„X Factor 2011“ – David Pfeffer gewinnt das Finale!

Und schon ist die aktuelle "X Factor"-Staffel wieder vorbei - heute ist großes Finale! Noch drei Acts sind im Rennen im Kampf um die Krone: David Pfeffer, Raffaela Wais und Nica & Joe. Hier ist der Live-Ticker!

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Und schon ist die aktuelle „X Factor“-Staffel wieder vorbei – heute ist großes Finale! Noch drei Acts sind im Rennen im Kampf um die Krone: David Pfeffer, Raffaela Wais und Nica & Joe. Und diese Songs singen die Kandidaten:

Kategorie 16-24 Jahre / Mentor Das Bo
– Raffaela Wais singt:
Magic Moment: „Empire State Of Mind Pt. 2“ – Alicia Keys
Persönliche Siegersingle: „Heaven Only Knows“ – Raffaela Wais
Auftritt mit Stargast: „When Love Takes Over“ (mit Kelly Rowland)

Kategorie 25 Jahre + / Mentor Till Brönner
– David Pfeffer singt:
Magic Moment: „The Reason“ – Hoobastank
Persönliche Siegersingle: „I’m Here“ – David Pfeffer
Auftritt mit Stargast: „First Day Of My Life“ (mit Mel C)

Kategorie Gruppen und Duette / Mentorin Sarah Connor
– Das Duett Nica & Joe singt:
Magic Moment: „The Prayer“ – Andrea Bocelli & Celine Dion
Persönliche Siegersingle: „Build A Palace“ – Nica & Joe
Auftritt mit Stargast: „Home“ (mit Michael Bublé)

Es gibt ein Wiedersehen mit den Top 12 Kandidaten, diese werden auch alle gemeinsam performen
Sie singen „Raise Your Glass“ von Pink.

Und los geht’s… Am Anfang geben die Finalisten gemeinsam ein Ständchen – hinzu kommen die schon ausgeschiedenen Kandidaten. Gemeinsam erheben sie das Glas aufs Finale: „Raise your Glass!“

Der erste Auftritt des Abends gehört David Pfeffer – und er hat das geschafft, was vorher noch keinem Casting-Kandidaten erlaubt war: Er wird seine Siegersingle gemeinsam mit seiner eigenen Band performen! „I’m here“ heißt das Stück – mal sehen, ob der Song auch zu ihm passt. Mentor Till lässt es sich nicht nehmen, die Klavierbegleitung zu übernehmen. Das Intro ist schon mal sehr vielversprechend – Softrock mit melancholischem Einschlag, eine schöne Rockballade. Sehr schön! Mit seinen eigenen Jungs im Rücken fällt die anfängliche Nervosität sichtlich schnell von David ab. Der Song geht ins Ohr – ja, das könnte was werden. Das ist definitiv der „Pfeffer-Style“ – und die Zugaberufe nehmen kein Ende. Sarah schwelgt in Erinnerungen – nie hätte sie David am Anfang das Finale zugetraut, aber David hat ihr Herz gewonnen. „Ich bin stolz, auch ein kleiner Teil auf Deiner Reise gewesen zu sein“, bekennt die Jurorin. Das Bo sieht’s ähnlich wie Sarah. „Ich glaube, das ist die richtige Single für Dich“, ist er überzeugt. Till Brönner – heute mit Brille – will sich mal wieder bei David bedanken für die Reise, die er mit seinem Kandidaten zusammen gehen durfte.

Melanie C. ist heute als Gesangspartnerin für David Pfeffer eingeteilt. Wie sie – mit starkem Liverpool-Akzent – charmant bemerkt, kann sie sich nicht entscheiden, wer ihr Favorit ist. Möge der Bessere gewinnen; ja, da hat es sich Frau C. halt leicht gemacht. 😉

Weiter geht’s mit Nica & Joe. Ob sie sich von den Plattenverkäufen bald den Titel ihrer Siegersingle leisten können – „Build a Palace“ – steht zwar noch in den Sternen, aber zunächst ist es wichtiger für Joe, dass seine Mama extra mit dem Flieger übern großen Teich gejettet ist, um ihrem Sohn die Daumen zu drücken. Der Einstieg von Nica ist ein wenig zu hoch – aber dann kommt Joe und richtet’s. Aber irgendwie schreien sie sich in dem Song ein wenig an. Das Stück wird den tollen Stimmen leider nicht gerecht. Okay, ich korrigiere mich: Die Hälfte des Songs besteht nur aus Geschreie. Sehr schade… Das Bo hat einen Ohrwurm und vergleicht die beiden mit einem Cartoon. Irgendwie mag er nicht so richtig loben – kann ich verstehen. Am Ende ringt er sich ein kühles „Hat mir sehr gut gefallen“ ab. „Ihr habt die große Klischee-Kiste wieder aufgemacht“, meint auch Till. Der hätte auf den Refrain gerne noch ein bisschen Trompete gespielt. Das wäre dann der musikalische Supergau gewesen. Die gute Sarah wird melancholisch ob der Tatsache, dass sich heute alles entscheidet.

