DSDS – Die erste (Mottoshow) „Wer kommt in die Top 10?“

10 Kandidaten haben es von der gestrigen ersten Liveshow bis in die erste Mottoshow von "Deutschland sucht den Superstar" geschafft. Bei uns findet ihr alles zur Sendung auf einen Blick.

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Und mal wieder DSDS…auch gestern Abend habe ich erneut vor dem Fernseher verbracht und mir die erste Live-Show von „Deutschland sucht den Superstar“ angesehen. Eigentlich war das ja in dem Sinne noch keine der „richtigen“ Mottoshows, sondern erst einmal nur Geplänkel unter dem „Motto“: „Wer kommt in die Top 10?“.
Egal, Mottoshow hin, Motto her…zu sehen gab es das „übliche Verdächtige“. DSDS bleibt beim altbewährten Rezept…

Einmal mehr hat sich nun aber dargestellt unter welchen Vorzeichen die Show steht. Wir haben uns ja zuletzt eher kritisch gegeben und das bleiben wir auch weiterhin.
Einige Entscheidungen in den Recalls waren durchaus fragwürdig und ebenso viele waren es auch nun in Live-Show-Nummer 1.
Völlig unverständlich ist mir nämlich, dass die Jury sich in der Tat für Marcel Pluschke entscheiden hat. Sein holpriger und grenzpeinlicher Auftritt mit „Country Roads“ auf einem Rodeo-Bullen hat für mich einen der Tiefpunkte von „Deutschland sucht den Superstar“ markiert. Das kann doch nun wirklich keiner mehr ernst nehmen, oder?
Genau wie das gekünstelte Pseudo-Understatement von Ines Redjeb, die sich ebenfalls der Gnade des Pop-Titanen erfreuen konnte. Auch das blonde Busenwunder Steffi Landerer wurde von der Jury in die nächste Runde gewählt.
Angeblich, so ließ Bohlen während der Sendung wissen, hätten diese Entscheidung die Zuschauer gefällt. Angeblich seien die drei laut Telefon-Voting auf Platz 8, 9 und 10 gelandet. Aha…

Weiterhin wurde meine Meinung bestätigt, dass man Sänger wie Dirk Petry oder auch Naomi Marte nur mitgenommen hat, damit es ein bisschen „Kanonenfutter“ für die erste Live-Show gibt. Unterirdische Gesangsleistungen haben ihren Weg begleitet.
Es müssen ja nun mal Kandidaten rausfliegen…

Mehrzad Marashi, Menowin Fröhlich und auch Nelson Sangare lieferten jeweils gute Performances ab, daran gibt es weder etwas auszusetzen, noch zu rütteln.
Daher wundert es mich umso mehr, dass man so auch die „schwächeren“ Kandidaten setzt. Das Trio hat eigentlich keine Schützenhilfe seitens der Redaktion nötig.
Insgesamt traten gestern 15 Kandidaten an, von denen es schlussendlich 10 Stück in die erste Mottoshow am kommenden Samstag geschafft haben. Hier findet ihr die Liste mit den 15 Teilnehmern der gestrigen Mottoshow „Wer kommt in die Top 10?“

Manuel Hoffmann: ‚You Don’t Know‘ von Milow
Maria Valencia: ‚Let’s Get Loud‘ von Jennifer Lopez
Céline Denefleh: ‚Symphonie‘ von Silbermond
Naomi Marte: ‚Irgendwie, Irgendwo, Irgendwann‘ von Nena
Steffi Landerer: ‚I Love Rock N Roll‘ von Britney Spears
Menowin Fröhlich: ‚I’ll Be There‘ von Jackson 5
Kevin Reichmann: ‚Senorita‘ von Justin Timberlake
Nelson Sangaré: ‚Let Me Love You‘ von Mario
Marcel Pluschke: ‚Country Roads‘ von John Denver
Helmut Orosz: ‚Summer Of 69‘ von Bryan Adams
Ines Redjeb: ‚Release Me‘ von Agnes
Thomas Karaoglan: ‚My Girl‘ von The Temptations
Mehrzad Marashi: ‚Und wenn ein Lied‘ von Söhne Mannheims
Kim Debkowski: ‚Can’t Fight The Moonlight‘ von LeAnn Rimes
Dirk Petry: ‚Yesterday‘ von The Beatles

In die erste Mottoshow bei DSDS 2010 am 20.02.2010 schafften es:

  • Menowin Fröhlich
  • Steffi Landerer
  • Mehrzad Marashi
  • Nelson Sangare
  • Manuel Hoffman
  • Ines Redjeb
  • Marcel Pluschke
  • Kim Debrowski
  • „Der Checker“ Thomas Karaoglan
  • Helmut Orosz

… und hier noch ein paar ergänzende Bemerkungen von Cat:

