Eurovision Song Contest 2013: Keine Castingshow mehr, keine neue Talente

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Die ARD und das öffentlich-rechtliche Fernsehen im Allgemeinen, hat in den letzten drei Jahren Mut bewiesen. Mit der Zusammenarbeit von Pro Sieben, Stefan Raab und der ARD kam frischer Wind in die Eurovision’s Szene und erstmals seit mehr als zwei Jahrzehnten konnte Deutschland wieder siegreich sein.

Also hielt man zuletzt an dem Konzept fest, neue, unverbrauchte Talente mit Hilfe einer Castingshow zu suchen. Roman Lob war der Sieger in diesem Jahr, konnte jedoch den Titel nicht wieder nach Deutschland holen.
Nun will die ARD wieder einen Scritt zurückgehen. Es wird im kommenden Jahr keine Casting-Show „Unser Star für Malmö“ geben, sondern eine große Liveshow in der namhafte Künstler und auch Newcomer antreten sollen.

Ins Rennen geschickt werden die Stars von den Plattenfirmen, womit man dann im Endefekt wieder dort angekommen ist, wo man im Jahre 2001 schon einmal stand.
Man kann den Verantwortlichen allerdings nur wünschen, dass sie diesmal auch ein glückliches Hädnchen beweisen. Lachnummern wie der Münchner Mooshammer haben auf einem Eurovision Song Contest nichts zu suchen. Man sollte also tunlichst vermeiden wieder Klamauk auf die Bühne zu bringen. Ebenso vermieden werden sollte eine Entscheidung, die ausschließlich nach finanziellen Gesichtspunkten seitens der Plattenfirmen getroffen wird.

Laut ARD-Unterhaltungskoordinator und Grand-Prix-Beauftragtem Thomas Schreiber, will man sich am „Melodifestivalen“ aus Schweden orientieren, das dort schon lange einen hohen Stellenwert hat.
Hier gibt es ein großes Festival, das durch verschiedene Stätten in Schweden zieht, mit mehreren Runden und dort werden nahezu alle Songs aus dem Vorentscheid sehr populär und landen auch in den Charts. In Deutschland startet man jedoch 2013 mit einer abgespeckten Version und nur einer großen Show, ohne Vorrunden und weiteren Finals.

Abgestimmt wird aber trotzdem moderner als vor vielen Jahren: Man wird sich auch im kommenden Jahr auf die Zuschauer verlassen. Ein Drittel der Abstimmung entfällt auf Votings im Internet, ein Drittel wiegt das Urteil der Jury und das letzte Drittel liegt in den Händen der Fernsehzuschauer, die natürlich ebenfalls voten können.
Stefan Raab wird nicht als Moderator tätig werden, allerdings wird vermutet, dass der ESC-Guru im kommenden Jahr in der Jury sitzen wird.

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