Pete Doherty stellt neues Drogen-Video ins Netz!

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Ich frage mich immer wieder, wie es dieser Typ zu solch einer Bekanntheit gebracht hat. Was hat er dafür getan?
Schon in einem meiner letzten Artikel habe ich mich das ganz öffentlich gefragt. Er kann weder gut singen, noch gut Gitarre spielen, noch sieht Doherty übermäßig gut aus. Und trotzdem hat es der Mann zu Ruhm gebracht, der ihm ganz offensichtlich über den Kopf wächst.

Musikalisch hört man jedenfalls nicht mehr so wirklich viel von dem Frontmann der Babyshambles . Lieber dreht Pete momentan anscheinend Videos. Zusammen mit Amy Winehouse spielt er mit nackten Babymäusen oder er schrammelt in einem Video ein bisschen auf der Gitarre und lässt sein dünnes Stimmchen erklingen.
So zu hören und zu sehen im letzten Video von Pete Doherty.

Nun hat Doherty uns wieder ein Video ins Internet gestellt. Der knapp 4-minütige Videoclip ist betitelt mit dem Namen: „Staff can’t come in this room“ und zeigt den Rocker mal wieder beim Drogenkonsum , wobei auch sonst?
Die wenigen Kommentare bei YouTube sprechen eine eigene Sprache und nicht umsonst wird Pete das Einbetten des Videoclips auf anderen Seiten unterbunden haben.

Mal wieder ein neues Stück Geschichte im Buch Doherty und ich frage mich mal wieder und immer noch: Was hat der Typ Besonderes an sich?
Reicht es schon mit einer blutigen Spritze rumzuschießen? Was bitte fand Kate Moss an diesem Jammerlappen toll?

Macht euch selber ein Bild und schaut euch das skurrile Video bei YouTube an. Was haltet ihr davon?
Sollte jemand von euch den Typen wirklich gut finden, dann würde ich mich über einen Kommentar sehr freuen: Sagt mir, was Pete Doherty für euch zu etwas „Besonderem“ macht. Sagt mir welche Qualitäten er hat, die mir bisher entfallen sind. Vielen Dank.

–> Hier geht es zum neuen Video von Pete Doherty auf YouTube

5 Kommentar

  1. Pingback: Webnews.de
  2. Hallo Whykiki

    Peter Doherty hat mit dem Libertines Album „Up the bracket“ eine der anerkannt besten und einflussreichsten Platten des britischen Rock dieses Jahrzehnts Hervorgebracht. Er hat mit dem Babyshambles Debüt „Down in Albion“ eine Scheibe von seltener Direktheit und Authentizität gemacht auf der selbst ein durchschnittlicher, schludrig produzierter Track wie z.B. „A Rebours“ mehr zündende Ideen enthält als komplette Alben von gefeierten Britpop Bands wie Kaiser Chief’s oder Keane. Auf dem 2007 erschienenen Nachfolger „Shotters Nation“ findet man trotz der für meinen Geschmack etwas zu gefälligen, geglätteten
    Produktion viele wunderbare Songs die Ihre wahre Qualität allerdings oft erst offenbaren wenn man sie als Akustikversion hört. Wenn du dir die Songs von Doherty
    anhörst und dabei auf kompositorische Details und Lyrics acht gibst müsste der Rockliebhaber (so du einer bist) eigentlich erkennen das wir es hier mit einem
    ausserordentlichen Songwritertalent zu tun haben.

    Soviel zum Thema macht Peter Doherty eigentlich Musik? Nun zur Person.

    Ich bin nicht mehr in einem Alter in dem man sich über die Identifizierung mit irgendwelchen Celebritys definiert. Deshalb interessiert mich das Privatleben von Doherty nur peripher und irgendwelche Tabloid-Geschichten überhaupt nicht. Sie sind nicht nur im Falle Dohertys zu 50% frei erfunden während es sich beim Rest um höchstens grotesk entstellte Zerrbilder der tatsächlichen Begebenheiten handelt . Zu glauben man könne aus solchen Geschichten auch nur ansatzweise auf die Persönlichkeit des portraitierten schliessen ist lächerlich und kindisch.