Das Wichtigste hat Kiki ja nun schon geschrieben, aber hier folgt nun noch ein kleiner Abriss aus der weiblichen Perspektive. Es ist erst die erste Live-Show, aber schon geht mir der Herr Moderator – Marco Schreyl, der Unvermeidliche – mit seinen Sprüchen gehörig auf den Senkel. Den ersten Auftritt hatte die eigentlich nicht unsympathische Steffi. Diese kann zwar nun wirklich nicht singen, aber ihre größten „Talente“ weiß sie mittlerweile auszuspielen. In knappen Lederklamotten darf sie sich auf einem Motorrad räkeln, liefert einen der wohl heißesten Auftritte überhaupt seit Bestehen der Show ab, und dann geht’s los: Schreyl fragt sie nach dem Auftritt, ob ihre beiden Brüste denn auch Namen hätten wie die von Pam Anderson. *schluck* Okay, wir sind ja noch ganz andere Sachen gewöhnt… Abmoderation Steffi von Schreyl: „Das war der Lattenkracher für die Jungs…“ *wurgs* Dieter Bohlen stößt ins gleiche Horn: Er hätte sich gewünscht, das Motorrad zu sein. Wenn es wirklich diese Sprüche sind, auf die das Publikum steht – dann gute Nacht, Deutschland.

Zur Entspannung gibt es einen netten Trailer von Manuel, und wir erfahren, dass seine Oma ihm den passenden Ohrring zum Auftritt ausgesucht hat. Süß, oder? Seine Leistung ist recht gut. Das Bryan-Adams-Double  Helmut gesteht: „DSDS ist mein neues Leben!“ Na dann… willkommen in der Welt des Scheins. Das Kraftpaket singt – welch Überraschung – einen Bryan-Adams-Song. Passt natürlich wie Arsch auf Eimer. Stimme gut, Performance passt auch. Netter Kerl, aber das Dauergrinsen wird mir langsam zu viel. Wenn man von der Vergänglichkeit der Jugend singt und ein bisschen Wehmut im Text liegt, darf man auch mal ein paar Sekündchen ernst gucken, oder??? Und wieder der Schreyl mit einem ach wie einfallsreichen Spruch: „Willkommen in der DSDS-Seniorenabteilung…“ Tja, man reiche dem Jungen den Krückstock, immerhin ist er schon 30 – und immer noch recht rüstig… DSDS macht übrigens schlau, denn beiläufig erfahren wir, dass Nina Eichinger keine Waldorfschule besucht hat. Da wirkt Volker Neumüllers Urteil schon sehr kreativ: „Deine Stimme ist eine Waffe – Du hast die Bude auseinandergenommen!“ Trotzdem freue ich mich darauf, Helmut auch mal mit einer langsameren Nummer zu hören, denn ich denke, er hat mehr Facetten als nur die Rockschiene.

Zwischen den Auftritten setzt sich Schreyl mal in das Häufchen der Kandidaten und fragt in die Runde: „Wer sind die richtig Guten hier?“ Erst kommt keine Reaktion. Oha… HALLO! Das seid doch IHR! Den nächsten Auftritt liefert Maria Valencia. Offenbar ist die DSDS-Damenriege etwas aufgescheucht worden durch Steffis Freizügigkeit bei den Fotos für ein großes deutsches Boulevard-Magazin: Im scharfen silbernen Minikleidchen stakst Maria noch etwas unbeholfen auf Mega-High-Heels auf die Bühne; während des Auftritts versucht die Kamera eine Einstellung auf das Unterhöschen zu erhaschen. Zumindest war die Performance offenbar scharf genug, um Volker aus dem Gleichgewicht zu bringen: Er bekennt, dass er wegschauen musste, um sich auf den Gesang konzentrieren zu können. Dieter Bohlen gesteht, dass er seinen Höhepunkt gehabt hätte, und Maria Valencia gesteht, dass sie sterben wolle, wenn sie nicht weiterkäme. Na na, wir wollen doch nicht übertreiben…

Dann folgt eine Augenweide – und zwar für die Damen. Nelson Sangaré arbeitet auch als Model und weiß, wie Feinripp-Unterhemden wirken können, wenn sie in der richtigen Größe (eng) und vom richtigen Mann (Nelson) getragen werden. Im Trailer liegt der Focus dann auch rein zufällig auf seinem Waschbrettbauch. Die ihm von der Jury im Recall unterstellte „subtile Aggressivität“ ist jedenfalls ein Witz! Nelson liefert einen perfekten Auftritt: Stimme, Outfit und Performance – alles stimmt. Nur die Kopfstimme könnte er noch etwas üben. Nina Eichinger ganz korrekt: „Du bist einfach klasse!“ Im Gegensatz zur frechen Akkordeonlady Naomi. Die verhunzt Nenas „Irgendwie, irgendwo, irgendwann“ leider ziemlich, da nützt es auch nichts, dass sie ihre weiblichen Reize hin und her schüttelt… Entschuldigung der kessen Göre: „Ich bin krank.“ Dieter Bohlen fühlt sich durch ihr Outfit zumindest an Victoria Beckham vor deren Schönheits-OP erinnert – aber ob das jetzt wirklich ein Kompliment ist?!?

