Stefan Gwildis – Das norddeutsche Soul-Phänomen mit Making Of zur neuen Platte

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Seit Jahrzehnten beeinflusst der Soul unsere westliche Popmusik und genau zum Beginn der großen Soul-Ära erblickte in Hamburg der Sänger und Songwriter Stefan Gwildis das Licht der Welt.
Und eben genau dieser Stefan Gwildis tritt an, um uns in Deutschland mit SEINEM Soul zu überraschen und zu entertainen.

Angelehnt an die Klassiker seiner großen Vorbilder interpretiert Gwildis jedes Stück neu und mischt seine eigene große Portion Charisma hinein. Seine Stimme erinnert mich zum Teil sehr an Laith Al Deen, manchmal schön kehlig heiser, dann wieder warm und tief. Eine unglaubliche Präsenz, die uns da aus den Boxen entgegen klingt.
Vor allem beschränkt Gwildis sich nicht darauf Songs wie Joni Mitchells „Big Yellow Taxi“ einfach einzudeutschen. Jeder Song wird komplett neu geschrieben, zusammen mit seinem kongenialen Texter-Partner Michy Reincke. Immer in Anlehnung ans Original. Vor allem beachtlich dabei ist, dass Gwildis es schafft die deutsche Sprache so ehrlich und bodenständig zu präsentieren. Nichts ist zu spüren vom üblichen Schlager-Geschmiere, mit dem deutsche Texte so oft in Verbindung gebracht werden.

Und damit komme ich auch direkt auf das einige Manko an Gwildis neuem Album „Wünscht du wärst hier“ zu sprechen. Beim Cover hat sich der Art Director anscheinend keine Gedanken gemacht. Man setzt Gwildis hier in Szene wie einen alten Schlagerbarden, aber das ist er nicht. Schade, denn so wird die richtige Zielgruppe dieses tolle Stück Musik vielleicht einfach im Regal stehen lassen. Wäre mir die CD im Plattenladen begegnet, dann hätte ich mit allem gerechnet, aber nicht mit einer ehrlichen und guten Portion Soul.

Nun gut, dafür sind wir ja auch da, um euch aufmerksam zu machen auf Leute, die man gehört haben muss. Und Gwildis gehört einfach dazu. Besonders schön finde ich auch das kommende Video. Ein kleines Making-Of zum neuen Album „Wünscht du wärst hier“. Stefan Gwildis und Band geben kleine Interviews und einen netten Einblick in die Studioarbeit. Vor allem für Musiker sehr interessant, denn die Platte wurde komplett Live eingespielt. Viel Spaß mit dem Making Of.

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