DSDS 2011: Vampiralarm und starke Frauen

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DSDS castet auch 2011 munter weiter. Heute sind sogar ein paar interessante Kandidaten dabei – vielleicht besteht noch Hoffnung, dass sich im Recall wirkliche Talente einfinden werden? Lest hier im Liveticker, was die Jury heute findet…

Jeanette ist süße 16 und steht auf Jennifer Lopez und Beyoncé, denen sie auch optisch etwas ähnelt. Macht sie den Mund auf, wirkt die Kölnerin allerdings etwas tranig. Auch wenn sie selbst sehr überzeugt von ihrem Können ist: Nachdem sie Toni Braxton und die Pussycat Dolls verhunzt hat, steht nach „We belong together“ fest: Das trifft auf Jeanette und DSDS nicht zu. Nuo: „Du bist ne total Sympathisch, aber Du musst noch ein bisschen üben.“ Bohlen ist da direkter und erklärt der jungen Dame, dass sie ihre Stimme höchstens als Klopapier verwenden kann.

„Ein bisschen kamerageil“ sei er schon, gibt Felix Hahnsch zu. Der 18-jährige Schüler erinnert Fernanda Brandao gleich an den schönen Prince Charming aus „Shrek“ – der Vergleich passt. Die Fönwelle sitzt perfekt, und als gutes Omen (wir erinnern uns an die letzten Castings) hat Felix eine Gitarre mitgebracht. Bohlens Blicke sprechen Bände: „Ein Blender“. Doch als Felix zu „Chasing Cars“ ansetzt, steigt sein Ansehen beim männlichen Teil der Jury: hoch, rauchig, ein bisschen wie Angina im Anfangsstadium – kurz: der vielzitierte Wiedererkennungswert ist in seiner Stimme vorhanden. Das gefällt den Herren. Fernanda hingegen bescheinigt Felix zwar ein schönes Gesicht, war aber nicht so hingerissen von seinem Vortrag. Zu dreimal Ja reicht’s trotzdem – die etwas älteren Mädels im Publikum haben jetzt also auch ihren Schönling.

Anders sieht das bei Chris Rau aus. Der 25-jährige Koch aus dem Allgäu möchte mit seiner Ausstrahlung punkten und sammelt Autogrammkarten und Gänseblümchen. „You raise me up“ gilt leider nur für die Haare, die der Jury zu Berge stehen. Perfekt daneben genäselt, drängt sich Dieter Bohlen der Vergleich mit dem F**-Frosch Freddy aus dem heimischen Teich nur so auf. Zum Trost gibt es aber immerhin ein Bildchen mit Jury fürs heimische Fotoalbum. Und tschüss…

„Biss zum Recall“ ist die Episode mit Jenna Jacob überschrieben. Keine Panik – die bleiche, aber selbstbewusst wirkende junge Frau hat eine Gitarre dabei und saugt nicht wirklich Blut. 😉 Heißer Leder-Mini, ein bisschen Gothic-Style – und eine überraschend dunkle, kratzige Stimme. Nuo ist die Stimmfarbe zu langweilig, aber Bohlen hat neben einigen Kritikpunkten eine interessante Persönlichkeit ausgemacht und gibt ein klares Ja, und auch Fernanda schickt Jenna weiter in den Recall. Die Staffel hat nun also auch ihren Vampir. Naja, besser als vom wilden Affen gebissen zu werden.

Nicole Kandziora will mal Polizistin werden – und übt schon fleißig am Schießstand. Zum Glück für die Jury hat sie aber ihre Knarre nicht zum Casting mitgebracht – keine Gefahr bei scharfer Kritik! Hätte aber auch so keine Probleme gegeben: Erstens hat Nicole eine Gitarre dabei (unumstößliches Symbol fürs Weiterkommen), und zweitens kann die mit einer Zahnspange geschlagene 17-Jährige so gut singen, dass die Jury sich förmlich weggepustet ist. „Natürlich“, „lebendig“, „sieht super aus“ – das Lob, das die eisernen Drei hinterm Pult da aussprechen, nimmt gar kein Ende. Zu Recht: Nicole ist kein bisschen affektiert, kann was und punktet mit einer kratzigen, gefühlvollen Stimme, die neugierig macht. Da ändert auch ein Texthänger nix dran.

Die theatralische Darbietung von Guxime Gyikolli hingegen findet kein Gefallen bei der Jury. Der gefürchtete Quoten-Titan Bohlen bissig: „Im Recall würdest Du nicht länger überleben als ein Tampon im Piranhabecken.“ Aua!

Nico Raecke hat einen intensiven Blick, den man nicht so schnell vergisst. Und wer meint, ihn schon einmal gesehen zu haben, täuscht sich nicht: Der 23-Jährige war schon 2007 im Recall – und musste diesen abbrechen, wanderte ins Gefängnis. Drogen, Überfälle, Raub… die Liste seiner Vergehen ist lang, und er steht dazu. Leider gab es da schon einmal einen Kandidaten, der durch eine solche „Karriere“ von sich reden machte: Menowin Fröhlich. Die Parallelen sind groß, und Fröhlich wurde im Verlauf der Staffel immer unzuverlässiger und unkontrollierbarer. Wäre Nico musikalisches Mittelmaß, hätte ihn die Jury sicherlich heimgeschickt. Doch der Junge kann definitiv singen (und hat eine Gitarre dabei). „Bilder von Dir“ von Laith Al-Deen interpretiert er auf seine eigene Weise, sehr intensiv, und an dieser Leistung kann die Jury nicht vorbei. Dreimal bekommt er ein Ja – und von Bohlen eine eindeutige Warnung mit auf den weiteren Weg. Sollte er sich auch nur eine Verfehlung leisten, ist die Rückfahrkarte in die Bedeutungslosigkeit garantiert. Eine Ermahnung, auf die Nico nach dem Casting offen pfeift. Das wird wohl spannend werden.

Heimgehen muss hingegen das heiße Teufelchen mit dem knallroten Gesicht. „Wir hatten hier noch nie jemanden, der in seinen Schwanz gesungen hat“, bekennt Bohlen. Doch auch, wenn diese Showeinlage amüsant ist: Gesanglich reicht es nicht; die Teuflische muss aus der Casting-Hölle zurück ins Alltagsleben. Wir jetzt übrigens auch – bis zum nächsten Casting.

2 Kommentar

  1. Menowins Reinkarnation NICO ist ja wohl inzwischen sogar im Aus – wegen Verletzung seiner Bewährungsauflagen! – Manchen ist eben nicht zu helfen…
    Herzlichen Dank an Cat für ihre fachmännische Zusammenfassung!!

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