„X Factor“ – Live-Ticker zur 3. Mottoshow

Scroll this

Wenn es nach unseren Lesern geht, fliegen heute Abend „Urban Candy“ raus. Auch für Pino Severino könnte es in dieser 3. Mottoshow knapp werden. Gemütlich zurücklehnen können sich hingegen die Mädels von „Big Soul“ und Mati Gavriel. Aber wer weiß schon, wie der Abend verlaufen wird – ein verpatzter Auftritt reicht unter Umständen schon, um den Traum vom „X Factor“-Sieg platzen zu lassen. Lest hier im Live-Ticker, wer den Anforderungen von Jury und Publikum gerecht wird und wer nicht.

Und das singen die Kandidaten heute Abend:

Kategorie 16 – 24 Jahre / Mentorin Sarah Connor:

Marlon Bertzbach (18), Schüler aus Fischerhude singt „Boulevard of Broken Dreams“ von Green Day
Mati Gavriel (24), Ausstatter für Musikvideos aus Berlin singt „Don’t Stop Me Now“ von Queen
Pino Severino (18), Stadtsekretär aus Köln singt „It’s a Man’s Man’s World“ von James Brown

Kategorie 25 Jahre + / Mentor Till Brönner:

Anthony Thet (30), BWL-Student aus Berlin singt „I’ll be Waiting“ von Lenny Kravitz
Edita Abdieski (25), Kellnerin aus Köln singt „Respect“ von Aretha Franklin

Kategorie Gruppen / Mentor George Glueck:

„Big Soul“, Quartett aus Hamburg singt „Free Your Mind“ von En Vogue
„Urban Candy“, Trio aus Berlin singt „Geh davon aus“ von den Söhnen Mannheims

Was sagt Schmusesänger Seal über die Favoriten „Big Soul?“ VOX verrät es: Nach der Interpretation eines Seal-Songs meint der Meister, der heute zu Gast in der Show ist, dass Alex und Michelle noch an sich arbeiten und sicherer werden müssen. Aber dann wird alles gut: Seal applaudiert, und bei Martina fließen sogar die Tränen vor Erleichterung.  Derweil verrät Juror Till Brönner, dass die Stimmung zwischen den Juroren langsam angespannter wird – vor allem zwischen Sarah und George.

Unterhalten wir uns mal über die Klamotten… Till nobel im Anzug mit hellem Hemd, George nobel im Anzug mit dunklem Hemd, und Sarah mit hübsch frisiertem Kopf und einem eigentlich eleganten Kleid, aus dem allerdings bei leidenschaftlichen Bewegungen definitiv die Gefahr besteht, dass der Inhalt aus dem Dekollete hüpft.

Edita Abdieski ist die Startnummer eins. Auch sie ist nobel gekleidet – und sexy, ohne billig zu wirken. Die gebürtige Schweizerin bekennt sich ihren Wurzeln und ihrer Liebe zu Schweizer Essen. Mit 18 hatte sie sogar einmal einen Plattenvertrag, musste aber schwyzerdeutsch singen. Boah, hat die Frau eine Stimme! Aretha würde es gefallen, da bin ich sicher. Weil Edita sie nicht imitiert – sie singt es anders, aber keinesfalls schlechter. Da bleibt mir nur eins zu sagen: „Respect!“ Edita ist sichtlich gerührt über die Standing Ovations im Publikum. Sarah sagt auch „Respect!“ und noch mehr: „Ich seh Dich wirklich im Finale von „X Factor“. “ Sie sollte Sarahs Meinung nach aber auch mal ne Ballade singen und Gefühle zeigen. Das findet auch George und vergleicht Edita mit einer Schweizer Uhr. Und Till findet seine Kandidatin natürlich toll.

Marlon Bertzbach ist immer für eine Überraschung gut. Der Junge hat zweifellos Potential und interpretiert seine Songs immer auf seine ganz eigene Weise. Auch hierfür gilt: Respekt! Aber leider klingt das melancholische „Boulevard of Broken Dreams“ in meinen Ohren sehr geleiert. Auch gehen einige Töne daneben. Das Gefühl ist leider auch nicht so recht spürbar; es fehlen die leisen Nuancen. Mir klingt das zu sehr „runtergerotzt“. George fiebert auch immer mit, ob Marlon die Töne trifft, findet das aber nicht so wichtig, denn Marlon hat seiner Meinung nach einen „sagenhaften Grundsound“. Allerdings muss er den Umgang damit noch lernen, und George bietet ihm seine Hilfe an, wenn „X Factor“ vorbei ist. Till hat seinen ehrlichen Tag und hätte gerne mal eine „unfallfreie Performance“ erlebt. Und Sarah ist natürlich stolz auf ihren Schützling. „Du hast etwas, was viele andere Kandidaten hier noch suchen.“

