Nachlese: Staffelauftakt von „Deutschland sucht den Superstar“

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Momentan gibt es für unsereins, für Blogger und Redakteure, den absoluten Casting-Overkill. Kaum ein Abend an dem man keine Castingshow im deutschen Fernsehen sehen MUSS. Ja tatsächlich, es handelt es sich dabei wirklich um ein MUSS, denn dies sind die Themen, die unsere Leser eben lesen wollen. Man beisst also in den sauren Apfel…

….und als dann im letzten Jahr „The Voice Of Germany“ startete, war man irgendwie angenehm überrascht. Die können ja alle was und die Jury ist außerordentlich fair und trotzdem unterhaltsam. Es war ein völlig neues Gefühl, solch eine Castingshow anzusehen. Und nun ist da wieder DSDS, die Mutter aller deutschen Castingshows, und nach einem von Bohlen heruntergebeteten Mantra natürlich auch die erfolgreichste Show.
Das mag noch stimmen, aber wie lange noch?

Einst war es so, dass man zumindest bei den Castings gerne eingeschaltet hat. Es war ja doch witzig zu sehen, wie sich da einige zum Vollhorst machen. Keine Frage, Fremdschämen und Schadenfreude gehören bisweilen einfach dazu. Und dann kamen die Stars aus der Jury von „The Voice Of Germany“, allerseits gestandene Musiker, erfolgreiche Produzenten, Menschen vom Fach. Und plötzlich wirkte Bohlen daneben wie ein armseliger Wicht.

Und vor diesem Hintergrund wollen die Kandidaten, die knapp an einer geistigen Behinderung vorbeigeschrappt sind und von Bohlen zum Affen gemacht werden, einfach irgendwie nicht mehr lustig sein.
Nichts passiert in der neunten Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“: Es kommen eben die immer gleichen Deppen und eben auch die immer gleichen, die es in den Recall schaffen: Hübsch, mit einer einigermaßen ordentlichen Stimme und einer möglichst tollen Geschichte im Hintergrund. Hauptsache es wird emotional, die Musik ist da schon längst Nebensache.

„Deutschland sucht den Superstar“ wäre vermutlich auf ewig die erfolgreichste Castingshow im deutschen Fernsehen geblieben, wenn da nicht „The Voice Of Germany“ wäre….oder?!

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