Keine Chance für Lena Meyer-Landrut bei DSDS…

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Wir haben sie nun gefunden: Unseren Star für Oslo! Am letzten Freitag fiel in der ARD die große Entscheidung. Gewonnen hat im Finale die 18-jährige Schülerin Lena Meyer-Landrut, sie setzte sich mit dem Song "Satellite" gegen ihre Konkurrentin Jennifer Braun durch.
Am Samstag darauf suchten Dieter Bohlen, Volker Neumüller und Nina Eichinger hingegen wieder "Deutschlands Superstar".

Beide Formate standen in den letzten Wochen gewissermaßen in Konkurrenz. Glücklicherweise haben sich die Shows jedoch in ihrer Machart und dem Erscheinungsbild grundlegend unterschieden.
Bei DSDS geht es darum, kurzfristig einen Star aufzubauen und sodann schnellmöglich viel Geld mit ihm oder ihr zu verdienen. Bei "Unser Star für Oslo" ging es um die sogenannte "nationale Aufgabe". Hier sollte ein "Star" gefunden werden, der bzw. die gut für uns in Oslo abschneidet und langfristig aufgebaut werden kann.

Trotz der doch klaren Unterschiede fragte die BILD-Zeitung jetzt bei Juror Volker Neumüller nach: Hätte Lena Meyer-Landrut bei "Deutschland sucht den Superstar" eine Chance gehabt? Neumüller ist sich gegenüber der BILD-Zeitung sicher: Lena hätte bei DSDS keine Chance gehabt. Vor allem weil es hier darum geht Songs nur nachzusingen. Nur darum gehe es eben bei DSDS und so prüfe man das Talent der Kandidaten. Lena könne aber keine Songs und Kompositionen nachsingen, ihr Stil ist zu eigen.

Und auch hier zeigen sich deutlich die Unterschiede beider Formate: Während DSDS eigentlich nur "Interpreten" sucht (die eine möglichst vermarktbare und interessante Hintergrundgeschichte bieten), zählt bei "Unser Star für Oslo" dann doch das Gesamtpaket (und vor allem sind hier private Mauscheleien unwichtig). Und hier kann Lena voll punkten. Ausstrahlung und Aussehen stimmen in jedem Fall und auch ihre Art zu singen ist eine ganz eigene.
Im Endeffekt können wir uns also glücklich schätzen, dass Lena sich bei Stefan Raab und nicht bei Dieter Bohlen beworben hat.
Dort hätte man sie schon in den Castings zerfleischt…
Trotzdem wünscht Neumüller der 18-jährigen eine gute Platzierung bei ESC in Oslo am 29. Mai, auch wenn er hinterher schiebt, dass ihre neue Single "Satellite" nicht hundertprozentig Grand-Prix-kompatibel sei…

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10 Kommentar

  1. @Mein Vorredner:

    Jau, da gebe ich dir vollkommen recht, aber leider funktioniert DSDS nur so…schade, aber es ist so..

    Ich fans schön, dass wir in den letzten Wochen bei USFO mal sehen konnten, wie Casting auch sein kann…

    Ich drücke Lena ganz fest die Daumen!

    Kiki // Musiktipps24.com

  2. Lena hat eine ganz eigene Art – trotzdem bin ich etwas kritisch, was ihr Abschneiden beim Grand Prix angeht, denn „Satellite“ klingt schon sehr speziell. Mir hat Jennifers „Bee“ ehrlich gesagt besser gefallen. 😉 Bei DSDS hätte man sie vermutlich ein Stückchen weit mitgelassen, weil sie doch Aufsehen erregt. Auf dem Siegertreppchen hätte ich sie dort aber auch nicht gesehen. Dass Neumüller allerdings behauptet, Talent würde man am Nachsingen erkennen, finde ich schon recht merkwürdig!

    DSDS und USFO sind schon zwei Welten. Trotzdem würde ich mir wünschen, dass allen Casting-Teilnehmern nach der Show die gleichen Chancen eingeräumt werden, was Radiopräsenz angeht. Denn auch bei Bohlens Show gibt es echte Talente, die es verdient hätten, eine Chance in den Medien zu bekommen.

    Was Lena und den ESC angeht: Ich drück die Daumen auch mal kräftig mit!

  3. Für mich wird ein Star, der vorher Künstlerisches aus eigener Karft geschaffen hat. Das Nachsingen von Liedern, die andere ersonnen haben ist für mich bestenfalls Handwerk und keine Kunst. Und so verschwinden die Produkte von DSDS in längstens 6 Monaten wieder aus dem Bewußtsein der Leute. Wir werden sehen, wie es mit Leuten ist, die ihre eigenen Lieder schreiben, wie sie bei Raabs Casting vermehrt aufgetaucht sind. Ihre Behauptungen, Herr Neumüller sind einfach Schutzbehauptungen, um vor Ihren Kandidaten nicht zugeben zu müssen, dass Sie nur Träumer verheizen, aber der Aufbau richtiger Stars Ihnen zu unlukrativ ist, da Sie es hier ja mit schwerer zu lenkenden Individuen zu tun hätten, mit eigenen Ideen. (was ein Kraus !)

  4. Sorry, aber das ist doch nur bla bla. Auch bei DSDS wird der Kandidat gelobt, wenn er den Song „sich zu eigen macht“ und den Songs eine eigene Note gibt (siehe Fady Maalouf). Darin unterscheiden sich die Formate eben gerade nicht, denn auch bei Raab wurde genauso vorgegangen wie bei DSDS. Coverversionen wurden gesungen und bewertet. Nur sind die meisten Kandidaten bei DSDS künstlerisch schlicht gar nicht in der Lage, den Songs einen eigenen Touch zu geben, weil sie Mühe haben, sich überhaupt zu bewegen und dabei die Töne zu treffen…. Bei DSDS ist das Niveau der Kandidaten schlicht bedeutend schlechter. Wie wurde im Spiegel so schön beleuchtet. Raab war für Abiturienten und DSDS für Prolls, verkürzt gesagt. Davon abgesehen ist DSDS ist dieses Jahr unterträglich, weil in den ersten Recalls insbesondere die Kandidatinnen explizit aufgefordert wurden, ihre körperlichen Reizt einzusetzen, was beim Recall zu einem überpeinlichen „wer hat das tiefere Dekoltée und wer hat die größeren T… Wettbewerb führte. DSDS ist echt am untersten Niveau-Ende angekommen und nur deshalb haben sich sicher die meisten Raab-Kandidaten dort bewusst nicht beworben. Herr Neumöller kennt offensichtlich seine eigene Sendung nicht. Ich gucke beides gern, aber man sollte doch die Dinge beim Namen nennen.

  5. @Andreas Deeg
    Da stimme ich dir 100 % zu. Das niveau bei dsds sinkt immer weiter.

    Doch obwohl Lena Meyer Landrut ihren eigenen Style hat. Hat sie die Songs doch auch nicht selber geschrieben, oder etwa doch?

    Und beim Grand Prix wird sie auch net unter den top 10 sein. Weil ihre Musik nicht Mainstream genug ist.

  6. Wenn Leute wie Herr Neumüller in der Musikindustrie mit solchen Meinungen die Oberhand haben, brauchen sich die Major Labels nicht wundern, dass sie den Bach runtergehen. Immer nur nachsingen, also Altbackenes noch mal widerkäuen – so kann man nicht zukunftsträchtig arbeiten!

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