Tribute-CD für die Fantastischen Vier stürmt die Charts – „Flüchtig“ Tagessieger im Einzeldownload

Die heute erschienene Compilation mit Cover-Songs der Fanta Vier - "A Tribute to Die Fantastischen Vier" stürmt die Charts - 36 Künstler zollen den Meistern des anspruchsvollen Hip Hop mit ihren Interpretationen Tribut zum 20. Geburtstag. Erfolgreichster Einzeldownload des Tages: "Flüchtig" von Thomas Godoj.

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Seit heute gibt es den Sampler „A Tribute to Die Fantastischen Vier“ zu kaufen. Sage und schreibe 36 deutsche Künstler haben sich dort vereint, um gemeinsam den Urvätern des deutschen HipHop die Ehre zu erweisen.

Jeder der Interpreten wählte sich einen Song der Fantas aus und interpretierte ihn auf seine eigene Art und Weise. So entstanden großteils keine Plagiate, sondern gänzlich neue Kreationen. Der Hörer kann also gespannt sein: Was passiert, wenn Thomas Anders (jawohl, der Thomas Anders) Fantas „Geboren“ singt? Oder Scooter eine Techno-Nummer aus „Troy“ machen?

Auch wenn eingefleischte FantaVier-Fans an manchen Stellen gequält zusammenzucken werden: Dem Manager der Fantastischen Vier, Bär Läsker, ist mit dieser Compilation ein interessanter Querschnitt durch die deutschen Musikgenres gelungen, der einen an manchen Stellen schmunzeln, an anderen staunen lässt. Es dürfte sich auf dieser Scheibe für jeden etwas finden, für den Rapper ebenso wie für den Techno-Freak oder den Rock-Fan. Apropos Rock: Als Senkrechtstarter des Tages hat sich „Flüchtig“, die Interpretation von Thomas Godoj, erwiesen: Sie schoss in den Download-Charts bei Amazon schon heute, an ihrem Erscheinungstag, von O auf Platz 1 bei den Neuveröffentlichungen und den Aufsteigern des Tages; bei den Bestsellern steht das Stück momentan auf Platz 5. Die Tribute-CD als ganzes nimmt unter den Download-Alben augenblicklich Platz 2 ein und bei den CD-Verkäufen Platz 9 (Amazon). Nicht schlecht für den ersten Verkaufstag.


Die Tracklist:

Disk: 1
1. Revolverheld – Was geht (Version 2009)
2. Sebastian Krumbiegel – Dicker Pulli
3. Roger Cicero – Geboren
4. In Extremo – Yeah Yeah Yeah
5. 7 Faces – Sommerregen
6. Massive Töne – Picknicker
7. Mamas Gun – Die da!?!
8. Xavier Naidoo – Krieger
9. The Rattles feat. Gary Krosnoff – Ewig
10. Knorkator – G. Boren
11. Thomas Godoj – Flüchtig
12. FR – Le Smou
13. Puhdys – MFG
14. Scooter – Troy
15. Großstadtgeflüster – Laut reden nichts sagen
16. Pohlmann und „Les Sauvignons“ – Was bleibt
17. Fehlfarben – Mehr geben
18. Yeti Girls – Yeah Yeah Yeah

Disk: 2
1. Mario Barth – Dicker Pulli
2. Juli – Er muss raus
3. Gods of Blitz – Wie die anderen
4. Peter Maffay – Über Nacht zum Krieger gemacht
5. Sascha – Die da!?!
6. Onkel Rock ’n Roll – Sie ist weg
7. Oomph! – Ernten was wir säen
8. Christina Lux – Was bleibt
9. Karpatenhund – Paranoia Blues (Schizophren)
10. Spezializtz – 4 gewinnt
11. Pur – MFG
12. Thomas Anders – Geboren
13. Extrabreit – Krieger (Version 2009)
14. Max Mutzke – Nach dem Regen
15. Fools Garden – Ernten was wir säen
16. Karat – Sommerregen
17. Clueso – Hoffnung
18. Dieter Nuhr – Buenos Dias Messias

5 Kommentar

  1. Deinen Artikel kann ich nur unterschreiben. Du hast die CD informativ, objektiv und absolut zutreffend geschildert. Ich habe mir dieses Album auch gekauft und ich finde es interessant, auch wenn es bei weitem nicht immer meinen Musikgeschmack trifft. Es bietet einen tollen Querschnitt durch die Musikszene – und für jeden ist was dabei. Dass ‚Flüchtig‘ von Thomas Godoj auf Platz 1 geschossen ist, wundert mich allerdings gar nicht! Eine sehr persönliche Interpretation und für mich die beste Fanta4 Coverversion auf der Scheibe.

  2. Endlich mal kein in die Pfanne hauen einzelner Künstler – weil sie vielleicht nicht dem eigenen Musikgeschmack entsprechen -, sondern eine treffende Bescheibung dieses Tribute Albums. Es bietet eine unübertreffliche Vielfalt an Musikrichtingen auf zwei Scheiben. Und der eine oder andere Künstler überrascht mit einer Interpretation, die man ihm vielleicht nicht zugetraut hätte. Allles in allem eine sehr interessante Mischung.
    Und der aktuelle Einzel-Download-Sieger „Flüchtig“ zeigt, dass individuelle Interpretation – und nicht einfaches covern – von den Hörern honoriert wird!

  3. Ich persönlich hatte mir von Oomph und Peter Maffay etwas mehr erhofft. Ich mag diese Künstler. Nicht schlecht aber nicht herausragend. Überzeugend da kann ich mich nur anschließen ist der Titel „Flüchtig“ rockig – eigene Interpretation und doch Fanta4 gewidmet. Danach kommt für mich Oomph. Peter Maffay fällt weiter nach hinten – leider.

  4. Vielen Dank für diese objektive und konstruktive Kritik – ich kann mich dabei den bisherigen Kommentaren nur anschließen. Dass dies nicht selbstverständlich ist, hat man leider in den letzten Tagen des öfteren an andere Stelle lesen müssen.

    Geschmäcker sind verschieden, jeder Käufer hat seine eigenen Favoriten, aber gerade die originelle und bunte Mischung macht den besonderen Reiz dieses Albums aus.

    Da ich persönlich rockige Songs bevorzuge, konnten mich „Flüchtig“ von Thomas Godoj (wundert mich gar nicht, dass sein Song die Amazon-Verkaufscharts hinaufgeklettert ist), aber auch Interpretationen von Oomph!, Revolverheld oder In Extremo besonders überzeugen. Aber auch viele andere Songs, die ganz anderen als den von mir bevorzugten Musikgenres angehören, fand ich interessant und ansprechend.

    Bär Läsker hat den Fantas mit diesem abwechslungsreichen und wohlüberlegten Tribute-Album ein sehr schönes Präsent bereitet.

  5. Die CD ist wirklich der Genrehopper schlechthin. Was ich von der unglaublichen Interpretenmischung zu Ehren der Fantas halten soll, erschliesst sich mir noch nicht wirklich. Spannend finde ich einige Eigeninterpretationen und die Stellen, an denen sich jemand im Rap versucht, von dem man es so gar nicht erwartet.
    Die Beiträge von Barth und Nuhr kann ich nur da unterbringen, wo vielleicht eine Brücke vom Rap zum Kabarett geschlagen werden könnte, wobei ich andere Interpreten bevorzugen würde.
    Insgesamt ist das bisher eine eher theoretische Betrachtung; was mir persönlich gefällt bedarf noch ein bißchen des Reinhörens.

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