X Factor: Der Live-Ticker zur 2. Live-Show

"X Factor" geht in die nächste Runde. Nachdem in der Vorwoche gleich zwei Acts von Sarah Connor die Show verlassen mussten, hofft die Mentorin der Gruppen und Duette natürlich, dass ihre Kandidaten heute überzeugen können. Es treten an...

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"X Factor" geht in die nächste Runde. Nachdem in der Vorwoche gleich zwei Acts von Sarah Connor die Show verlassen mussten, hofft die Mentorin der Gruppen und Duette natürlich, dass ihre Kandidaten heute überzeugen können. Radiohits sind heute angesagt – und es kann von Anfang an gevotet werden. Warum wohl nur? Es treten an: 

Kategorie 16-24 Jahre / Mentor Das Bo:

Kassim Auale singt "Lazy Song" von Bruno Mars
Martin Madeja singt "New Age" von Marlon Roudette
Monique Simon singt "So What" von Pink
Raffaela Wais singt "Soulmate" von Natasha Bedingfield

Kategorie 25 Jahre + / Mentor Till Brönner:

David Pfeffer singt "Use Somebody" von Kings of Leon
Gladys Mwachiti singt "If I Were A Boy" von Beyoncé
Rufus Martin singt "Fly Away" von Lenny Kravitz
Volker Schlag singt "Pflaster" von Ich + Ich

Kategorie Gruppen / Mentorin Sarah Connor:

Das Duett BenMan singt "Jessie" von Joshua Kadison
Das Duett Nica & Joe singt "One" von Mary J. Blige & U2

Los geht's! Die Herren Mentoren sehen sehr schick aus; an Das Bo wirkt der Anzug ungewohnt, sehr seriös. Aber erstmal Bühne frei für die Kandidaten. Den Anfang macht Gladys Mwachiti mit dem Beyoncé-Song "If I were a Boy". Na, das ist sie definitiv nicht! Gladys hat sich ein wenig über Bo's Kritik der Vorwoche geärgert, denn der hat sich zu sehr von der Optik ablenken lassen. Nach einer schweren Lungenerkrankung hat Gladys das Kämpfen gelernt. Ob das auch in ihrem Titel rüberkommt? Gladys hat eine bezaubernde Natürlichkeit, ist nie überschminkt, nie aufgetakelt und trotzdem hat sie die richtige Portion Bühnenausstrahlung – und Stimme! Sie beherrscht die tiefen wie die hohen Töne. Ob die Jury das genauso sieht? Sarah fragt, ob Gladys diesen Song ausgewählt hätte. Gladys hat "Respekt vor dem Song" – und Sarah das Gefühl, dass er nicht zu Gladys passt. "Ich habe Dich nicht so richtig gespürt", nörgelt sie. Dafür gibt's Pluspunkte fürs Aussehen, das Sarah an Naomie Campbell erinnert. Das Bo fand den Song durchaus passend und hatte Freude an der Performance. Gladys' Mentor Till sieht Sarahs Krittelei natürlich nicht angemessen, er fand Auftritt Styling auch prima. Brönner ist ein schlaues Kerlchen: Nach jedem Auftritt seiner Kandidaten ruft er brav zum Voten auf.

"Die süßeste Versuchung, seit es Scheiz… Schweizer Schokolade gibt", so kündigt Sarah Connor mit reizendem Versprecher das Brüder-Duo BenMan an, das angesichts der Komplimente, die sie von Leona Lewis bekamen, ganz gerührt sind. Die beiden Jungs sind wirklich niedlich – anfangs noch schüchtern, aber mittlerweile keck und aufgetaut, präsentieren sie sich auf der Live-Bühne wirklich gut. "Jessie" von Joshua Kadison steht auf dem Plan. Die ruhige, gefühlvolle Ballade passt sehr gut zu den beiden – ja, die Brüder haben sich wirklich sichtlich gesteigert seit den Castings. Da staunt die Jury. "Der Applaus ist durchaus zu Recht", lobt Das Bo, dem die Inszenierung sehr gut gefallen hat. Das meint auch Till Brönner, der sich nicht richtig erklären kann, was an BenMan dran ist. Ob's der Lausbuben-Charme ist? Dem ist auch Sarah Connor verfallen. "Ich finde es ganz, ganz toll, diese Connection zwischen Euch", lobt sie.

