SROCKT – `S ROCKTE!

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Autor: Acbara / Fotos: Hase

Danke, Herr Godoj!

Am Freitag, dem 12.06., lud die kuschlige Leipziger Parkbühne im Clara-Zetkin-Park zum kleinen SRockt-Festival. Erwartet wurden Alexa Phazer, Jennifer Kae, Eisblume und Thomas Godoj. Die Frage des Tages war: Wegen wem strömten die ca. 2000 Zuschauer hauptsächlich in den zwar kühlen, aber klaren, lindenduftgeschwängerten Spätabend hinaus? Wegen der momentan recht angesagten Eisblume oder wegen des zum Hauptakt aufgestiegen Herrn Godoj? Das Publikum an sich ließ keine Rückschlüsse zu: Teenager und solche, die es noch werden wollen, Männer und Frauen im besten Alter (und deutlich drüber ;-)), Mütter und Väter, Pärchen und Singles…

Zum Aufwärmen spielte Alexa Phazer: Nett; höflicher Beifall. Ähnlich verlief der halbstündige Auftritt von der hübsch anzusehenden Jennifer Kae: Mit ihrer angenehm warmen, wohlklingenden Stimme präsentierte sie eingängigen Schmusepop, der zum Hin- und Herwippen animierte, sich aber nicht in den Gehörgängen festsetzte.

Eisblume: Die Bühne wurde schwarz…und die Kinder- / Teenager-Fraktion erwachte (Aber auch viele Erwachsene wurden munterer und fingen an, das Geschehen auf der Bühne interessierter zu verfolgen und sich warmzuklatschen.). Konträr zu den schwarz gewandeten und –frisierten Musikern und ihrem Frontfräulein schwang sich die helle, klare Stimme des Eisblümchens in den nun blauen Leipziger Himmel. Die ersten drei vier Songs (Darunter das chartgeadelte „Eisblumen“.) klangen irgendwie gleich: Melancholisch – und harmlos. Doch die zierliche Eisblume und ihre Jungs wurden immer rockiger, bis hin zu einem Cover des Omph-Hits „Augen auf!“. Sie kämpften um das Publikum! Und das mit Erfolg! Die jungen Menschen hatten sie eh auf ihrer Seite…Nach ca. 45 min hatten sie tatsächlich das Eis zum Schmelzen gebracht; soll heißen; die Kühle des Abens war nun nicht mehr so spürbar…

Wer glaubte, dass sich nun die Reihen lichten würden, der hatte sich geirrt! ALLE, wirklich alle blieben – es kamen sogar noch einige dazu, als Punkt 21.00 Uhr das Intro der godojanischen Band erschallte. Und als dann Thomas Godoj die Bühne betrat, brach der Jubel los. 's rockt!

’s rockt!

In den anderthalb Stunden, in denen er inbrünstig aus voller Kehle sang, hüpfte, mit dem Publikum kommunizierte und mit seinen fantastischen Musikern herumalberte, kriegte er jeden! Die treuen Fans, die wieder aus der ganzen Republik angereist waren, denen wie immer kein Weg zu weit war, sowieso; aber auch die Eisblumen-Anhänger, die, da sie eh schon Geld ausgeben hatten, einfach mal blieben; die Na-schaun-wir-mal,-was-so-ein-DSDS-Fuzzi-sodrauf-hat-Skeptiker und auch die, die dank der großbuchstabigen Zeitung für lau dabei waren. Spätestens bei „Helden gesucht“ und „Let it be“ musste jeder seine Hände bewegen – und kalt war erst recht niemandem mehr; im Gegenteil! Wer den lieben „Superstar“ erwartet hatte, der wurde enttäuscht! Gerockt wurde, was das Zeug hielt! In der Rockversion ist sogar das eigentlich säuslige „Love is you“ ein richtig toller Song! Und schön, dass auch Tom Fronza mit seinem Didgeridoo wieder mit von der Partie war; das Battle zwischen den beiden Toms ist immer wieder ein kleines Highlight…

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Die Frage des Tages konnte eindeutig beantwortet werden: Thomas Godoj!  Freuen wir uns auf das herbstliche Album und die zuvor ausgekoppelte Single!



 

 

 

 


5 Kommentar

  1. Soooo schön zu lesen!!!!!
    Ich wünschte, ich hätt dabei sein können…, aber du hast mir die Stimmung in Leipzig prima nahe gebracht!!

  2. Vielen Dank für den wunderschönen Bericht. Mit dem wurden alle meine Fragen ( da ich leider diesmal nicht dabei sei konnte) beantwortet. 🙂

  3. So langsam aber sicher wird auch in den Medien aus dem „Superstar Godoj“ der „Rocksänger Godoj“, na endlich. Nicht zu vergessen seine „Godojanische Band“, auch ein guter Begriff!! Danke für Deinen Bericht, supergut geschrieben!

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