Nun darf Das Bo sein „Nesthäkchen“ präsentieren: Raffaela Wais darf ihr Siegerlied „Heaven only knows“ zum ersten Mal singen. Das hört sich nach Ballade an – mal schauen, was die stimmgewaltige Studentin daraus zaubert. Aha, Ballade, wie vermutet. Etwas hoch angesetzt – zum Glück ist Raffaela wirklich mit einer starken Stimme gesegnet, aber trotzdem hört sich das ein bisschen nach Mickey Mouse an. Im Mittelteil nimmt der Song ein bisschen Fahrt auf, und Raffaela darf auch mal kräftige Töne spucken – Verzeihung: Singen, meine ich natürlich. „Du hast wie die beiden anderen Kandidaten wirklich eine fette Chance“, findet Till, und Sarah meint auch: „Du stehst zu Recht hier.“ Das Bo seufzt – vor Glück natürlich. Er betont die gefühlvolle Seite an Raffaela, wohlwissend, dass eben der Mangel an Emotion seiner Kandidatin über weite Strecken vorgeworfen wurde.

So, das war die erste Runde. Den überzeugendsten Auftritt hat wohl David abgeliefert – er hat auch als einziger einen Song bekommen, der zu ihm passt und seinen eigenen Stil recht gut charakterisiert. Dazu die Band im Background – passt. Platz 2 belegt in diesem Ranking Raffaela; der Song ist zwar nicht unbedingt die Neuerfindung des Rads, aber dank guter Stimme tolerierbar. Nica & Joe folgen an letzter Stelle – sorry, aber der Song ist fürchterlich, und irgendwie hat es den Anschein, dass die beiden das auch wissen. Allerdings können sie durchaus große Fanmassen bewegen; der Hype um die beiden ist während der vergangenen Shows permanent gestiegen.

Zurück auf die Bühne: Dort darf Melanie C. was eigenes singen. Ich mag ja ihre Stimme, die sich von dem im Radio üblicherweise abgenudelten Zuckerpuppi-Gepimpse wohltuend unterscheidet. Geile Stimmfarbe, tolle Frau mit Humor. Auch, wenn der neue Song ebenfalls nicht gerade ein Burner ist.

Raffaela hat den nächsten Auftritt zusammen mit Kelly Rowland. „When Love takes over“ – und zwei tolle Stimmen auf einmal. Frauenpower auf der „X Factor“-Bühne. Der Profi macht den Auftakt, und das selbstverständlich gut. Aber auch Raffaela kann gut mithalten. Kelly ist allerdings schon nochmal eine andere Klasse – aber die hat ja auch mehr Übung. Auf alle Fälle eine sehr gute Auswahl. Das gibt Standing Ovations und Zugaberufe. „Amazing“, kommentiert Sarah Connor. Zwischendurch mal ne Anmerkung zu Moderator Jochen Schropp: Der Junge ist charmant, umgänglich und spricht sehr gut Englisch. Wiederholte Forderung:

Jochen Schropp for Wetten, dass!!!

Das Bo lobt das „Duett auf Augenhöhe“ und fordert kräftig zum Voten auf.

Und nochmal Melanie C. – dieses Mal mit David im Duett. Im Vorspann hört sich das bei den Proben etwas komisch an. Aber das könnte wirklich gut werden. Mel haucht ins Mikro – ist sie erkältet oder will sie gefühlvoll erscheinen? Wow: Sie kündigt David auf Deutsch an. Das klingt gut, gerade auch im Duett. Allerdings dürfte da etwas mehr Interaktion zwischen den beiden stattfinden – los, auf geht’s, Herr Pfeffer: Flirten Sie gefälligst mal ein bisschen! Schließlich erlebst Du grade „The first Day of my (your) Life“… 😉 Ah ja: Kaum ist der letzte Ton verklungen, wird Mel von David abgeherzt – und wie! Da freut sich der Till für den David – „Die beiden sind als Künstler auf die Bühne gegangen und gehen als Freunde wieder herunter.“

Sarah hält zunächst die große Laudatio auf Nica & Joe’s Gesangspartner Michael Bublé. Außerdem wird ein bisschen Werbung für Sarahs Hilfsprojekt gemacht. Das wird von einem großen Fast-Food-Unternehmen gesponsort und kümmert sich um kranke Kinder – och, wie nett. Aber jetzt wird’s Zeit für die Bühne. „Home“ ist natürlich der Schmachtfetzen schlechthin – und wie gemacht für Nica & Joe. Das passt um Längen besser zu den beiden als ihr „eigenes“ Lied. Michael Bublé wirkt etwas nervös – und fast ehrfürchtig vor der großen und großartigen Nica. Der „X Factor“-erprobte Michael sieht zum ersten Mal ein Duo im Finale – und ist begeistert.