Kassim Auale geht für Das Bo an den Start. "Lazy Song" von Bruno Mars dürfte ihm auf den Leib geschneidert sein. Vorher darf Kassim aber ein bisschen das Star sein üben und Fragen seiner Fans beantworten. "Die kleine Nervensäge" (Sarah Connor) mit den Kulleraugen vereint mit Sicherheit schon viele weibliche Fans auf seiner Seite. Aber wie macht er sich heute auf der Bühne? Mit jungenhaften Charme, der auch in ein 50er-Jahre-Movie passen würde, groovt Kassim locker-flockig auf süffigem Reggae-Sound, strahlt wie ein Honigkuchenpferd und zeigt, dass er zurecht in den Live-Shows ist. Auch der Dreck in der Stimme kommt zum richtigen Zeitpunkt – da macht es nichts, dass ab und zu ein Tönchen danebengeht. Kuschelbärchen fliegen auf die Bühne. Till meint: "Du hast wirklich ne Chance!" Er bescheinigt Kassim eine gute Studio-Stimme – und bekommt langsam Angst vor der Konkurrenz. "Jetzt bist Du da", lobt auch Sarah. Das Bo freut sich, dass das in Kassim gesetzte Vertrauen berechtigt war.

Zeit für Moderator Jochen Schropp, die Ehrengäste James Morrison und Madcon anzukündigen. Die werden heute auch noch auftreten – mal schauen, ob sie sich auch trauen, live zu singen. Zuerst sind Madcon dran. Ja, die Jungs können's. 😉 Und einer von Tills Kandidaten darf demnächst mit Madcon auf die Bühne.

Aber jetzt ist es Zeit für Raffaela Wais' Interpretation von Natasha Beddingfields traumhaft-trauriger Ballade "Soulmate". Ein ziemlicher Kontrast zu Raffaelas Ausflug zum Eishockey. Aber sie ist ja kein richtig harter Typ, sondern ein Familienmensch, der am liebsten Mama, Papa und die Schwester um sich hat. Auf der Bühne trägt Raffaela ein romantisch langes Kleid und erinnert an Penelope Cruz. Gesanglich muss ich sage, dass Raffaela zwar nicht an Natashas Original herankommt, aber abgesehen davon die beste Interpretation liefert – und ich habe schon einige gehört. Sie schafft es, den Schmerz und die Sehnsucht, die die Lyrics enthalten, zu entfalten und so eine Gänsehaut zu erzeugen. Mentor Bo gibt Standing Ovations; Till lobt als erstes das Outfit, während wieder ein Bär auf die Bühne fliegt. "Wenn ich nichts Schlechtes sagen kann, sag ich nichts Schlechtes", meint Till. Auch Sarah lobt den Auftritt: "Der Song ist wie für Dich geschrieben." Und da braucht Das Bo gar nicht mehr viel zu sagen, nicht wahr? Nur soviel: Er hält diesen für den besten Auftritt von Raffaela während der ganzen Staffel.

Rufus Martin hat in der letzten Show Kritik von Das Bo eingesteckt. Aufmuntern konnte ihn der Besuch seines achtjährigen Sohnes Noah, der die schönen Locken vom Papa geerbt hat und mächtig stolz auf ihn ist. Heute singt der Soul-Sänger "Fly away" von Lenny Kravitz. Ein Titel, der passen dürfte wie Arsch auf Eimer, denn Rock, gepaart mit einem gehörigen Schuss Soul, das ist die Richtung, die auf Rufus passt. Garniert mit Gitarren und Flackerlicht, bietet der sympathische Kandidat wieder eine souveräne Leistung. Ich mag Rufus' Stimme – kraftvoll, rau und immer mit Gefühl und dem richtigen Pressing – und denke, dass auch seine Reife in menschlicher und stimmlicher Hinsicht sehr für ihn spricht. Sarah muss sich erst überlegen, was sie sagen soll. Heraus kommt dann doch ein Lob. "Versprechen gehalten – Thumbs up, good job!" "Das war eine perfekte Vorstellung", lobt auch ein begeisterter Bo. Till findet den Auftritt seines Schützlings klasse, aber er will endlich mal eine Ballade für Rufus rauspicken – nächstes Mal hoffentlich.

