X-Factor: Der Liveticker zur ersten großen Show!

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Heute Abend ist es soweit: Die erste Live-Show von „X-Factor“ steht an. Neun Kandidaten und Gruppen sind noch im Rennen und dürfen heute zum ersten Mal ihr Können vor einem großen Publikum unter Beweis stellen. Dass sie singen können, haben alle schon bewiesen. Es bleibt also spannend, und wer wissen möchte, welcher Kandidat begeistert und welcher enttäuscht hat, kann sich hier im Live-Ticker auf dem Laufenden halten. Außerdem könnt Ihr vorab schon mal sehen, wem unsere Leser die größten Chancen einräumen…

Wenn unsere Leser den richtigen Riecher haben, liegt Mati Gavriel also ganz vorne, dicht gefolgt von Big Soul und Anthony Thet. Zittern müssen hingegen die Rapper von La Famille. Vor der Jury, bestehend aus George Glueck, Till Brönner und Sarah Connor, müssen sich beweisen:

Hier die Kandidaten und was sie singen werden:

Kategorie 16 – 24 Jahre / Mentorin Sarah Connor:

Marlon Bertzbach (18), Schüler aus Fischerhude: Song „I like“ von Keri Hilson
Mati Gavriel (24), Ausstatter für Musikvideos aus Berlin: Song „Undisclosed Desires“ von „Muse“
Pino Severino (18), Stadtsekretär aus Köln: Song „She said“ von „Plan B“

Kategorie 25 Jahre + / Mentor Till Brönner:

Anthony Thet (30), BWL-Student aus Berlin: Song „Secrets“ von „One Republic“
Meral Al-Mer (29), Autorin aus Berlin: Song „Elektrisches Gefühl“ von „Juli“
Edita Abdieski (25), Kellnerin aus Köln: Song „Empire State Of Mind“ von Alicia Keys

Kategorie Gruppen / Mentor George Glueck:

„Big Soul“, Quartett aus Hamburg: Song „Bad Boys“ von Alexandra Burke
„Urban Candy“, Trio aus Berlin: Song „Meet me halfway“ von „Black Eyed Peas“
„LaFamille“, Trio aus Köln: Song „In my Head“ von Jason Derülo

Außerdem wird als Special Guest Enrice Iglesias vor Ort sein.

Es geht los! Unter dem Motto „Playlist 2010“ treten die neun gegeneinander an. Den Anfang macht Anthony Thet mit „Secrets“. Überraschung: Die Gitarre musste er backstage lassen. Das wirkt etwas ungewohnt, und am Anfang ist Anthony etwas nervös, singt sich aber schnell in Form. Sein strahlendes Lächeln und seine ganze Erscheinung tun ein Übriges, und Publikum und Jury sind begeistert. Sarah lobt die tolle Stimme und Performance, wünscht sich aber die Gitarre zurück. George meint, dass dies gegen die Regeln sei, und gibt zu, dass er Anthony schon im Casting toll fand. Einziger Kritikpunkt: Anthony soll die „asiatische Zurückhaltung“ ablegen. Anthonys Mentor Till fühlt sich auf voller Linie bestätigt. Für ihn ist Anthony der Star der Show: Schnörkelfrei, kein Bullshit. Jau, dem kann ich zustimmen. 😉

La Famille werden von ihrem Mentor George als „Echte Kerle, Kölsche Jungs“ angekündigt und erhalten gleich kräftig Beifall dafür. Sie wollen gute Laune verbreiten – und haben sichtlich Spaß auf der Bühne. „In my head“ klingt in meinem Kopf teilweise etwas schief bzw. blechern, aber das kann auch an der Akustik liegen, denn singen können sie alle drei, und zwar gut. Im Publikum gibt es beides nach dem Auftritt: Pfiffe und Standing Ovations. Till findet es frustrierend, dass die Jungs so nett sind – will wohl heißen, dass er nicht gerade den Favoriten in ihnen sieht, genau wie unsere Leser. Aber: Diese Performance war für ihn die bislang beste des Trios, wenngleich sie nicht dem Alter der Sänger entspräche. Sarah fand auch die Songauswahl nicht geschickt und denkt es könnte knapp werden. George sieht’s – wen wundert das – ganz anders: „Wahnsinnig gut gesungen“, und das trotz Erkältung. Das lässt Sarah nicht gelten: „No excuses!“ Jaaa, Sarah, wir wissen, dass Du Englisch kannst…

