Thomas Godoj Tourtagebuch von Fans für Fans: Good Vibrations – GODOJ rockt Berlin

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Autor: Iris Mauch

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Durch die Leidenschaften lebt der Mensch,
durch die Vernunft existiert er bloß.

*Sébastien Chamfort
(frz. Schriftsteller)

Seine Leidenschaft ist die Musik – und diese bringt er zur Freude des Publikums auf die Bühne: Thomas Godoj – oder einfach GODOJ, die Band. Denn ohne eine gute Band ist selbst der Beste Frontsänger nur die Hälfte wert. Mit GODOJ haben sich sechs (für die Tour sieben) Vollblutmusiker gefunden, die gerade erst anfangen, ihr musikalisches Potenzial zu entfalten.

Im Konzert am Sonntag in der Hauptstadt Berlin erreicht die PLAN A!-Tour einen ersten Höhepunkt. Wie sagte Bär Läsker sinngemäß zu Thomas Godoj – er sieht ihn vor 5, 10, 15.000 Zuschauern spielen. Nun ganz soweit ist GODOJ noch nicht. In Berlin sind es aber immerhin 3.500, die er mit seiner Musik restlos begeistert. Dabei ist das Berliner Publikum nicht gerade das Begeisterungsfähigste wie dem Statement der Berlinerin Nina zu entnehmen ist: „Das Konzert am Sonntag war einfach großes Kino. Ich bin so stolz auf das Berliner Publikum. Das hat sich echt von seiner besten Seite gezeigt.

Die Show beginnt mit einem sehr stimmungsvollen Intro und dem rockigen „Morning Sun“. Danach baut sich der Stimmungsbogen mit eher ruhigeren Titeln bis zu den Songs „Für Immer“, „Plan A“ und „Liebe zur Sonne“ auf. Diese gehen dann so richtig ab und das Publikum auch. Ein virtuoses Didgeridoo-Solo leitet über zum nochmal etwas ruhigeren, aber sehr intensiven Part mit drei Unplugged-Titeln, bei denen die außergewöhnliche Stimme von Thomas Godoj bestens zur Geltung kommt. Nicht enden wollender Beifall nach „Autopilot“, einem der stärksten – wenn nicht dem stärksten – Titel des Platin-Albums. Ein absolut geniales Didgeridoo+Drums-Battle heizt dann die Stimmung weiter an und lässt niemanden im Publikum mehr ruhig stehen. Beim Intro zum polnischen Cover „Urke“ funktioniert die Interaktion mit den Zuschauern sofort – minutenlang steht die ganze Halle mit erhobenen Händen da – und dann ist die Halle am Brodeln bis zum furiosen Finale mit dem Elvis-Klassiker „Suspicious Minds“ in neuem Gewand. Doch kein Konzert ohne Zugaben – und diese sind mit „Helden gesucht“ und der Rockversion von „Let it be“ bestens gewählt. Die 3.500 singen, klatschen und tanzen begeistert mit.

Fazit: Am stärksten sind die deutschen Titel und die Cover, die aber keinesfalls ein Abklatsch der Originale sind, sondern im Gegenteil die Originale ziemlich „alt“ aussehen lassen. Eines ist sicher, wer die Live-Auftritte der Tour gesehen hat, dem ist ganz schnell klar, dass GODOJ die berühmte Schublade – in die ihn viele Medien der Einfachheit halber immer noch stecken wollen – längst verlassen hat. „Unterwegs zu unvergesslichen Zeiten…und wer will kann uns gerne begleiten,“ heißt eine Zeile aus „Helden gesucht“. GODOJ hat sich auf den Weg gemacht und tausende von begeisterten Konzertbesuchern können sich nicht irren, wenn sie diesem Weg folgen.

Iris Mauch/16.12.08

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Vom Konzert in Berlin am 14.12.2008

2 Kommentar

  1. Danke für diese Beschreibung, die genau auf den Punkt bringt, was auch ich als Zuschauer dieses Bühnenfeuerwerks empfunden habe. Die Fähigkeit der gesamten Band, das Publikum zu begeistern, mitzureißen und ihre Spielfreude und Spass an der Interaktion herüber zu bringen, sind einfach sensationell.

  2. Also, ich war auch auf dem Konzert und kann nur sagen, für Thomas findet man keine Worte mehr, außer absolut genial. Besser geht nicht. Die Halle hat gebebt unter seiner Musik es ist einfach unbeschreiblich gelungen. Coversongs sind bei ihm keine Coversongs, sondern bilden ein eigenständiges Original, meiner Meinung nach bei DSDS bei allen Titeln besser als das Original.

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