Mass Effect 3: Zum Abschluss gibt Shepard eine Party

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Der Citadel DLC für Mass Effect 3 ist das endgültig letzte Abenteuer für Commander Shepard und seine bzw. ihre Crew. Einmal mehr ist Cerberus Schuld daran, dass Shepard keine ruhige Minute hat – wenn auch auf andere Art und Weise, als wir es bisher gewohnt waren.

Selbst auf Landgang hat Shepard keine Ruhe

Dabei fängt eigentlich alles ganz harmlos an. Die Normandy soll wegen Reparaturarbeiten an der Citadel andocken und Shepard inklusive Crew einige ruhige Tage verbringen, um Kräfte für den Kampf gegen die Reaper zu sammeln. Dazu hat Anderson Shepard sogar sein Apartment auf der Raumstation zur Verfügung gestellt. Doch schon kurz nachdem der Commander seinen Landgang angetreten hat, bricht das Chaos aus: Ein neuer, unerwarteter Gegner, den die Cerberus, die auf den Fortschritt der Menschheit ausgerichtete Organisation des Unbekannten zu verschulden hat, macht Shepard das Leben schwer: Er will nicht nur den Platz des Commanders einnehmen, sondern auch noch die Normandy stehlen.

Mit vereinten Kräften des gesamten Squads gilt es, dies zu verhindern. Wenn das Schiff gerettet und der Gegner aus dem Weg geräumt ist, kann der Landgang endlich beginnen – inklusive einer Party für die Crew in Shepards neuer Wohnung und dem Katerfrühstück am nächsten Morgen. Die Wohnung steht Shepard auch anschließend weiterhin zur Verfügung und kann zumindest teilweise anders eingerichtet werden, außerdem bekommt man Zugang zu einem Kampfsimulator und dem Silver Coast Casino.

Der Abschied hat seinen Preis

Neben einer durchaus gelungenen Story mit einigen überraschenden Wendungen bietet der Citadel DLC die Möglichkeit, sich einzeln und in Ruhe von den Charakteren zu verabschieden, die einem im Lauf der Jahre ans Herz gewachsen sind; auch ein Stelldichein mit dem Love Interest von Shepard bietet der DLC. Außerdem gibt es jede Menge zu Lachen – sei es durch Kommentare der Squad-Mitglieder oder das Hinterfragen der eigenen Person, als der Widersacher Shepard auf dessen teils platte One-Liner hinweist. Auch nimmt Shepard seinem Gegner den Angriff auf die eigene Person erst dann so wirklich übel, als dieser den Weltraumhamster und die Fische aus der Kabine ausquartiert – „Now it’s personal.“ Auch bei der Party gibt es einiges, was den Spieler schmunzeln lässt: so muss sich Shepard einmal mehr wegen mangelnder Tanzkünste hänseln lassen.

Einziger Wermutstropfen ist der Preis: 1200 Microsoft Punkte beziehungsweise 15 Euro kostet das letzte Kapitel der Mass Effect Trilogie mit etwa drei Stunden Spieldauer. Inhaltlich kann man beim DLC durchaus von Fanservice sprechen; es ist zweifellos auch ein weiterer Versuch, die Wogen nach der Aufregung über das Ende von Mass Effect 3 zu glätten. Preistechnisch hätte EA den Spielern jedoch durchaus noch etwas entgegen kommen können.

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