Jetzt ist Sarahs Gruppe an der Reihe. Als erster startet Mati Gavriel, der Paradiesvogel der Staffel. Natürlich trägt er wieder den obligatorischen Hut auf den Wallelocken, sitzt cool im Sessel und ist umgeben von einem ganzen Rudel an Tänzerinnen. Die Optik ist ein Mittelding aus Schauspieler Johnny Depp und einem kleinen Bruder von Ville Vallo, aber ohne den verruchten Touch. Der fehlt leider auch den „Undisclosed Desires“, die Mati sehr souverän rüberbringt – aber etwas zu jungenhaft dabei wirkt. Seine Performance hingegen ist erste Sahne; Mati fühlt sich auf der Bühne wohl, das merkt man in jeder Sekunde. George hielt Mati ja gleich für einen richtigen Künstler, stellt er klar. Auch wenn er den „ganzen Zirkus“ auf der Bühne nicht braucht. Till bringt Mati denselben Respekt wie seinen eigenen Kandidaten entgegen, hält ihn aber mit 18 für recht jung, um bei X-Factor zu bestehen. Pech, Till, hast Dich verschätzt: Mati ist schon 24. Sarah ruft: „Mati Superstar!“ und scheint zu vergessen, dass es nicht DSDS, sondern X-Factor ist, wo sie in der Jury sitzt. Natürlich ist sie begeistert. Mich nerven langsam Sarahs ständig eingestreute Anglizismen. Muss das sein? Das wirkt sooo aufgesetzt, das hat sie doch nicht nötig!

Wer hätte gedacht, dass „The Voice“ Edita Abdierski als Kind gehänselt wurde wegen ihres Übergewichts? Davon ist heute nichts mehr zu merken. Mit Schmollmund und Petticoat gleitet sie elegant singend vom Flügel und schafft die schwierige Nummer „Empire State of mind“ ohne Schwierigkeiten. Sie schafft noch mehr: Statt den Song mit ihrer Power-Stimme totzuschreien, setzt Edita in den leisen Passagen auf Zurückhaltung – und beweist hierdurch erst recht ihr musikalisches Können. Sarah Connor bescheinigt Edita, sich vom Küken zum Schwan entwickelt zu haben und zollt ihr Respekt. George meint gar: „Du bist scharf wie ein Schweizer Messer!“ und Till hat natürlich gar nichts auszusetzen. Seiner Meinung nach braucht Deutschland Menschen wie Edita – weil sie anders ist.

Als zweite Gruppe geht Urban Candy ins Rennen. Und das heißt: Eine affenscharf gestyle Candy mit zwei coolen Rappern an ihrer Seite. „Meet me halfway“ – das ist ganz das Element der kessen Berlinerin, und die Jungs rappen dazu halb Deutsch, halb Englisch. Es ist das erste Mal, dass mir die zusammengewürfelte Combo richtig gut gefällt. Candy hat wirklich Starpotential, und George hatte wohl den richtigen Riecher. Das Publikum ist hingerissen und ruft nach einer Zugabe. Till lobt die Hammerstimme von Candy, war aber mit dem Gesamtbild des Auftritts irgendwie nicht ganz zufrieden. „Candy, Du bist ein Star“, meint Sarah, findet aber, dass die Jungs „abkacken“ neben ihr. Das sehe ich nicht so: Die beiden sind ein toller Kontrast und ergänzen Candy optimal. Während der anschließenden kleinen Diskussion mit Urban Candy rutscht Sarah fast der Busen aus dem Dekollete; nein, diskutieren will sie nicht mit den Kandidaten… Bei mir hat sie sich dadurch keine Sympathiepunkte eingespielt. Niedlicher finde ich da das Maskottchen von Urban Candy, den Plüschmops „Urby“, der im Partnerlook mit der Sängerin geht.

Die bislang größte Überraschung des Abends ist für mich der Herr Staatssekretär, Pino Severino. Er ist ja schon etwas schräg und kommt rüber wie ein Mittelding aus George Michael und Daniel Schuhmacher. 😉 Mir ist seine Stimmlage etwas zu hoch, aber das ist ja Geschmackssache. Auf jeden Fall macht er seine Sache sehr, sehr gut! „She said“ singt Pino – mit Schmiss, Temperament, immer im Kontakt mit dem Publikum. Klasse gemacht. Auch von der Jury gibt es großes Lob – einstimmig! Bis auf eine kleine Diskussion mit George zum Thema „Frisur“. Tills Tipp: „Rede nie wieder über Deine Haare.“ Ansonsten fand er den Auftritt „sensationell“ und bekam regelrechtes „Prince-Feeling“. Na dann…

