Sa DingDing – China’s musikalischer Exportschlager auf dem Weg zu Weltruhm

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Ja, zugegeben, ihr Name ist etwas gewöhnungsbedürftig und auch ihre Stimme ist nicht unbedingt alltäglich. Aber Sa Dingding macht sich derzeit auf den musikalischen Weltmarkt zu erobern.

In der Online-Ausgabe des SPIEGEL wird die junge Mongolin, die in einer Jurte in der mongolischen Steppe bei ihrer Großmutter aufwuchs, auch als Traumfängerin bezeichnet. Diese Bezeichnung verdankt sie vor allem ihren Patchwork-Kostümen. Diese Kleider entwirft Sa Ding Ding komplett selbst.
Die Sängerin wurde irgendwann im Jahre 2006 von chinesischen Talentscouts in Peking entdeckt. Diese hörten ein Demotape von Sa Dingding und nahmen die Künstlerin sofort unter Vertrag.

Sa Dingding konnte mit ihrer eigentümlichen Mischung aus Folklore und Elektrobeats begeistern. Sie mischt mongolische Klänge mit tibetischen, gibt zudem eine Prise Elektronik aus dem PC hinzu. Dazu kommt ihr ebenso eigentümlicher Gesang. Diese Stimme ist schwer zu beschreiben, man muss es selber hören. Sie singt auf Mandarin, Tibetisch, Mongolisch und auch Sanskrit, dabei kann es nicht heilig genug sein.
Sa Dingding erfreut nun die westliche Welt mit Ethno-Folk-Pop vom Allerfeinsten. Ihr Debütalbum „Alive“ verkaufte sich allein in China bisher 2 Millionen Mal.

Auch der Westen ist begeistert, so konnte Sa Dingding kürzlich einen BBC Award einheimsen und Stars wie Paul Oakenfold remixen ihre Songs. Zudem sollte sie sogar auf dem Glastonbury Festival auftreten. Sa Dingding wiederum ist zwar eine sehr gute Künstlerin, aber eben auch ein Produkt des chinesischen Marktes und von Chinas Gnaden. So wurde sie während ihrer Anwesenheit in London auch zum Tibet-Konflikt befragt, gab sich als Pro-Chinesisch zu erkennen und wurde prompt vom Glastonbury Festival ausgeladen…hmm so kann’s gehen. Wie sehr doch die Politik die Musik beeinflusst und nicht umgekehrt 🙁

Anbei dann ein kleines Video mit Sa Dingding und     Viel Spaß mit dem neuen Star der Weltmusik.

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