Begeistert ist das Publikum auch vom Solo-Auftritt von Kelly Rowland. Die legt eine heiße Dancefloor-Nummer aufs Parkett.

Und schon ist die Entscheidung gefallen: Wer wird in der Endrunde stehen, wer muss gehen? Raffaela, Nica & Joe und David stehen mit ihren Mentoren auf der Bühne und warten auf das Ergebnis. Jochen Schropp macht heute mal ausnahmsweise ein bisschen auf DSDS-Kollegen Marco Schreyl und redet zu lang. Mach hinne, Mann, schließlich ist es Dienstag, und wir müssen morgen alle früh raus! Als erstes ist David Pfeffer in der Endrunde. Der kann sein Glück kaum fassen und schlägt sich die Hand vor den Mund. Doch wer wird seine Konkurrenz? Noch stehen Nica & Joe und Raffaela Wais vorne. Und weiter ist Raffaela Wais! Das starke Duett Nica & Joe ist draußen – hat sie ihr Siegersong den Titel gekostet? Der entspricht nicht den Möglichkeiten, die das Duett bietet. Es gibt einen Rückblick auf die Zeit mit Nica & Joe, die noch einmal „The Prayer“ singen dürfen, und dann heißt es: Auf in die letzte Runde!

Raffaela Wais singt ihren „Magic Moment“ „Empire State of Mind Part II“. Im Rückblick werden nochmal die Highlights aus ihren Auftritten gezeigt. Raffaela begleitet sich selbst am Klavier und gibt alles. Sehr sauber intoniert, sehr gefühlvoll – sie steht vollkommen zurecht im Finale. „Das hat mich echt vom Hocker gehauen“, gibt Till zu. Sarah gibt sich reservierter: „Ich freu mich sehr für Dich.“

Den Abschluss macht David Pfeffer. Sein „Magic Moment“ ist „The Reason“. Der Song, den er im Jury-Haus geboten hat. Diesen jetzt mit Instrumentierung zu hören, wird sicher interessant. David kriegt die Gitarre von Till in die Hände und singt betont langsam und gefühlvoll. Bisschen mehr Pep dürfte es schon sein, Mr. Pepper – aber sehr schön war’s trotzdem. „Es passt alles zusammen!“, himmelt Sarah. „Ich glaube, es ist ein unglaublich enges Kopf-an-Kopf-Rennen“, meint Das Bo, der auch begeistert ist. „Wenn Du auf die Bühne kommst, brechen bei mir einfach alle Dämme“, bekennt Till, der immer wieder das „Riesenherz“ von David betont. Ob die Zuschauer auch Herz zeigen und für den Jungen anrufen?

Michael Bublé füllt die Pause, bis das Ergebnis kommt. Irgendwie knuffig, der Junge. Und jetzt heißt es warten… Während die Notarin den Umschlag bringt, stehen die Kandidaten mit ihren Mentoren gespannt auf der Bühne. Wer möchte da jetzt tauschen? Vermutlich keiner. „Der große Moment ist gekommen“, verkündet Jochen Schropp und setzt zu einer Rede an. Bitte nicht so lange, lieber Jochen. In der Kürze liegt die Würze. Es ist 23.24 Uhr – mit 60,5 Prozent aller Stimmen heißt der Sieger der 2. Staffel von „X Factor“ DAVID PFEFFER! Till Brönner hat also schon zum zweiten Mal den Siegerkandidaten gecoacht – da fließen beim neu gekürten Gewinner die Tränen – und David darf nochmal ans Mikro. Herzlichen Glückwunsch.

2 Kommentar

  1. Cat, du schreibst sooo herrlich!!! Ich musste beim Lesen viel grinsen!!!
    Das möchte ich am liebsten weiter jede Woche haben, obwohl X-Faktor jetzt beendet ist… Ich werde Ausschau halten nach anderen Live-Tickern von dir und dich beim Nichtfinden um persönliche Briefe an mich bitten, damit ich diese lieb gewordene wöchentliche Cat-Lesezeit nicht aufgeben muss.
    ;-))

    Aber mal zum Thema: ich freue mich sehr, dass David gewonnen hat. Das war mir eigentlich schon ziemlich lange total klar! Aber ich muss sagen, Raffaela hat mich zunehmend auch immer mehr beeindruckt und überzeugt. Die ist schon eine tolle und würdige Finalistin gewesen!
    Ich wünsche beiden und auch Nica & Joe eine steile Musikerkarriere!!

  2. Danke für die Blumen, Ella! 😉 Hoffen wir mal, dass die Finalisten alle drei (bzw. vier) ihre Chance bekommen. Was den Ticker angeht, hoffe ich sehr, Dich zur neuen DSDS-Staffel begrüßen zu dürfen! Bis denne!

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