An dieser Stelle fallen zum ersten Mal so richtig die Sprechchöre der Fanblocks auf. Hrm… ich finde sowas ja immer eher peinlich. 😉 Nächste Kandidatin ist Meral Al-Mer. Sie singt Deutsch: „Elektrisches Gefühl“ gefällt mir von ihr besser als das Original. Warum? Nun, Meral ist sicherlich kein Mainstream. Sie ist die Individualistin der Staffel – und hat dadurch einen hohen Wiedererkennungswert! Eine Meral hört man nicht nebenbei im Radio – man muss sich auf sie und ihre Stimme einlassen. Die langen, lauten Töne sind ihre Spezialität. Das kommt super rüber, das Publikum geht mit – und super aussehen tut sie auch noch. Sarah ist positiv überrascht – bislang erschien ihr Meral ein bisschen hart, jetzt jedoch kam sie Sarahs Meinung nach viel freier rüber: „Chapeau!“ George sieht Merals Inspirationen bei Nina Hagen und Anette Humpe, heute habe er das erste Mal Meral gehört. „Du bist eine Persönlichkeit.“ Und Till ist begeistert.

George Glueck muss Farbe bekennen: Moderator Jochen petzt, dass der Musikproduzent gleich in vier Frauen gleichzeitig verliebt sei. Natürlich in die Damen von Big Soul. Zum Glück ist die Liebe aber nur platonisch. Die vier Sängerinnen blasen das Publikum mit „Bad Boys“ einfach weg! Das sind Powerstimmen; da wippt auch daheim vor dem Fernseher der Fuß unterm Tisch mit. Der Clou in der Choreografie sind die halbnackten Tänzer im Hintergrund. Hier haben wir sicherlich einen ganz heißen Anwärter auf den ersten Platz – Big Soul sind talentiert, ungewöhnlich – und haben Jury- und Publikumsherzen im Sturm erobert. „Ich möchte Euch von Herzen gratulieren“, lobt Till Brönner, der höchstens an der Stimmgewichtung etwas ändern würde. Sarah gesteht, dass Big Soul ihr Lieblingsact direkt nach ihren eigenen Kandidaten sei: „Big Voice, big Hearts, big Sound, big Fun – I love you!“ Und George bringt es auf den Punkt: „Ihr seid das Beste, was es an X-Factor gibt – ganz einfach.“

Den Abschluss der ersten Runde macht Marlon Bertzbach. Der Youngster singt sehr gefühlvoll und auf seine ganz eigene Weise „I like“ – und lässt einen Keri Hilson vergessen. Auch dieser letzte Kandidat des Abends bestätigt, dass in dieser Sendung wirklich richtige Musiker gesucht werden. Der eher unscheinbar wirkende Marlon schafft es, sein Publikum auch ohne große Bühnenshow in den Bann zu ziehen. George ist gespannt auf Marlons weitere Entwicklung. Till hat das Gefühl, dass Marlon dabei ist, sich selbst zu finden und an sich zu glauben. Und Sarah redet gar von großer Kunst. „Du bist ein unfassbares Talent“ und „Ich glaube, Du weißt noch gar nicht, wie gut Du wirklich bist!“

Während die Zuschauer sich nun die Finger wundwählen dürfen, darf Spaniens heißer Musikexport Enrique Iglesias die Bühne stürmen. Naja, leider können dessen stimmliche Qualitäten nicht ganz mit der nicht zu verachtenden Optik mithalten, aber trotzdem macht der Auftritt Spaß. Auf alle Fälle bin zumindest ich froh, dass nicht Papa Julio auf der Bühne steht. 😉

Jetzt steht die erste große Entscheidung an. Sieben Kandidaten kommen direkt weiter, zwei müssen sich dem Urteil der Jury stellen. Die zwei mit den wenigsten Stimmen natürlich. Als erste ist Edita weiter. Dann folgen Marlon, Mati, Big Soul, Anthony, Pino und Urban Candy. Jetzt steht fest: La Famille und Meral müssen nochmals ums Weiterkommen singen!

Als erstes ist Meral an der Reihe. Mit „Ein Herz kann man nicht reparieren“ spielt sie ihre stimmlichen Fähigkeiten aus, zeigt, was die Röhre hergibt – und das ist einiges! Auch La Famille schaffen es, sich mit „Nothing’s gonna change“ nochmals zu steigern. Die anschließende Jury-Abstimmung ist keine richtige, denn zwei Juroren sind schließlich voreingenommen. Und so stimmt Till natürlich für „seine“ Meral und George für „La Famille“. Jetzt hängt es an Sarah. Die schickt La Famille nach Hause. Meral ist erleichtert: Sie hat den Sprung in Live-Show Nummer zwei geschafft!

0 Kommentar

  1. Mati hat mir heute nicht gefallen. Der Songs war nicht optimal und er wirkt fast schon überheblich. Big Soul kann ich auch nicht viel abgewinnen.

  2. Ich bin für Anthony! Seine Stimme ist wunderschön und ich werde heute auch auf jeden Fall wieder für ihn anrufen! wählt die 01 für Anthony! Oder ruft für Big Soul an!!! 🙂 von Caro xD

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