Kritik zu ersten Folge „The Voice Of Germany“

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Braucht Deutschland noch eine weitere Castingshow? Immerhin haben wir davon bereits mehr als genug zu sehen bekommen. Über „Deutschland sucht den Superstar“, „Popstars“…wie auch immer. Und mit „The Voice Of Germany“ nun noch eine? Nein, eigentlich hätten wir keine weitere Sendung dieses Formates haben müssen. Aber trotzdem ist „The Voice Of Germany“ im Genre ein absoluter Lichtblick…

….erstmals geht es nicht darum möglichst viele schlechte Kandidaten lächerlich zu machen und mit möglichst viel Häme zu überschütten. Es geht bei „The Voice Of Germany“ um die Stimme. Ob der Kandidat bzw. die Kandidatin nun nur drei Zähne, fünf Arme oder sonst wen hat, ist dabei völlig egal. Es zählt die Stimme! Nicht mehr, nicht weniger!

Und tatsächlich kann das KOnzept schon in seiner ersten Sendung überzeugen. Was zu einem großen Teil aber auch an der sehr gut gewählten Jury liegen mag. Mit Xavier Naidoo, der sehr kritisch agiert und von seinen Kollegen bereits „Dr. Naidoo“ genannt wird. Oder mit Pop-Ikone Nena, die menschlich ist, aber trotzdem mit viel musikalisch-sachlichem Kalkül an die Sache herangeht. Rea Garvey, der ebenfalls eine genaue Vorstellung der Kandidaten hat. Und die Jungs von BossHoss, die zwar als „Underdogs“ in der Jury sitzen, aber nicht weniger musikalische Kompetenz besitzen.

Sie alle sitzen bei den sogenannten „Blind Auditions“ mit dem Rücken zu den Sänger/innen und lauschen nur der Stimme. Ein Druck auf einen Buzzer dreht den Stuhl des Jurymitglieds um und der Schriftzug „I Want You“ ist zu lesen. Drücken gar mehrere Jurymitglieder, wird es für den Kandidaten/in schwierig. Nun muss man sich entscheiden in welchem Team man arbeiten möchte. Hier liegt ebenfalls der Zeit dieser Show. Die Jurymitglieder treten später als Teams gegeneinander an und somit sind natürlich alle bestrebt nur die besten Kandidaten in ihren Reihen begrüssen zu dürfen.

Und in der ersten Show gab es da schon einige Highlights zu sehen. Charles Simmons etwa oder auch die Sängerin Pamela Falcon. Alles mehr oder weniger halbprofessionelle Musiker, die aber damit das Niveau der Sendung deutlich heben. Eben keine selbsternannten Sangesspezis, die auf halber Strecke verkacken 😉
Mit dabei waren mit Orry und Charlee aus Österreich, sowie Sebastian Deyle sogar einige bekannte Gesichter. Über Charlee haben wir in den letzten Jahren bereits berichtet und Deyle ist als Schauspieler bekannt. Leider musste Orry, der früher in der Boyband „Part Six“ sang, so wie auch Deyle, wieder gehen. Dabei hatte Orry eigentlich eine gute Leistung gebracht. Aber auch das spricht für die Glaubwürdigkeit des Formats: Bei DSDS wären alle durchgewunken worden…

Fazit: Nein, eigentlich brauchen wir keine neue Castingshow, aber trotzdem wusste „The Voice Of Germany“ auf ganzer Linie zu überzeugen. Meinetwegen dürfen sie dafür auch gerne DSDS einstampfen. Oder?!

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