X Factor 2011: Gladys Mwatchiti fliegt raus!

Gladys Mwatchiti ist raus. Die Powerstimme, die einen astreinen Auftritt in der zweiten Live-Show hinlegte, erhielt zusammen mit der erst 16-jährigen Monique Simon am wenigsten Stimmen und musste sich mit dieser im Gesangsduell messen. Damit hatte wohl keiner gerechnet - Gladys galt als eine der Favoritinnen dieser Staffel.

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Gladys Mwatchiti ist raus. Die Powerstimme, die einen astreinen Auftritt in der zweiten Live-Show hinlegte, erhielt zusammen mit der erst 16-jährigen Monique Simon am wenigsten Stimmen und musste sich mit dieser im Gesangsduell messen. Damit hatte wohl keiner gerechnet – Gladys galt als eine der Favoritinnen dieser Staffel.

Erwartungsgemäß votierte bei der Juryentscheidung Till Brönner für seinen Schützling Gladys, Das Bo wollte natürlich "seine" Monique in der dritten Live-Show wiedersehen. Die Qual der Wahl hatte als das "Zünglein an der Waage", Sarah Connor, die sich dieses Mal entspannt zurücklehnen konnte: Keiner ihrer Kandidaten war gefährdet, nachdem in der Vorwoche schon zwei ihrer Gruppen rausgeflogen waren.

Doch warum entschied sich Sarah dafür, Gladys nach Hause zu schicken statt der Wackelkandidatin Monique? War es ein bisschen Kalkül, die Sorge, dass eine "starke" Kandidatin ihre eigenen Schützlinge mehr gefährden könnte als ein junges Mädchen, das nun schon zum zweiten Mal vorne stand? So richtig nachvollziehbar ist diese Entscheidung rationell gesehen wahrhaft nicht. Echtes Mitleid mit der Monique kann es eigentlich nicht sein. Der 16-Jährigen wäre sicher mehr gedient, wenn sie als erstes ordentlichen Schulabschluss und anschließend eine Ausbildung hinlegen würde – der Ruhm der X-Factor-Bühne dürfte recht vergänglich sein und langfristig nicht viel zum Lebensunterhalt beitragen.

Überhaupt stellt sich die Frage, ob es gerechtfertigt ist, Minderjährige in Castingshows zuzulassen. Schon mehrfach waren junge Kandidaten in solchen Inszenierungen zusammengebrochen (siehe DSDS); es gab Auseinandersetzungen mit dem Jugendschutz, da späte Auftritte nicht erlaubt sind, und überhaupt: Welche Auswirkungen der immense Druck einer solchen Show auf die Psyche eines jungen Menschen haben kann, ist wohl gar nicht abzusehen.

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  1. Ich kann mich dem nur anschliessen, wobei das noch verhalten geschrieben wurde. Wieder einmal wurde eine nicht verständliche und nicht erklärbare Entscheidung getroffen (wie so einige in dieser Staffel). Wie die Jury selbst immer wieder betont im Laufe der Staffel, ist dies ein Gesangswettbewerb. Monique hat immer wieder gezeigt, dass sie nicht die beste Sängerin ist. Auch gestern beim ersten Lied sind Töne nicht getroffen worden und es zeigt sich gerade bei dem Lied, das ihre Stimme, ihr Gesang eher ein Fremdkörper im gesamten Konzept des Liedes ist. Wobei bei Gladys der Gesang und die Musik ein einheitliches und harmonisches Bild abgab. Gerade im direkten Vergleich hat man die Stimmengewaltigkeit und das Gesangs- bzw. Tonspektrum von Gladys hören können. Die Aussage von Sarah „das hätte ich eher von Dir hören wollen“ passt auch auf Monique. Erst im direkten Vergleich mit dem ruhigen Lied, konnte sie ihre Stimme soweit eindämmen, dass ein harmonischer Eindruck entstanden konnte. Aber selbst hier war eine Passage wo sie Probleme hatte ihre Stimme nicht im Griff zu haben und kurz davor war wieder in ihren normalen lauten, schrägen Gesang zu verfallen. Dies war u.a. auch ein Grund warum Bo Jeniffer Hans nicht mitnehmen wollte, weil er glaubt das sie ihre Stimme bei ruhigen Liedern nicht im Griff hätte. Tja, das scheine andere seiner Kandidaten auch nicht zu haben. Leider daneben getippt.
    Alles in allem verliert die Show an Glaubwürdigkeit. Man bekommt ja schon den Eindruck das dies extra so gemacht wird, um die Einschaltquoten irgendwie hoch zu halten. Oder man muss Sarah die Kompetenz absprechen (und leider den anderen Juroren in bestimmten Situationen auch) beurteilen zu können, ob jemand singen kann oder nicht. Wenn das so weiter geht, dann hat sich Monique von Sendung zu Sendung jedesmal über das Gesangsduel in das Finale gerettet, nur weil sie aus welchen Gründen auch immer von den Juroren durchgeschleift wird. Ich Frage mich nur wie das Publikum es schaffen soll, Monique aus dem Wettbewerb zu bekommen, was das Publikum ja augenscheinlich will, wenn das letzte Wort wer gehen muss, bei der unfähigen Jury bleibt?

