DSDS 2012 – Die zweite Mottoshow: Die schöne Silvia ist raus

Die 2. Liveshow im Überblick. DSDS hat sich "Party Hits" vorgenommen, und Dieter Bohlen wandelt sich vom Pop- zum Party-Titan. "Heute bleibt kein Auge trocken", verspricht Moderator Marco Schreyl, nicht ohne zu erwähnen, dass die Leitungen von Anfang an offen sind, um für den Favoriten anzurufen. Was heißen soll, dass auch beim Eintreffen der nächsten Telefonrechnung bei vielen Fans die Augen nass werden dürften. Der Einmarsch der Kandidaten erinnert an den Einzug der Gladiatoren.

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Die 2. Liveshow hat sich „Party Hits“ vorgenommen, und Dieter Bohlen wandelt sich vom Pop- zum Party-Titan. „Heute bleibt kein Auge trocken“, verspricht Moderator Marco Schreyl, nicht ohne zu erwähnen, dass die Leitungen von Anfang an offen sind, um für den Favoriten anzurufen. Was heißen soll, dass auch beim Eintreffen der nächsten Telefonrechnung bei vielen Fans die Augen nass werden dürften. Der Einmarsch der Kandidaten erinnert an den Einzug der Gladiatoren.

Der auf Schlager spezialisierte Kristof Hering macht den Anfang. Heute allerdings wagt er sich an den brasilianischen Hit von Michel Telo. Naja, das ist ja auch irgendwie Schlager, nur auf portugisisch. Outfit schrecklich – die grün-schwarze Hose ist ein No-Go, Stimme anfangs etwas trocken, die Aussprache flüssig, aber halt „teutonisch“. Kristof hat eine tolle Stimme, aber hier klingt er zu angestrengt, auch wenn er das Flirten mit Publikum und Kamera voll drauf hat. Dazu kommt, dass er von den brasilianischen Tänzerinnen größentechnisch förmlich „verschluckt“ wird. Bruce Darnell freut sich für Kristof, denn er fand die Performance sehr gut. Natallie Horner bescheinigt ihm ebenfalls einen super Auftritt. „Du bist echt ein Steher“, lobt Dieter Bohlen, der Kristof Mut bescheinigt. „Ich hab’s genossa, genossa“, meint er.

Fabienne Rothe hat einen süßen Zahn – der Trailer verrät, dass sie auf Schokolade steht. Und die Mama verrät, dass ihre Tochter „tonnenweise“ von dem Zeug verdrückt. „Jungle Drum“ ist ein klassischer Party-Hit, und Fabiennes Outfit mit vielen bunten Federn ist sehr hübsch. Stimmlich keine große Herausforderung, nett gesungen, aber ohne große Leidenschaft. Schade, dass sie bei dieser gepfefferten Nummer kaum Bewegung zeigt. Bruce ist hingerissen – er sieht eine Entwicklung vom „kleinen Mädchen“ zur „kleinen Frau“. Aha. Natalie liebt Fabiennes Outfit und sieht eine Entwicklung. „Mit Gesang hatte das relativ wenig zu tun“, lautet das vernichtete Urteil von Bohlen. Kritik muss eben auch mal sein, selbst wenn das Outfit der Hammer ist!

Jesse Ritch interpretiert Chris Brown und ist voll und ganz in seinem Element. Der pinkfarbene Anzug, den er trägt, dürfte vollste Zustimmung bei seinem größten Fan Bruce Darnell finden. Saubere Leistung, sehr gute Stimme, die auch nicht groß unter der – im Gegensatz zu Fabienne – gezeigten Tanzperformance leidet. Bruce muss sich „würklüch, würklüch bei Dür beherrschen“. Natürlich vor Freude: „Starquality, Starquality, Starquality!“, bescheinigt der Juror dem Jungen. „Was für eine Ausstrahlung auf der Bühne!“, schwärmt auch Natalie. Dieter freut sich, dass Jesse mal die Sau rausgelassen hat und sowohl eine sensible Seite hat als auch abfeiern kann.

Die hübsche Silvia Amaru hat ihr Gesangstalent vom Papa geerbt. „Sei forte“ hat er ihr immer empfohlen, „sei stark“. Das hat sie sich mittels Henna-Tattoo mit in die Show genommen. Mal sehen, wie sie sich mit „On the Floor“ schlägt. Der Anfang ist etwas wackelig, aber die Frau ist definitiv ein Hingucker. Leider ist ihre Stimme nicht die stärkste, und dieses Mal gehen auch zahlreiche Töne daneben. Das war leider nix, Frau Amaru – da hilft auch die scharfe Show nix. „Wahnsinnig interessant, tolles Mädchen“, meint Bruce. Aber die Performance hat ihm nicht gefallen. „Du musst mehr riskieren!“ Natalie lobt erst einmal, dass Silvia mehr aus sich rausgekommen ist. Optisch eine Orchidee, ansonsten eher ein Mauerblümchen sei Silvia, meint Dieter. Ihr fehlt in seinen Augen die Power.

Luca Hänni aus der Schweiz hat jetzt schon den Ruf des Teenie-Schwarms. In der ersten Mottoshow groovte er sich gefühlvoll in die Herzen der jungen Mädels. Der Bieber-Hit „Baby“ entspricht voll der angepeilten Zielgruppe. Aber irgendwie hört sich das halt ganz ähnlich an wie letzte Woche. Eigentlich schade, denn Luca hat mit Sicherheit mehr drauf als das seichte Teenie-Geheule. Stimmlich gibt es gar nichts auszusetzen, auch die Performance ist gut. Fürs nächste Mal bitte mehr Abwechslung, Herr Hänni! Eine clevere Entscheidung nennt Bruce die Titelauswahl. Ihm gefällt auch die Performance und überhaupt alles an dem Auftritt, und Lucas CD würde er sofort kaufen. Natalie fand’s auch toll, aber sie wünscht sich noch mehr Performance. „Entweder man hat’s – oder man hat’s nicht“, meint Dieter. Luca hat’s.