Urban Candy möchten heute mit einer Nummer von den Söhnen Mannheims überzeugen. Ach ja, die Klamotten… Candy trägt heute Turban und Etnolook. Das steht ihr hervorragend. Die Herren gewohnt salopp, aber nicht unelegant. Es dauert ein bisschen, bis sie richtig in Fahrt kommen, aber nach dem Rap-Teil (hach, wie schön!) wird es immer besser, und am Ende bekommen die Zuschauer sogar den dreistimmigen Hörgenuss.  Till fragt: „Was war los heute?“ Was durchaus positiv gemeint ist. Er sieht Urban Candy auf dem richtigen Weg. Allerdings seien sie stimmlich etwas durcheinander geraten, was aber nicht weiter schlimm sei. Sarah findet auch, dass das Trio sich gesteigert hat, merkt aber an, dass Urban Candy stimmlich nicht mit den anderen Acts mithalten könnten. George hat Till ein Bild mitgebracht: Ein Ferrari mit Anhänger-Kupplung. Eine reizende Erinnerung an Tills letztwöchige Aussage, Candy sei der Ferrari und die Jungs nur die Anhänger. 😉 Er ist natürlich der Auffassung, dass seine Gruppe klasse war.

Mati Gavriel, der Exzentriker der Show, tritt am Flügel, gehüllt in einen Königsmantel mit Schleppe und dem obligatorischen Hut auf. Der Mantel bleibt nicht lang am Leib, denn Mati liefert eine vollkommene Show. Definitiv sind seine Auftritte was fürs Auge. Mati versucht erst gar nicht, mit Freddie Mercurys Stimme zu konkurrieren – das geht auch nicht. Stimmlich ist Mati meilenweit von Mercury entfernt. Aber das macht die Show wett. Mati springt sogar von der Bühne, lässt sich auffangen, stürzt fast ab. Danach gibt’s immerhin eine knappe Minute Mati hutlos – eine Seltenheit, aber sehenswert! 😉 Und sein Englisch ist klasse, Hut ab. Sehr sicher, nicht mal außer Atem. George sagt denn auch: Du bist der wahre Künstler unter den Sängern in diesem Wettbewerb.“ Allerdings seien die Schuhe, die er sich mit dieser Nummer angezogen hätte, doch zu groß. Till findet das nicht so dramatisch – schließlich sei das eine andere Zeit gewesen, und auch Matis Fans gehören zur jüngeren Generation. Für ihn ist Mati ein kleiner Robbie Williams. Sarah lobt: „Du machst diese Show zu was Besonderem.“ Sie ist überzeugt, dass Freddie Mercury stolz auf Mati wäre.

Pino Severino überrascht mit einer genialen Interpretation von „Man’s World“. Schön rauchig, gefühlvoll, mit Druck an den richtigen Stellen und an anderen wiederum mit viel Gefühl. Pino ist für mich das Steh-auf-Männchen der Show. Er lässt sich nicht unterkriegen. Und der Kratzbart steht ihm auch gut. George startet mit einem Kompliment: „Den Song hätte man nicht besser aussuchen können.“ Er hält Pino „Note für Note“ für den besten Sänger in der Show, aber ihm gefällt seine Einstellung nicht. Er wünscht sich den Pino aus der ersten Show zurück, ohne Skandälchen und nicht so berechnend. Till findet die Performance gut – bis auf die Tatsache, dass Pino wohl „der Föhn am Morgen explodiert“ sei. 😉 Als er zur Show von letzter Woche ausholt, quengelt und unterbricht Sarah so lange, bis Till der Kragen platzt: „Jetzt hör doch mal auf mit dem Kack!“ Das Lob, das er für Pino eigentlich noch loswerden wollte, verkneift er sich nun. Mein Vorschlag: Ein großes Pflaster für alle Fälle (für Sarahs Mund) und ein großer Schal (für Sarahs Ausschnitt). Ach ja: Sarah fand’s geil. Da sind wir uns ja einig, Frau Connor.

