The Voice Of Germany: Die dritte Folge in der Kritik

Scroll this

Eigentlich kann man es in der Redaktion noch immer nicht ganz glauben. Die Frage, ob Deutschland eine weitere Castingshow benötigt hat, kann im Falle von „The Voice Of Germany“ eindeutig mit „Ja“ beantwortet werden.  Auch wenn man Castingshows eher ablehnend gegenübersteht, so ist die neue Sendung auf Pro 7 und Sat. 1 irgendwie erfrischend anders…

Das liegt einerseits natürlich an der, diesmal wirklich fachkundigen Jury, von denen alle ihre Lorbeeren schon verdient haben. Und von denen es eigentlich keiner nötig hätte in der Jury solch einer Castingshow zu sitzen. Ob Nena, The BossHoss, Xavier oder auch Rea: Alle sind aktuell sehr erfolgreich und könnten sogar auf das TV verzichten. Das sie trotzdem mitmachen zeugt von dem guten Konzept, das hinter der Sendung steckt.

Die großartigen Kandidaten tun dann ihr übriges dazu. Die Frage, die sich stellt: Sollte eine zweite Staffel produziert werden, wo nimmt man dann noch einmal so viele gute Sänger und Sängerinnen her? Hat Deutschland wirklich ein derart unerschöpfliches Potential an hochwertigen Vokalisten? Unfassbar, aber derzeit scheint es echt so.

Zum Beispiel das Highlight: Kim Sanders, gebürtige Amerikanerin, sang früher bei Culture Beat (u.a. „Mr. Vain“) und versucht nun eine neue Karriere zu starten. Eine sehr starke Sängerin, bei der man sich fragen muss, warum sie nicht schon viel länger erfolgreich ist. Sie arbeitet nun mit Nena zusammen. So auch Behnam Moghaddam, der zu überzeugen wusste und nun ebenfalls im Team von nena zu finden ist. Er hatte ein Gesangsstipendium und verdient seinen derzeitigen Unterhalt als Tabaktester.

Insgesamt ist es aber eigentlich vermessen einzelne Kandidaten aufzuzählen, denn es waren wirklich alle Teilnehmer sehr gut und es ist kaum möglich, wenn nicht sogar unmöglich, schon jetzt einen Favoriten zu bestimmen. Ab den Battle-Runden wird es richtig schwierig, denn hier muss dann auf ganz, ganz hohem Niveau kritisiert werden.

Und genau hier unterscheidet sich „The Voice Of Germany“ von anderen Castingshows: Es geht hier tatsächlich um Können, um musikalische Fähigkeiten. Viele DSDS-Kandidaten wären hier schon gnadenlos gescheitert. Zwar handelt es sich bei vielen Teilnehmer von TVOG um professionell arbeitende Sänger, die auch zuvor ihr Geld damit verdient haben, aber dadurch bekomen wir eben auch einmal eine hochwertige CAstingshow zu sehen. Und erstmals wird damit gezeigt, dass es auch anders geht: ohne dumme Sprüche, ohne Dieter Bohlen und vor allem ohne die Kandidaten zur Belustigung vorzuladen.

Was haltet ihr von „The Voice Of Germany“? Wie hat euch die dritte Folge gefallen? Lasst euch dazu in den Kommentaren aus und schreibt fleissig mit uns. Eine Liste mit allen Kandidaten der gestrigen Folge, die es in die nächste Runde geschafft haben, folgt weiter unten.

Diese Kandidaten sind in der nächsten Runde

Nena
Kim Sanders
Behnam Moghaddam
Lisa Martine Weller

Xavier Naidoo
Dilan Koshnaw
Rüdiger Skoczowsky
Laura Martin
Vini Gomes
Mic Donet

Rea Garvey
Arcangelo Vigneri

The BossHoss
Colin „C.“ Jay
Shari Fanio

3 Kommentar

  1. Wird da nicht die beste Stimme Deutschlands gesucht? Wenn man die Namen so liest, findet sich da wenig Deutsches! Sollten da etwa die in Amerika, England, Italien, etc. gescheiterten Musiker in Deutschland recyclet werden? Anscheinend kann man es heute nicht mehr ohne Casting-Show schaffen, eine Musiker-Karriere voranzubringen, selbst Leute, die schon eine veritable Musical-, Sanges-Karriere hinter sich haben! Eine größere Fanbase wird nun vom Plattenboss durchs TV eingefordert, um an einen Vertrag zu gelangen. Kein Unterschied zu anderen Casting-Verträgen? Gewiss, die schrägen Vögel werden nicht gezeigt, aber ansonsten fanden sich auch bei anderen Casting-Shows gute Stimmen, ok bei DSDS ist das schon ne Weile her, wenn mittlerweile blutige Anfänger da zum Sieger gekürt werden können ;-)) Insofern verbietet sich ein Vergleich, da hier Musiker ihr Können unter Beweis stellen. Der Hype um den Gewinner wird auch vergehen, sobald eine 2.Staffel anläuft (siehe X-Factor) und dann heißt es erst sich durchbeißen und auf eigenen Füßen weiter vorankommen. Dieses Schicksal bleibt auch den Voic’lern nicht erspart!

  2. Ah, diese ganzen Shows braucht doch keiner. Den ganzen Sendern (wie ProSieben,RTL..) geht es ja nur um die Einschaltsquoten und nicht um Talente. Ich bin der Meinung man sollte seine Zeit nützlicher gestalten z.B. Sport treiben, Freunde treffen oder einfach mal ein Buch lesen!

Kommentar verfassen