Um eine Erfahrung reicher ist Daniele Negroni seit der Vorwoche. Denn da steckte der Sunnyboy Kritik ein, weil seine Auftritte sich doch zu ähnlich waren. Jetzt will er es besser machen und hat sich Kid Rocks Schlag-mich-tot-Sommer-Sonne-Hot-Pants-blonde-Mädchen-Nummer „All Summer long“ vorgeknöpft. Die lockere Stimmung des Stücks kommt gut rüber, die Nummer passt auch gut zu Danieles kratzig-frecher Stimme. Zum Glück bleibt das Bewegungstalent nicht ewig im Motorboot hocken, sondern kriegt doch noch etwas Auslauf auf der Bühne. Guter Auftritt, der gute Laune macht! „Man kann sagen, Du bist wieder nach Hause gekommen“, lobt Darnell. Das etwas Dreckige, Rockige findet er klasse. Auch Natalie ist rundum zufrieden. „Man wundert sich wirklich, dass aus einem 16-Jährigen eine Stimme kommt wie ein Nikotinpflaster“, lobt Dieter Bohlen. „Du bist wirklich zurück im Wettbewerb, das war die richtige Nummer für Dich!“

Als nächstes tritt das Mädchen mit der stärksten weiblichen Stimme der Show auf, Vanessa Krasniqi. Die ist nach eigenen Angaben eine große Tierfreundin und sorgt dafür, dass die Kandidaten-Villa Zuwachs durch ein kleines Kaninchen bekommt. Das durfte aber daheim bleiben, während Vanessa David Guettas „Titanium“ performt. Anfangs in der Strophe nicht ganz sicher, im Refrain, vor allem den lauten Stellen, jedoch stark gesungen. Vanessa versteht es, an den richtigen Stellen ein bisschen dreckig zu singen, was der Stimme Charakter verleiht. Bruce findet die Kraft in Vanessas Stimme toll, fand aber den Anfang etwas wackelig. „Du bist so wunderschön“, bescheinigt ihr Bruce, der möchte, dass Vanessa noch mehr mit dem Publikum spielt. Natalie weiß, dass der Song sehr schwer ist, und fand den Auftritt trotz kleiner Makel sehr gut. Bohlen gefällt das neue Styling sehr gut, stimmlich jedoch habe sie nicht 100 Prozent abgeliefert. Trotzdem hält auch er Vanessa für das stärkste Mädchen im Wettbewerb.

Joey Heindle spaltet die Gemüter. Er hat definitiv eine gute Stimme, aber beim letzten Auftritt gingen etliche Töne daneben. Trotzdem sorgen seine traurige Lebensgeschichte und das naiv-freundliche Wesen dafür, dass Joey bei DSDS nicht zu unterschätzen ist. Ob „Crying at the Discotheque“ daran etwas ändern kann? Army-Outfit, 70er-Jahre-Outfit, versemmelte Töne, aber gute Laune auf der Bühne: Das zeichnet Joeys Auftritt aus, der versucht, durch eine wilde Performance stimmliche Schwächen zu kompensieren. Manchmal habe ich das Gefühl, er spielt das alles nur. Bruce Darnell schaut hilflos drein. „Was machen wir?“ Er fragt sich, wo die Stimme geblieben ist. Das Warten auf eine Antwort indes ist vergebens. Natalie ist hin- und hergerissen. „Langsam reicht mir die Stimme nicht“, muss sie schließlich gestehen. Dieter verrät, dass Joey erst „Männer sind Schweine“ singen wollte. „Warum hast Du das nicht getan?“, fragt er. „Weil Männer keine Schweine sind“, lautet die logische Antwort. Joeys Gesang findet er musikalisch „hardcore“. „Mit dem Gesang wird das langsam tragisch“, ist seine Meinung.

Hamed Anousheh hat Probleme mit der Nervosität. Deshalb hat er einen Therapeuten zur Verfügung gestellt bekommen, um die Angstblockaden aufzulösen. Ob’s hilft? Man wird es sehen bei „Give me everything“ von Pitbull. Bei der Uptempo-Nummer werden kleine Unsicherheiten ganz gut überspielt; tänzerisch macht Hamed seine Sache eh gut, genau wie den Rap-Teil. So kann’s weitergehen, und je länger Hamed singt, desto lockerer wird er. „Geht doch!“, ruft Bruce. „Das war wirklich Deine beste Performance.“ Auch Natalie ist begeistert. „Haste Knaller gemacht!“ Auch Dieter bescheinigt Hamed den lockersten Auftritt.

Dann geht das Bangen los. Am Ende ist es Silvia Amaru, die die Show verlassen muss.

2 Kommentar

  1. Hast Du wieder einmal treffend geschrieben Cat! Dankeschön! Silvia hat sich selbst rausgeschossen! Fehlt nur noch dass sie zurückgewählt wird wie Sarah letztes Jahr!

  2. Hat sie nicht!
    Sie kann nix dafür , dass Luca so gut aussieht oder Danjele und Joey so ne vergangenheit haben oder dass die meisten in Deutschland Österreich und Schweiz keinen Geschmack haben!
    ………Ich mein Jesse……. Ernsthaft jetz?

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