Martin Madeja hat seinen Auftritt letzte Woche ziemlich verkackt. Das kann passieren; stimmlich angeschlagen, nervös… trotzdem: Martin hat was und kann vermutlich auch was. Ob er mit "New Age" von Marlon Roudette heute wieder punkten kann? Auf alle Fälle will Martin positiv denken, auch wenn ein paar Tränen gerollt sind. Sowohl Outfit als auch Stimme sind doch schon wesentlich besser als in der Vorwoche. Der Rhythmus ist am Anfang schwer zu halten, da hat Martin manchmal Probleme. Seine Stimme hat was, und mit ein bisschen Glück kann er heute auch die Jury überzeugen. Je länger er singt, desto freier und besser klingt er. Gebt dem Jungen eine Chance; der wird noch wachsen an seinen Aufgaben. "Du klingst frisch, Du klingst gesund", lobt Till, der die Nummer risikoreich fand, den Auftritt aber "sehr gut gewuppt" findet. Sarah fand den Auftritt "ganz nett", aber ihr fehlt noch mehr Performance. Das Bo freut sich über die Darbietung von Martin – und fordert auch zum Voten auf. Hat was gelernt bei Kollege Till. 😉 Ach ja, vor Freude, dass der Bub weiter ist, hat sich Martins Mutter aus Versehen eine Rippe gebrochen in der Vorwoche. Hoffentlich geht das heute glimpflicher ab…

Volker Schlag ist der nächste, der dran ist. Der 44-Jährige tut sich nicht so ganz leicht mit seiner Rolle als Casting-Teilnehmer. Eigentlich ist er ja auf der Rock-Schiene unterwegs, aber bei "X Factor" schwimmt er auf der Deutsch-Soft-Pop-Welle. So auch heute: Er singt "Pflaster" von Ich und ich. Und tatsächlich sorgt Volker für eine Überraschung: Fetzig arrangiert und freaky gekleidet als Zirkusdirektor, rockt er los und spielt so sein ganzes stimmliches und schauspielerisches Talent aus. Beste Unterhaltung – endlich richtig Bewegung auf der Bühne! Der bislang frischeste und aufregendste Auftritt des Abends. "Tolle Inszenierung – ganz schön viel Zirkus", ruft Sarah Connor, die von der Performance begeistert ist. Allerdings, krittelt sie ein wenig, habe die Stimme darunter gelitten. Tja, dafür war Bewegung da. "Du hast das wirklich komplett gerockt!", ist Das Bo begeistert. "Das bist wirklich Du", stellt Till fest. Er findet's nicht so schlimm, dass ab und an ein Ton daneben ging. Ich übrigens auch nicht – so sieht Entertainment aus.

Sarah sagt ihr "magisches Duo" Nica & Joe an, die heute "One" in der Version von Mary J. Bligh & U2 singen. Mir war der Auftritt letzte Woche zu theatralisch, wobei Nica ein wenig an die Grenzen ihrer Stimme gestoßen war. Aber die beiden sind sehr sympathisch, und ich hoffe, sie donnern "One" nicht an die Wand. Da läuft doch was zwischen den beiden… sie "mag" ihn, für ihn ist sie "the perfect Woman". Wow, was soll ich sagen? Das machen die beiden heute richtig, richtig gut! Je länger die Show heute läuft, desto besser scheint sie zu werden. Das Niveau liegt in diesem Jahr – und vor allem verglichen mit anderen Castingshows – sehr hoch. Das Bo ist froh, dass Joe "diesen Placido Domingo" zur Seite geschoben hat – er ist sehr angetan. Till Brönner bescheinigt Nica & Joe den Glamour-Faktor der Show und glaubt auch an die Vermarktungsmöglichkeit der beiden. Allerdings wünscht er sich eher, dass die beiden ihre Unterschiede mehr betonen, also wieder mehr Oper von Joe und mehr Pop von Nica. Sarah lobt natürlich das Duo, und das zurecht.