    In seinen Texten und den wenigen Interviews die ich von Doherty gesehen habe hat sich bei mir das Bild eines talentierten, hochfragilen Romantikers (man könnte sogar sagen er steht in Gewisserweise in der Tradition eines Lord Byron oder Baudelaire) gebildet. Er zelebriert es als Libertine (Freigeist aber auch Wüstling) ganz bewusst jegliche Konventionen und Regeln zu negieren, gleichzeitig zeigt er aber auch Ansätze einer manischen Depression und ist ausserdem multitoxisch suchtkrank weshalb er zu unkontrollierbaren Ausbrüchen neigt. Das ist ohne Zweifel eine ziemlich explosive Mischung.

    Komischerweise schafft es dieser laut deiner Meinung taltenfreie Junkie aber offensichtlich trotzdem viele Menschen mit wenigen Zeilen mehr zu berühren als irgendwelche Blogger oder Gossip- Schreiberlinge es mit ihrem gesamten Lebenswerk erreichen.

    Ich finde deshalb Doherty als Unperson, Jammerlappen oder Nichtskönner zu porträtieren erklärt uns wenig über Doherty, allerdings einiges nicht sehr schmeichelhaftes
    über den Verfasser.

    Schöne Grüsse

    Stawrogin

  3. Hallo Stawrogin,

    erstmal vielen Dank für deinen sehr ausführlichen Kommentar.

    Es tut mir leid, wenn ich Pete Doherty vielleicht Unrecht getan habe, aber alles, was ich bisher von ihm gehört habe war der absolute Schrott.
    Ich PERSÖNLICH finde, dass der Typ weder gut singen, noch gut Gitarre spielen kann. Und das sind Sachen, die für mich einfach dazugehören.
    Es mag natürlich auch am Geschmack liegen. Aber das ist ein anderes Thema.

    Die Frage, die ich mir nur stelle ist, was du in diesem Artikel „Schlechtes“ bzw. „Unschmeichelhaftes“ über mich herausfinden konntest?
    Ich habe meine ehrliche und persönliche Meinung kundgetan und das ist doch nicht verboten oder?
    Ich bin wieder engstirnig, noch bin ich intolerant den verschdiensten Musikrichtungen gegenüber. Ich hätte auch was Netteres oder Besseres über Doherty geschrieben, wenn mir seine musikalischen Aktivitäten den Anlass dazu gegeben hätten. Haben sie aber nicht.

    Mag ja sein, dass Doherty ein Freigeist und was weiß ich was alles ist, aber singen kann er trotz allem nicht. Das ist meine Meinung und zu der stehe ich auch.

    Und sollte der gute Pete irgendwann mal ein Album / Song rausbringen, den ich gerne höre, dann werde ich das auch so schreiben. Derzeit tut er das aber nicht, sondern er dreht völlig verkackte Videos (von denen ich eines, falls du es gelesen hast, sogar „fast“ als Kunst deklariert habe, weil mir der Stil persönlich gefiel).

    Wie gesagt: Trotzdem vielen Dank für deinen sehr ausführlichen Kommentar!

    Gruss Whykiki

  4. Hallo Whykiki

    Bitte für den ausführlichen Kommentar – es wird noch schlimmer!

