„X Factor“-Start in Deutschland: Die ersten beiden Folgen in der Kritik

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Das erfolgreiche Castingformat X-Factor ist nun auch in Deutschland gestartet. Erfolgreich ist die Sendung vor allem in England, wo sie unter anderem Leona Lewis hervorgebracht hat. In Deutschland ist sie nun eine von vielen Castingshows und sucht ihren Platz und Berechtigung neben „Deutschland sucht den Superstar“, „Popstars“ oder eben auch „Das Supertalent“. Ausgestrahlt wird „X Factor“ von RTL bzw. Vox…

…RTL sichert sich hier allerdings nur die quotenträchtigen Start- und Finalsendungen. Aber warum das Kölner Senderkonglomerat (Vox gehört dazu) überhaupt noch eine weitere Castingshow ins Rennen schickt, ist fraglich. Wahrscheinlich geht es in erster Linie darum dem schwächelnden „Popstars“-Format den Todesstoß zu versetzen, denn dessen neunte Staffel ging etwa zeitbleich an den Start.
Schaut man sich aber „X Factor“ oder eben auch „Popstars“ an, so muss man sagen, dass sich beide Formate wahrscheinlich selbst umbringen werden. Wer guckt das denn noch?
Ja, ich habe es gesehen, aber auch nur weil ich musste und ich habe mich wirklich geärgert. Ganze drei Abende habe ich in dieser Woche damit meine Zeit verschwendet, weil ich darüber berichten wollte.
Gelohnt hat es sich nicht. Es gab keine Highlights und auch was Neues gab es nicht zu sehen.

Das Format „Castingshow“ beginnt in Deutschland auszulaufen, pure Langeweile und immer wieder der gleiche Käse. Wie ich schon zuvor mehrfach berichtet habe, geht es in Deutschland weniger um die Musik, als um gefühlsselige Auftritte, auch wenn dafür dann das Stimmchen etwas dünner ist.
Sowas wird uns vorgesetzt und Deutschland hat nun knapp 9 Jahre gerne zugesehen, aber irgendwann wird es einfach langweilig, vor allem wenn im Jahr mindestens vier Castingshows an den Start gehen, die uns jeweils mehrere Monate begleiten.

Wenn, ja wenn denn wenigstens mal ein wirklicher Superstar geboren würde. Aber Fehlanzeige. Trash pur und Popstars, deren Aufgabe es ist hauptamtlich auf die Tränendrüse zu drücken. Natürlich kramen Pro7 und RTL die herzzerreißenden Storys hervor bzw. helfen zur Not ein bisschen nach. Auch Till Brönner, der anfangs ja als Garant für Qualität in der Show galt, kann daran nichts ändern, auch der ausgebildete Musikfachmann, der sich im normalen Leben auch der wahren Talentförderung verschrieben hat, muss sich dem Diktat der Fernsehsender untewerfen.
Ich bin von beiden Formaten enttäuscht, allerdings bin ich mit wenig bis gar keiner Erwartung herangegangen. Und natürlich werde ich auch die kommenden Wochen weiterhin darüber berichten, solange es tatsächlich noch Leute gibt, die den Mist gucken und sich verarschen lassen, muss auch Musiktipps24.com weiterhin am Ball bleiben.

Trotzdem würde ich mir wünschen, dass sich das Thema in Deutschland irgendwann von alleine regelt. Am Ende bleibt zu sagen, dass es auch bei „X Factor“ also nichts Neues gibt. Es gab einige annehmbare Talente, aber nichts, was wir in einer anderen Show nicht schon gesehen hätten.
Und schon jetzt ist klar, dass die Gewinner der Sendung wieder ganz kurz am Horizont des Musikbusiness auftauchen werden, um sodann wieder zu verblassen. So erging es nahezu allen. Oder erinnert sich noch einer an Mehrzad Marashi, der im April DSDS gewann?

Wie ist eure Meinung dazu? Was haltet ihr von „X Factor“ oder meinetwegen „Popstars“? Seid ihr auch der Meinung, dass sich die Formate langsam selber totlaufen? Schaut ihr die Sendungen wirklich noch an?

2 Kommentar

  1. Es stimmt: Das Casting-Format hat sich selbst überlebt. Schade nur, dass viele Talente dort so verheizt werden…

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