Facebook-Gruppe gewinnt Kampf um die traditionellen englischen Weihnachtscharts

Rage Against The Machine gewinnen im Kampf um die britischen Weihnachtscharts gegen den X-Factor-Sieger Joe McElderry. Zu diesem Kampf David gegen Goliath hatte eine in Facebook gegründete Gruppe aufgerufen. Damit ist bewiesen, dass große Massen im Internet durchaus etwas bewegen können.

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Die englischen Charts haben Tradition zu Weihnachten. So wie man in Deutschland oftmals am heiligen Abend Kartoffelsalat und Würstchen isst, gehören die Single-Charts in England zum Fest einfach dazu. Diese Tradition hat seit den 60er Jahren Bestand. In den letzten Jahren wurden die Weihnachtscharts immer von den Gewinnern der Casting-Show X-Factor dominiert. Eine Facebook-Gruppe wollte dies nun ändern…

Die Macher der Sendung haben gerade in den letzten Jahren immer wieder dafür gesorgt, dass das große Finale von "X-Factor" kurz vor Weihnachten startet. So war die Chance, dass der Siegertitel auf Platz 1 der Single-Charts zu finden war mehr als hoch. Und bisher ist diese Formel immer aufgegangen.
Nun allerdings hat eine in Facebook gegründete Gruppe einen Angriff auf die X-Factor-Single vorgenommen.
Gestartet wurde die Aktion von Tracy und Jon Morter. Entgegen einiger Behauptungen, dass die beiden speziell Juror Simon Cowell schaden wollen, liessen sie in einem offiziellen Statement nun verlauten, dass sie nun nach vielen Jahren X-Factor endlich mal wieder etwas anderes zu Weihnachten hören möchten. Mit Cowell selber habe die Aktion rein gar nichts zu tun.

Zahlreiche Fans in Großbritannien unterstützen diese Aktion, manche Radiosender gingen sogar so weit und spielten den Gegner-Song von Rage Against The Machine jede Stunde.
Die Morters hatten dazu aufgerufen den Song "Killing In The Name" von Rage Against The Machine zu kaufen und diesen somit an die Spitze der englischen Single-Charts zu katapultieren.
Gitarrist Tom Morello von Rage Against The Machine nannte die Aktion "herzerwärmende Dosis Anarchie". Und diese Portion Anarchie hat es nun tatsächlich geschafft zu gewinnen. Auch wenn der X-Factor-Juror sich in Sicherheit wog, das Rennen haben Rage Against The Machine nun gegen den X-Factor-GewinnerJoe McElderry gemacht.

Erstmals wurde damit auch bewiesen, dass man mit einer großen Masse im Internet durchaus etwas bewegen kann. Diesmal ging es nur um die englischen Charts, aber da ist in Zukunft sicher noch weitaus mehr drin.
Gleichzeitig ist dies in gewisser Weise allerdings auch ein Bekenntnis gegen die zahlreichen Casting-Shows. Nicht nur in Deutschland haben die Menschen diese Shows mittlerweile satt (mehr dazu auch hier).

Die Initiatoren Tracy und Jon Morter bestanden dauerhaft auf der Ernsthaftigkeit ihrer Kampagne und sammelten in diesem Zuge knapp 12.000 Pfund, das Geld soll der Wohltätigkeitsorganisation "Shelter" zukommen. Auch Rage Against The Machine ließen verkünden, dass sie die Gewinne aus den Single-Verkäufen einem guten Zweck zur Verfügung stellen wollen. Zudem wird die Gruppe zum Dank ein kostenloses Konzert in UK spielen, für alle Fans, die den Sieg möglich gemacht haben.
Mit dieser Aktion haben Rage Against The Machine nun übrigens ihren ersten Nummer 1-Hit in England…

In diesem Sinne: Frohe Weihnachten Großbritannien!

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