    Der Punkt ist nicht das du der Meinung bist Doherty könne weder Singen noch Gitarre spielen und ihn anscheinend auch für einen miesen Songwriter hältst. Das ist deine Meinung und die sei dir grosszügigerweise gestattet gerade weil du natürlich weißt das viele Punkfans und namhafte Musikjournalisten das etwas anders sehen. Als ernstzunehmender Kritiker müsstest du jetzt nur noch einige Argumente auspacken warum die Musik der Libertines oder Babyshambles völlig für’n Arsch ist. Tust du aber nicht. Stattdessen verlegst du dich darauf Doherty in schönstem Boulevardstil als Jammerlappen oder Nichtskönner zu betiteln. Dabei geht’s mir nicht darum Doherty zu verteidigen, der ist mir nämlich als Person relativ egal. Was ich mit meiner Wortmeldung versucht habe dir näher zu bringen (Stichwort „nicht schmeichelhaft“) ist das eine veröffentlichte Meinung die offensichtlich mehr aufgrund von Berieselung mit irgendwelchem Gossip-Müll denn eigener Recherche zustandegekommen ist, eurer Site meines ehrachtens nicht besonders gut ansteht. Ein bisschen mehr Reflexion wäre da nicht schlecht.
    Ein Beispiel:
    Du fragst dich in deinem Artikel: Was bitte fand Kate Moss an diesem Jammerlappen toll?
    Reflexion würde nun bedeuten sich selbst zu hinterfragen ob vielleicht seine eigene, Mediengestützte Meinung zu Doherty tatsächlich stimmig ist wenn doch eine von dir grosszügigerweise besser eingeschätzte Person wie Moss offensichtlich ein ganz anderes notabene reales Bild Doherty’s hat. Hat der Kerl vielleicht doch etwas das ich nicht erkenne?
    Ähnlich verhält es sich mit den (meistens schon von der Klatschpresse vorkommentierten) Videoschnipseln. Über die Beweggründe Peters, diese zu veröffentlichen kann und will ich nicht spekulieren. Ich glaube aber behaupten zu können ein bisschen was von Videokunst zu verstehen und meiner Meinung nach handelt es sich bei Dohertys „Werken“ bestenfalls um gut gemeinten Dilletantismus . Ähnlich verhält es sich mit seiner Malerei. Wir leben doch aber in einer Welt des gutgemeinten Dilletantentums! Warum sollte also ein berühmter (oder nach dir wohl eher berüchtigter) Rockmusiker keine lächerlichen Videos bei YouTube veröffentlichen wenn es doch Hinz und Kunz genau so tun?
    Weil sich ein kommerzieler Rockstar dies nicht leisten kann! Weil ein kommerzieller Popstar die gut geölte Vermarktungsmaschine nicht mit unüberlegten Lächerlichkeiten ins stottern bringen darf. Genau das ist der Grund warum so viele Teenies Doherty vergöttern:
    Er kümmert sich schlicht einen Scheiss! Es ist ihm völlig egal was Tabloids, Plattenfirmen oder Gratiszeitungsleser davon halten. Hand aufs Herz – haben wir nicht als pubertierende genau das angehimmelt? Den Revoluzzer der ohne Rücksicht auf sich und andere einfach sein Ding durchzieht auf der Suche nach einer für sich persönlich besseren Welt. (Romantiker !?!)

    Zum Schluss wollte ich dir trotzdem für deinen Artikel danken, er hat mich dazugebracht „Down in Albion“ nach längerer Zeit wiedermal anzuhören – einfach eine geile Scheibe !

    Gruss

    Stawrogin

  5. Hallo Stawrogin,

    so langsam komme ich ans Überlegen…die Mühe und Hingabe, die du hier an den Tag legst, ist schon sehr beachtlich. Dir scheint ja richtig was an dem Thema zu liegen. Allein, weil du dir so viel Mühe gibst, habe ich beschlossen mich noch einmal etwas kritischer mit Doherty zu befassen.

    Ich werde mir sein Album noch einmal genaustens zu Gemüte führen (nicht nur du 😉 ). Vielleicht tue ich ihm ja doch Unrecht. Ich werde dann wieder hier darüber berichten. Dabei dann weniger um den Boulvard zu bedienen, sondern um mich ernsthaft seiner Musik zu widmen.
    Und sollte mich das Album überzeugen, dann stehe ich auch dazu und erkenne meine Fehler an.

    Vielen Dank noch einmal für die durchaus kritische Auseinandersetzung mit unserem Blog. Nur so kommt man auch einmal miteinander ins Gespräch. Find ich toll!

    Lieben Gruss Kiki

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