Als „Dr. Jekyl and Mr. Hyde“ wird Cowboy Dirk Petry verkauft. Nach seinem Auftritt mit „Yesterday“ muss ich ihn leider endgültig Letztgenanntem zuordnen, zumindest musikalisch. Als Parodie nicht spaßig genug, um ernst genommen zu werden, nicht gut genug gesungen. Das Outfit: Eine Mischung aus Blues Brothers und Udo Lindenberg. Und zur Performance wieder ein Bohlenspruch, wie er im Buche steht: „Sieht aus, als ob ein paar Mäuse an Deinen Eiern knabbern würden.“ Zum Glück kommt anschließend Menowin Fröhlich. Schreyl über die weidlich medial ausgeschlachtete Vergangenheit des Kandidaten: „Wir haben einmal die große Reset-Taste gedrückt.“ Falsch, Herr Schreyl: Die hat Menowin selbst gedrückt. Und ich nehm ihm das ab. Er kann sich gut artikulieren und ist nicht auf den Kopf gefallen. Vor allem aber kann er singen. „I’ll be there“ zelebriert er mit weißem Soul in der Stimme – ein starker Auftritt, der von der Jury frenetisch gelobt wird. Zurecht.

Auch Kevin zeigt, was er kann. Songs von Justin Timberlake sind nicht einfach – man erinnert sich mit Grausen an Benny Herd in Staffel 5, der selbigen covern musste auf Wunsch von Jurorin Anja Lukaseder – und gnadenlos scheiterte. Nicht so Kevin. Der kann’s und tanzen kann er auch noch. Super Show! Bohlen will ihn aber lieber in die Schmuse-Abteilung abschieben. Bitte nicht! (wie sich später herausstellt, wird es aber sowieso nicht mehr dazu kommen – eigentlich schade), und überlegt, ob Kevin den Tanzlehrer für DJ Bobo geben könnte. Céline singt „Symphonie“ von Silbermond. Die Passage „… es ist besser, aufzugeben“ scheint ein Omen zu sein. Das Mädel hat eine nette Ausstrahlung, aber wie Bohlen korrekt bemerkt: „Der Knuddelfaktor ist höher als der Gesangsfaktor.“ Über Marcel Pluschke schreibe ich lieber nicht so viel. Der „Ungeküsste“ kann in meinen Augen (besser: Ohren) einfach nicht singen, und wenn der Papa sagt, Marcel sei ein „Träumerle“, hilft mir das bei der Suche nach dem „Superstar“ auch nicht grade weiter. Bei seiner Interpretation von „Country Roads“ hörte ich vor allem die Stelle „… take me home“ besonders intensiv heraus. Aber Fernseh-Deutschland sah das wohl anders.

Kims Hobby ist Schminken, das tut sie stundenlang mit Leidenschaft. Naja, jedem Tierchen sein Plaisierchen… Sie hat sicher eine gute Stimme und weiß, was sie will, aber ihr Auftritt in der Top15-Show hat mich persönlich nicht vom Hocker gerissen. „Can’t fight the moonlight“ kam einfach etwas lahm rüber. Ines Redjebs Stimme ist lange nicht so stark wie die von Kim, aber sie ist vor allem ein Augenschmaus für die männlichen DSDS-Gucker. Sie erhält die Empfehlung von Bohlen, noch an ihrer Stimme zu arbeiten. Das muss sie auch – Aussehen allein wird ihr sicher nicht auf den Thron helfen. „Checker“ Thomas wird von Schreyl als „sympathischer, hemmungsloser Angeber“ bezeichnet – endlich mal ein Spruch, der passt. „My girl“ hat Unterhaltungswert, mehr auch nicht. Ein Kandidat, der vermutlich irgendwann nach ein paar Mottoshows und zahlreichen Liebeserklärungen der Zahnspangenfraktion winke-winke sagen wird.

„Save the best for last“ heißt es ja so schön – die Startnummer 15 geht an Mehrzad. „Und wenn ein Lied…“ von den Söhnen Mannheims interpretiert er auf seine Weise, und mit den Aussagen der drei Jury-Mitglieder habe ich meinen DSDS-Top15-Abriss dann auch beendet – ich stimme hier den dreien voll und ganz zu.

Dieter Bohlen: „Du hast der Show die Krone aufgesetzt.“

Nina Eichinger: „Du bist ein Vollblutmusiker.“

Volker Neumüller: „Der richtige Typ mit dem richtigen Lied auf der richtigen Bühne.“

5 Kommentar

  1. Eure Glossen sind immer eine heftige Attacke auf meine Lachmuskeln! Ich kann nur jede einzelne Zeile unterschreiben – bitte bleibt so kritisch (und witzig)!

  2. Die Show war wirklich super….Vor allem Menowin hat eine Hammer Stimme. Wenn er singt, dann bekomme ich Gänsehaut und will gar nicht, dass er aufhört. Auch Mehrzad ist total super. Wie schön wäre es, wenn die beiden als Duo gewinnen würden…Allerdings ist Menowin mein absoluter Favorit!!!

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