Abenden haben wir uns teilweise stundenlang in diesem eigentlich lächerlichen Oszilloskop verloren. Es macht einfach Spaß sein Pixelmännchen über die Wellen zu jagen und lustige Jump-Tricks zu testen. Vor allem aber ist dieses Spiel sehr kurzweilig und stellt kaum eine große Herausforderung. Man lässt sich einfach berieseln, schon fast hypnotisieren.
Wir haben das Spiel übrigens so lange gespielt bis wir Trials HD für uns entdeckten. Im Grunde sind die Spiele ein klitzekleines bisschen ähnlich. Nur hat Trials HD mehr Spieltiefe und sieht einfach besser aus. Den Testbericht zu dem Motorrad-Geschicklichkeitsspiel Trials HD findet ihr hier.

Sin(Surfing) ist ein lustiger Spaß für zwischendurch und erhebt keinen Anspruch "Spiel des Jahres" zu werden. Mein Kumpel und ich aber stammen aus den 80ern und vermutlich war es eine zum Teil aufkommende Nostalgie (Atari2600 und C64), die uns dazu gebracht hat, so viele Stunden in dieses Game zu investieren. Kein Spiel für Hardcore-Gamer (außer zum Abgewöhnen), aber für entspannte Casual-Gamer und Nostalgiker wie uns eine gelungene Abwechslung zu Grafikmonstern á la Call Of Duty, Fallout & Co.

Sehr hier ein nettes kleines Gameplay-Video zu Sin(Surfing). Das Spiel ist über den XBOX Live Marktplatz zu beziehen. Die Demo ist natürlich kostenlos, für die Vollversion müssen 80 Microsoft Points berappt werden.

Gameplay-Review zu "Sin(Surfing) – XBOX Live Indie Games"

Kommentar verfassen