Laith Al Deen macht auf seinem neuen Album „Session“ und arbeitet nach dem Lustprinzip

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Laith Al Deen ist einer der wenigen deutschen Künstler, die mich maßgeblich geprägt haben. Damals, im Jahre 2000 war der Sänger von manchen meiner Bekannten als Naidoo-Kopie verschrien. Demzufolge tat ich mich anfangs auch schwer….bis ich irgendwann im Rausch in einer Diskothek seinen Song "Kleine Helden" hörte. Damals war es so, dass in der betreffenden Disko Fernseher im Eingangsbereich standen und darauf lief einfach stundenlang Viva. Und dort hörte ich den Song zum ersten Mal. Ich war so geflasht und hingerissen, dass ich mir gewünscht habe, der Song würde niemals wieder enden.

Direkt am nächsten Tag habe ich mir dann umgehend sein Debütalbum "Ich will nur wissen" zugelegt. Diese Platte hat mich dann jahrelang begleitet. Als Untermalung beim Lernen für meine Abschlussprüfung, als Chill-Sound während der After-Hour, beim Verliebt- und auch Traurig-Sein und auch als Einschlafmusik. Ich kann nicht zählen, wie oft ich diese Platte gehört habe und wie viele Stunden ich seine Songs beim Autofahren mitgesungen habe. Kurzum: Wenn ich an Laith Al Deen denke, dann verbinde ich damit einen ganz bestimmten und turbulenten Zeitraum meines Lebens. Jeder Ton von "Ich will nur wissen" bringt mich ein Stück weit zurück in diese Zeit.

Nun sind mittlerweile über neun Jahre ins Land gezogen. Aus dem einstigen Debüttanten , der völlig überraschend mit seinem Debüt-Album den kommerziellen Durchbruch erlangte, ist im Laufe der Jahre eine wahre Größe im deutschen Musikbusiness geworden. Heute redet auch keiner meiner Freunde mehr von einer Naidoo-Kopie 😉

2006, sechs Jahre nach seinem kometenhaften Aufstieg , plant Laith erstmals ein Album mit Coverversionen seiner Lieblingssongs zu machen. Das Privatleben kommt ihm diesmal zuvor, es tut sich viel im Leben des Musikers. So viel, dass sich daraus erstklassige Geschichten für ein neues Album machen lassen. 2007 erscheint folgerichtig "Die Liebe zum Detail", die Coversongs müssen noch ein Weilchen warten.
Jetzt aber ist es endlich so weit, Laith Al-Deen hat nach dem Lustprinzip gehandelt und sich endlich ins Studio begeben, um dort seine Idee von einem Album mit seinen Lieblingssongs in die Tat umzusetzen. Herausgekommen ist dabei "Session".

Nur 13 Tage haben Laith und seine Band im Studio verbracht, um dort die Stücke aufzunehmen mit denen Laith aufgewachsen ist und die er liebt. Ganz bewusst hat man im Studio auf sämtliche Eitelkeiten verzichtet, ganz bewusst hat das Album Ecken und Kanten. Und vor allem sollten die Aufnahmen eines machen: Spaß , der auch auf Platte hörbar wird. Das haben sie in jedem Fall geschafft. Frei von irgendwelchen Genres oder musikalischen Gesetzmäßigkeiten haben sich Al-Deen und Band einfach die Stücke rausgesucht auf die sie "am meisten Bock" hatten. Entstanden sind dabei die rockige "Evelin" der Nationalgalerie , Stings "If I Ever Lose My Faith In You" oder auch "Unfinished Sympathy" von Massive Attack . Allein an diesen drei Titel kann man sehen, dass man sich bei "Session" an keinerlei Grenzen gehalten hat. Ein Strauß voller Vielfältigkeit.

Das Nationalgalerie-Cover "Evelin" wird zugleich die erste Single des neuen Albums sein. Der Track steht am dem 8. Mai in den Läden und auch bei Amazon . Das komplette Album "Session" folgt wenige Wochen später am 22. Mai . Dann steht auch dieses neue Werk in den Regalen der Plattenläden und auch bei Amazon .
Derzeit gibt es leider noch kein aktuelles Videomaterial , die Plattenfirma liefert mir dies aber bei Verfügbarkeit sofort nach. Dann werdet ihr das aktuelle Video auch hier sehen können. Als kleinen Tröster am Rande kommt dann hier noch einmal mein Lieblingslied von Laith: "Kleine Helden" . Viel Spaß damit.

Tracklisting "Session" von Laith Al Deen

1. You Gotta Be
2. Evelin
3. If I Ever Lose My Faith In You
4. Luka
5. Winter Sommer
6. This Is Not America
7. Der Sturm
8. I’m On Fire
9. Eiszeit
10. Lay Your Love On Me
11. Oh Yeah
12. Prayer For The Dying
13. It Was A Very Good Year

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