Amos Lee – Neues Album Last Days At The Lodge

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Amos Lee ist einer meiner absoluten Lieblingskünstler. Den großen Sprung in die deutschen Charts hat der amerikanische Singer und Songwriter bisher nicht geschafft. Doch Liebhabern der seichten Pop-Musik ist Amos Lee längst aus dem Vorprogramm von Norah Jones oder Bob Dylan ein Begriff.

„Last Days At The Lodge“ ist bereits das dritte Album des Musikers. Songs wie „Keep It Loose, Keep It Tight“ sind echte Diamanten die aus meiner Playlist nicht mehr wegzudenken wären. Die beiden Vorgänger-Alben sind jedenfalls jeden Cent wert.
Leider liegt mit im Augenblick noch nicht die vollständige aktuelle Platte vor. Amos Lee bietet allerdings auf seiner Homepage drei Songs als Hörproben an. Auch die MySpace-Page des Künstlers bietet kostenlose Songs aus verschiedenen Alben. Unter anderem eben auch die drei neuen Stücke „Listen“, „What’s Been Going On“ und „Ease Back“.

Ehrlich gesagt kommen die aktuellen Songs nicht an die Erwartungen, die aus den früheren Aufnahmen resultieren, heran. Doch die Stücke wachsen mit jedem Hören und brauchen von daher vielleicht einfach ihre Zeit. Das Album mußte ich trotzdem bestellen. Schließlich warten dort statt drei, gleich elf neue Songs die gehört werden wollen. Eine ausführliche Rezension wird selbstverständlich folgen.

Alles in allem bleibt der Sänger und Songwriter seiner seichten, jazzigen und bluesigen Linie treu. Die Vorbilder und Einflüße sind unverkennbar. Amos Lee ist das männliche Pendant zu Musiker-Kollegin und Freundin Norah Jones, die mit tatkräftiger Klavier-Unterstützung stets willkommener Gast auf seinen Alben war.
Ein unglaublich geniales Beispiel für die Zusammenarbeit der beiden Musiker ist der Song „Colors“ aus Amos Lees selbstbetitelten Debütalbum.

Sehr dezente Arrangements und viel Liebe für`s Detail sind das Aushängeschild seiner Musik. Grenzenlos schöner Minimalismus der tief unter die Haut geht. Genau diese Intimität fehlt bisher bei den Auszügen aus dem neuen Album. Alles klingt ein wenig liebloser, aber deswegen nicht unbedingt schlecht. Die Maßstäbe seines unglaublichen Debüts bleiben einfach schwer zu toppen.

Alles in allem hängen meine Erwartungen für den ungehörten Rest der Platte aber immer noch sehr hoch. Schwer vorstellbar dass dieser Mann ein schlechtes Album herausbringt. Ich bin mir sicher, auch hier den ein oder anderen musikalischen Edelstein für die persönliche Playlist abgreifen zu können.

Aus Mangel an aktuellen Videos hier das Yahoo Musikvideo zu einem älteren Song: „Amos Lee – Shout Out Loud“

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