RTL plant radikalen Umbau von DSDS

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Luca Hänni hat am vergangenen Samstag das Finale der neunten Staffel von DSDS gewonnen… und niemanden interssierte es…

Bei keiner der vorangegangenen Staffeln waren es so wenig Zuschauer wie 2012. Laut diversen Medien lag die Finalquote deutlich unterhalb der 5 Millionen. DSDS startete einst bei mehr als 12 Millionen Zuschauern pro Sendung.

Allerdings gehörte die Show lange Jahre zu einem Zugpferd für den Sender RTL. Kein Wunder also, dass man in Köln an der Sendung festhalten will, zumindest will man DSDS nicht einfach so aufgeben, Daher plant man für die kommende zehnte Staffel einen radikalen Umbau. Alle weg außer Bohlen. Nur der Poptitan darf bleiben. Kein Schreyl, kein Bruce und auch keine heiße Natalie 😉
Zudem soll es ab sofort wieder eine Liveband geben in den Mottoshows und weil zuletzt nur Männer…pardon….Jungs gewonnen haben, wird es ab 2013 genau so viele Mädchen wie Jungen in den Mottoshows geben. Problem an der Sache: Teenie-Jungs rufen eher selten bei DSDS an und voten für ein Mädchen, während die Teenie-Mädchen schwärmen und für ihre vermeintlichen Stars anrufen. An diesem Verhalten von Jungen und Mädchen in der Pubertät wird RTL aber nix ändern können…
Bohlen tauscht aus, macht alles neu.

Dabei ist es aber vermutlich er, der eigentlich ausgetauscht gehört. Denn genau sein Konzept dieser Sendung hat sich überholt. Es liegt nicht an konturlosen Kandidaten, es liegt einzig und allein daran, dass es nicht um echte Talente geht, sondern nur um Geschichten, die man vermarkten kann. Zudem hat Bohlen über die Jahre zu viel Macht bekommen. Er stellt den Siegertitel und zudem beeinflusst er immer wieder Entscheidungen durch seine Aussagen. Bohlen ist DSDS…

Es gab gute Jahre mit Bohlen und sicherlich hat er DSDS zu einer der erfolgreichsten deutschen Fernsehsendungen gemacht, allerdings hat er seinen Zenit überschritten. Zudem scheinen es die Leute einfach satt zu sein, monatelang eine Show zu gucken, um dann einen Gewinner zu sehen, der es maximal zwei Wochen in die Charts schafft.Warum hat man den monatelang mitgefiebert, wenn aus dem vermeintlichen Superstar sowieso nicht ein echter Star wird?

Das Prinzip Castingshow hat sich mittlerweile überholt. Es gab zu viele in zu kurzer Zeit und während in den USA echte Stars geboren werden, sind es bei uns nur Eintagsfliegen. Daher kann man davon ausgehen, dass nicht nur DSDS davon betroffen sein wird. Das Schicksal gilt auch für alle anderen Sendungen dieses Typs.

Erinnert sich noch jemand an die Daily-Talker (Arabella, Hans Meiser, Andreas Türck und Co.)? Mehr als eine Dekade waren sie nachmittags kaum aus unseren Wohnzimmern wegzudenken. Und plötzlich wollte es keiner mehr sehen, Gerichtsshows haben diese Lücke gefüllt. Das gleiche gilt für Castings und DSDS: 10 Jahre waren schön und toll. Nun dürfen neue Formate ran. Auch eine Radikalkur wird unserer Meinung nach DSDS nicht retten können.

Oder was meint ihr? Seht ihr noch eine Zukunft für Castingshows?

5 Kommentar

  1. Mein Vorschlag: alle bisherigen DSDS Sieger in der Jubileumssendung auf ein neues versammeln. Mit ihren eigenen Songs die sie bisher veroeffentlicht haben und dann den wirklich besten Superstar aussuchen 😉

  2. Hallo @Koko: Kurzfristig ist das sicherlich ein netter Gedanke, der das kommende Jahr retten wird. Aber langfristig wird man damit natürlich DSDS nicht neu resetten können.

    Langfristig muss man sich da neue Konzepte überlegen…
    Wobei ich nach wie vor der Meinung bin, dass Castingformate langsam aber sich aussterben.

  3. Von mir war es eher als ein „gutes letztes“ gedacht.
    Dieses Format wird in vielen Laendern dieses Kontinetes bedient die nicht mal so viel Einwohner haben wie viele in Deutschland die Quote ausmachen. Man verschpottet und erniedrigd die jungen Menschen nirgends so wie in Deutschland obwohl es von den glecihen Sender produziert wird. Und wenn man es mit Amerikas Idol vergleicht bemerkt man das es ueberhaupt nicht vergleichbar ist. Gerade von dort kommen dann die nachhaltigen Staars die auch in der ganzen Welt den Durchbruch schaffen.

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