  2. Gladys wurde nach Hause geschickt, weil sie eine der farblosen Persönlichkeiten ist, von denen ohnehin NIEMAND mehr als höchstens die Debut-Platte kaufen würde. Zum Platten verkaufen gehört eben mehr als nur gut singen. Das Monique die Staffel nicht gewinnt, das liegt auf der Hand, aber sie hat mit ihrem Kücken-Alter jetzt schon mehr Persönlichkeit und vor allem auch Entwicklungspotential. Bei Gladys gibts einfach keins. Die Stimme kann technisch alles, aber sie klingt wie der Einheitsbrei von unbekannten Studiosängern. Die andere Stimme hat echte Persönlichkeit oder wie man so schön sagt, Wiedererkennungswert.

    Teenies und solche Shows: ja, das müssen die Eltern mit den Kindern entscheiden – sowas kann für starke Persönlichkeiten auch eine echte Chance sein, manchmal geht’s auch nach hinten los. Wenn die Kinder zu schwache Nerven für so etwas haben (das sind bestimmt 95%), sollten Eltern ihre Elternrolle mal wahrnehmen und auch mal nein sagen.

    Übrigens – Sarah Connor und Kalkül? Sie ist Profi und musste einfach eine schwierige Entscheidung treffen zwischen technisch toll und zugleich langweilig und Entwicklungspotential mit Persönlichkeit! Von ihren verbleibenden Pärchen wird eh keines gewinnen.

    Nica und Joe – schrecklich nervige Angelegenheit, da kaufen doch auch nur noch deren Familien das zweite Album. So wirds laufen, Deutschland wählt sich die Finger wund, weil sie gut singen können und dann stehen die Scheiben im Regal, weil niemand dazu tanzen mag, niemand zu irgendeiner Uhrzeit oder irgend einem Anlass so ein Gejammer hören möchte. Will ich einen Tenor hören, dann gibt es 100 bessere Varianten im Laden und bei Popmusikerinnen sieht es genauso aus. Die Mischung? No Way!!

    Mein Tipp: Till gewinnt wieder – und zwar mit Seargent Pepper ;o)

  3. Sehe ich auch so – David Pfeffer war immer überzeugend und mit seinen songs „verschmolzen“, ist damit Top-Favorit. Allerdings sind (vermutlich vor allem) weibliche Teenies, die mit ihren Anrufen ihre jungen Lieblinge pushen (und dabei das Taschengeld von den Eltern an die Telekom verpulvern ;-)) nicht zu unterschätzen, sofern die Auserwählten weiterhin qualitativ standhalten können. Für Rufus und Martin sehe ich auch noch Chancen. Nica und Joe sind faszinierend, aber vielleicht hat Annett recht, dass am Ende doch keiner die Scheiben dieser sehr speziellen Kraftprotzmischung kaufen würde… Im übrigen muss man ohnehin abwarten, was so ein Album dann erreicht. Bei Edita verlief die Karriere leider ziemlich sang- und klanglos.

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