Der Youngster der Staffel, Monique Simon, ist am Start. Letzte Woche musste sie zittern, stand auf der Abschussliste. Ein doofes Gefühl für die 16-Jährige, die die Schule abgebrochen hat. Das hat sie doch glatt zum Beten bekehrt. Jetzt hofft sie natürlich, dass sie mit "So what" von Pink einen Treffer landen kann. Pink hat natürlich eine sehr kraftvolle, reife Stimme – ob Monique da mithalten kann? Die Nummer passt wesentlich besser zu ihr als beim letzten Auftritt. Denn Monique hat eine rauchige, sehr spezielle Stimme, die zur Nummer passt – allerdings gehen einige Töne daneben. Dafür bewegt sich das quirlige Temperamentsbündel ordentlich auf der Bühne – das soll ihr erstmal einer nachmachen. Definitiv ist da großes Potential vorhanden. Till, der sich als Fan von Moniques Stimme ist, würde diese besser herausarbeiten. Er findet, dass die Nummer nicht zu ihr gepasst hat. "In der Songauswahl sollte man ein bisschen mehr Selbstbewusstsein zeigen." Für Sarah passte das alles nicht richtig zusammen, auch wenn der Auftritt "große Momente" gehabt habe. Das Styling erinnert sie an die Mini Playback Show. Trotzdem wünscht sie sich für Monique, dass diese weiterkommt. Das Bo meint zur Kritik seiner Mit-Juroren nur: "So what?"

Fehlt nur noch David Pfeffer. Der singende Polizist hat in der vergangenen Woche den Rocker gegeben. Ob auch "Use Somebody" von den Kings of Leon so gut zu ihm passen wird? Mentor Till hat schon die Hoffnung, dass sein "Seargent Pepper" ihm wieder Pippi in die Augen treiben wird. Die standen dem Kandidaten selbst übrigens auch im Gesicht. Jetzt aber zu heute. Keine große Bühnenshow – nur ein Mann, ein Stuhl und eine Gitarre. Der letzte Auftritt des Abends, und von Substanz und Intensität auch der Höhepunkt der Show. Intonierung, Gefühl, Bühnenpräsenz – steht hier schon der Sieger? Standing Ovations im ganzen Saal für einen perfekten Auftritt. "Du machst mich jede Woche ein wenig neugieriger", gesteht Sarah Connor und outet sich quasi als Fan. Und auch Bo bläst ins gleiche Horn. "Du kannst die Handschellen an die Bettpfosten hängen", prophezeiht er. Und Till weiß wohl, dass er da vermutlich einen sicheren Kandidaten fürs Finale gesetzt hat.

Bevor die Entscheidung fällt, darf James Morrison noch zeigen, wie die Profis das so auf der Bühne machen. Da wünscht man dem Guten doch glatt den Pepper auf die Bühne – die wären auch nicht schlecht für ein Duett. 😉

0 Kommentar

  1. An den Bettpfosten sind die Handschellen tatsächlich sehr sinnvoll untergebracht *g*

    Guter Auftritt von Herrn Pfeffer. Alle anderen haben mich nicht überzeugt.

  2. Er ist einfach mein Topfavorit! David weiter so!
    Kompliment Cat, Du machst das immer so toll!!!

  3. Sergeant Pepper … woooooow!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    Hätte ich im Vorfeld nicht gedacht, dass der Typ so abliefert! Aus diesem Song eine total reduzierte Akustik-Version zu machen – genial! Und zu dem Wahnsinns-Charisma gesellt sich jetzt auch plötzlich eine ordentliche Portion Selbstvertrauen. Jetzt hat er’s gerafft, dass er zu Recht auf dieser Bühne steht (bzw. sitzt)! Dieses Lächeln am Schluss…

  4. Nicht immer, liebe Helga (z.B. „Engel“ Marco *g*), aber fast. Liebe Grüße und einen dicken Knuddler nach Wien! 🙂

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