Im Test: Alan Wake angespielt

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Mit Alan Wake ist am letzten Freitag ein Spiel erschiene, von dem viele Menschen lange glaubten, dass es gar nicht mehr auf den Markt kommen würde. Mehr als 10 Jahre haben die Entwickler von "Remedy" an ihrem Spiel gearbeitet und seit dem 14. Mai steht der Titel endlich im Handel. Ich habe Alan Wake angezockt und teile euch an dieser Stelle meine ganz persönliche Meinung mit. Hier findet ihr unseren Test zu "Alan Wake"…
Sehr positiv fand ich in jedem Fall den Spielstart. Mit den Videos und Sequenzen und einer guten Story zieht man den Spieler schnell in seinen Bann. Man ist vom ersten Moment gepackt, wenn Wake seine Geschichte erzählt. Und hier ist eben auch der große Pluspunkt des Spiels zu finden: In der Story selber und in der Art wie sie erzählt wird. Sie geben "Alan Wake" eine spielerische Seele und so macht es dann Spaß das Game zu zocken.

Die Steuerung geht recht leicht von der Hand und ist auch für Anfänger schnell erlernt. Man kann sich kaum vertun. Hin und wieder gibt es ganz kurze Quick-Time-Events bei denen ihr mehrfach einige Tasten drücken müsst, das ist aber eigentlich eher selten der Fall. Linear werdet ihr durch die Spielwelt gelotst und kommt dem Rätsel immer ein Stückchen näher.
Das Spiel ist angelehnt an Serien und aufgegliedert in verschiedene Episoden, die jeweils sogar mit einem Cliffhanger enden. Wenn man dann eine neue Episode beginnt, wird man in Kurzform noch mal eben aufgefrischt: Was ist bisher passiert…
Gerade diese beiden, TV-Serien angelehnte Features, geben dem Spiel noch einen sehr interessanten Aspekt.

Aber es ist eben auch nicht alles Gold was glänzt. Vorweg: Alan Wake ist sicherlich kein schlechtes Spiel, es ist weit besser als viele Spiele, die ich bisher spielen durfte. Aber das liegt zum größten Teil an der Story und kaum am Spiel selber. Man merkt dem Titel seine lange Entwicklungszeit an. Auf der Hälfte des Weges hat man bei Remedy ja umgeplant und aus dem als Open-World angelegten Spiel eine lineare Geschichte gebaut.

Damit ist Alan Wake eigentlich ein Spiel unter vielen. Eine Mischung aus Tomb Raider und Heavy Rain, meinetwege Resident Evil. Nichts besonderes eben. Mir stellt sich die Frage: Woran hat man da so lange gearbeitet? Nur die Geschichte wird doch nicht so ewig gedauert haben.
Vor diesem Hintergrund betrachtet, enttäuscht "Alan Wake" dann, denn nun wird aus einem Most-Wanted-Titel ein gewöhnliches Spiel ohne große Höhepunkte. Leider!
Vielfach ist die Grafik veraltet und das sieht man in den Sequenzen. Die deutsche Synchronisierung ist teilweise grottenschlecht und sieht dazu noch schlecht aus. Die Figuren bewegen ihren Mund beispielsweise, wenn keiner spricht.
Weiterhin zieht der Schwierigkeitsgrad unfair an, das Spiel wird immer und immer schwerer. Was zwar eigentlich kein Problem darstellt, an manchen Stellen aber so wirkt, als hätten die Entwickler auf diesem Wege das Spielerlebnis künstlich verlängern wollen.
Auch zu bemängeln ist, dass es wenig Vielfalt bei den Gegnern gibt, immer wieder kommen die gleichen Angreifer, die im späteren Verlauf einfach immer mehr werden. Auf Dauer laaaangweilig…

Mein Fazit: Ich bin geteilter Meinung. Ohne den Hype betrachtet ist "Alan Wake" ein tolles Spiel mit einer guten Geschichte, die das Spiel erst spielenswert macht. Im Detail betrachtet und mit dem Hype im Hintergrund, wird "Alan Wake" den Vorschusslorbeeren dann nicht gerecht.
Ich spreche an dieser Stelle keine Kaufempfehlung aus, das Spiel ist gut, keine Frage, aber meiner Meinung nach, reicht es aus, wenn man sich das Spiel bei einem Kumpel oder in der Videothek ausleiht, durchzockt und wieder abgibt.
Auch wenn es manch einem weh tun wird, aber ich finde das Spiel ist seine 70€ einfach nicht wert. Der Wiederspielwert ist einfach zu gering und mit ca. 20 – 30 Stunden Spielspaß ist das Spiel auch nicht sonderlich lang….
Ein Pluspunkt, den ich erwähnen möchte, ist aber in jedem Fall die Story. Für sie lohnt sich das Game wieder, man fiebert mit und will die ganze Zeit wissen, was dahintersteckt. Also….ausleihen gehen…. 😉

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