Als nächstes kommt Anthony. Gekleidet ganz in Schwarz; er macht heute auf Rockstar. „I’ll be waiting“ ist nicht so ganz seine Nummer, denke ich. Dafür hat er (noch) nicht genug Dreck in der Stimme. Klaro – gesungen ist die Nummer sehr gut, denn singen kann Anthony. Vor allem im zweiten Teil, wo er mehr Gefühl und Pressure reinlegt. Aber es gibt sicher 1000 Nummern, die besser zu ihm passen würden. Nett auch seine Geste Richtung Band, als diese nach dem Auftritt die Bühne verlässt – der Junge ist ein Teamplayer. Sarah findet, dass Anthony auf die Mädels vor dem Fernseher sicher sexy wirkt, aber den Song findet sie dünn gesungen. Sie will die Gitarre zurück und Anthony in den Pop- und Soul-Bereich stecken. Ich auch. 😉 George sieht keine Entwicklung bei Anthony. Er will eine Steigerung sehen: „Du kannst mehr – jetzt zeig’s mal langsam!“ Till findet die Nörgelei natürlich nicht gerechtfertigt. „Du hast wirklich total den X-Faktor!“

Zum Abschluss kommen Georges Lieblingen: Big Soul. Die Ladies sind ganz in Schwarz, und heute ist nichts mit Walle-Gewändern – auch hier dominiert das sexy Outfit. Dafür braucht’s keine Modelmaße, nur die richtige Ausstrahlung. Die vier legen eine ultrastarke Performance hin. Heute steht da nicht eine „Einheit“ in Form eines Chors, auch keine Solo-Sängerin mit Background-Chor – nein, es sind vier unterschiedliche, hammerstarke Sängerinnen, von denen jede ihren Solo-Part bekommt, auf die Bühne. Vier Frauen, die ihren Song „Free your mind“ durchaus wörtlich nehmen. Übrigens definitiv der Act der Show, den ich mir gerne mal live bei einem richtigen Konzert erleben würde. Till fühlt sich zwar ein bisschen „angeschrien“, was von den Damen aber gleich gekontert wird: „Da stehst Du doch drauf!“ Er sieht Big Soul schon im Finale. Da sieht sie auch Sarah. Und George? Ach, der ist sowieso ganz aus dem Häuschen…

Die Wartezeit bis zur Entscheidung darf uns Seal mit seiner neuen Single verkürzen. Die hört sich seeehr soft an. Im Anschluss darf Moderator Jürgen Schropp noch ein bisschen Smalltalk mit Seal halten und seine Englischkenntnisse unter Beweis stellen. Seal darf im Gegenzug Sarah von Heidi grüßen und seine Schwiegereltern im Saal suchen. Einen Tipp hat er für jeden, der ins Musikgeschäft einsteigt: Nicht zu vergessen, wer man ist.

Die Ergebnisse sind da! Und wer ist als erster weiter? Keiner hätte es gedacht: Pino Severino, der letzte Woche noch auf der Abschussliste stand! Völlig zurecht erreicht er die nächste Mottoshow, ebenso wie Edita Abdieski, die ihm gleich folgen darf. Keine Überraschung ist es, dass Big Soul weiter sind. Auch Mati darf nächste Woche wieder auf der „X Factor“-Bühne singen. Jetzt wird es eng… Anthony ist auch weiter!

Das heißt, dass Urban Candy und Marlon Bertzbach nochmals auf die Bühne müssen. Und beide liefern mit dieser zweiten Nummer den besseren Auftritt des Abends ab. Bei Urban Candy würde ich sogar so weit gehen, zu sagen, dass es der beste Auftritt überhaupt war, seit sie zusammengewürfelt wurden. Sarah stimmt natürlich dafür, dass das Trio rausfliegt, George würde Marlon heimschicken. Jetzt hängt es an Till. Er fand beide Acts nicht überzeugend. Letztendlich kommt er aufgrund der Leistungen, die die Kandidaten über die Wochen gezeigt haben, zu dem Schluss, dass Urban Candy den Wettbewerb verlassen müssen. Die restlichen sechs sehen wir wieder – nächste Woche zur „Mystery Night“.

0 Kommentar

  1. Englisch lernen will ich grad nicht, aber Cat danken, dass sie uns auf dem Laufenden hält!! Ich konnte mal wieder nicht gucken 🙁
    Und jetzt muss ich mir im Inet mal noch den Auftritt von Mati suchen, denn der interessiert mich.

Kommentar verfassen