DSDS 2011 – Liveticker zum Recall: Regen fällt im Paradies

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Regen fällt im Paradies: Zwei Kandidatinnen mussten die Malediven schon verlassen; Katerstimmung bei einem Teil des Rest. Und auch das Wetter passt sich an. Es regnet, und statt in traumhafter Strandumgebung sitzen Jungs und Mädels in ihren Hütten und grübeln über das, was war und das, was kommen soll. Lest hier im Musiktipps24-Live-Ticker, wie es heute weitergeht im Recall.

Die Gesichter der Jury färben sich langsam dunkelbraun, während sich unter strahlenden Sonnenschein auch Regenwolken mischen. Und schon im Vorspann wird klar, welches Wort aus dem Munde von Cheffe Dieter Bohlen den Abend bestimmen wird: „Scheiße.“ Reicht ja auch: Top oder Flop. 33 Kandidaten sind noch übrig; der Rest ist Ava, Maxime und Albresha sind nervös, versuchen mit Körpereinsatz zu punkten. Im Vorfeld wird geübt – mit den männlichen Konkurrenten als Jury. Sexy Outfits, schöne Choreografie und tolle Stimmen: Ein toller Auftritt. Aber bei mir regen sich doch leichte Zweifel,  ob das wirklich der Live-Ton von den Malediven ist: Zu professionell klingt der Sound; kein Meeres- oder Windrauschen, dafür schöner Studiohall im Hintergrund. Jedenfalls leisten die Mädels volle Kanne Überzeugungsarbeit, werfen sich gar aufs Jurypult. Fernanda Brandao ist begeistert. „Du kleine Rampensau!“, lobt sie Albresha. Ne „faule Pratze“ sei Awa, moniert Bohlen, der ihr bescheinigt, mit dem Text rumgerannt zu sein „wie Stevie Wonder mit der Blindenschrift“. Trotz aller Kritik war der Auftritt aber für alle ein Erfolg.

Tobias, Marvin und Nils sind als nächste dran. Letzterer hat Angst, rauszufliegen. Der 19-Jährige will lieber freiwillig gehen nach der schlechten Kritik, die er beim Duett-Auftritt kassiert hat. Ein Schock für Tobias und Marvin. Können die beiden Nils zum Weitermachen bewegen? Keine Chance… schade eigentlich; meiner Meinung nach war er einer der besten Kandidaten, kam auch sympathisch rüber. Für Tobias und Marvin heißt das: Der Song muss neu einstudiert werden. Mit Spickzettel treten die beiden vor die Jury. An dieser Stelle eine Bitte an Marvin: Bitte, bitte zieh keine pinkfarbenen Hemden mehr an! „Please forgive me“, singen die beiden, und während Marvin dieses Mal relativ textsicher erscheint, schwächelt Tobias. „Manchmal hört sich Deine Stimme an wie Zuckerwatte, da höre ich so gerne zu!“, schwärmt Fernanda. „Das war einer Deiner schwächsten Tage“, heißt es von Patrick Nuo hingegen für Tobias. Doch Bohlen schimpft auch mit Marvin. „Du kannst hier nicht die ganze Zeit stehen wie so ein angeschossener Bär!“

Felix, Philip und Norman dürfen abrocken – mit deutschem Schlager. Da freuen sich die Jungs drüber: Einmal Ballermann bitte! Sonnenbrillen, unauffälliger Einheitstanzschritt – links-rechts – und ab und zu ne Drehung. Kommt das bei der Jury an? Fernanda knöpft sich Phhilip vor: „Du musst mehr auffallen!“ Bohlen bescheinigt Norman hingegen Starappeal. Auch Felix kommt nicht schlecht weg. Normal hat den Titel des „Schlageronkels“ beim Chefjuror weg. Nicht meine Baustelle, sorry.

Was wir definitiv nicht sehen wollen: Falsche Fingernägel auf fremden Betten. Auch Anna-Carina ist nicht begeistert. Und auch nicht runtergespülte Toiletten sind dem Image einer Pop-Diva nicht gerade förderlich; da regen sich Albresha und Anna-Carina wirklich zu Recht auf. Aber während letztere es mit Humor nimmt, zeigt sich Albresha zickig. Letztendlich findet aber doch eins der Mädchen den Spülknopf – wohin die Abwässer entschwinden, darüber schweigen wir lieber… Bayerin Denise und Österreicher Marco haben sich gefunden. Zumindest sprachlich: Wenn sie sich unterhalten, müssen sie keine Rücksicht auf hochdeutsche Empfindlichkeiten nehmen.

Zazou, Anna-Carina und Denise wollen eine „sexy Performance“ abliefern, doch es gibt ein Problem: Denise kann nicht tanzen. Nun, so gut wie die Ballermann-Jungs ist sie auf alle Fälle. Und singen kann sie – das dürfte das Wichtigste sein. Anna-Carina zeigt leichte stimmliche Schwächen; Zazou schwenkt das in knappe Jeans-Shorts gequetschte Hinterteil fleißig hin und her. Ihr bescheinigt Fernanda, schon wie ein Profi zu performen. Allerdings bemängelt Bohlen die Stimme. Denise ist ihm zu unauffällig – er vergleicht sie mit einem I-Pod Nano. Gruppensiegerin ist bei ihm Anna-Carina, der er eine Ausstrahlung bescheinigt, die ihn umhaut.

Shahin, Daniel und Selam bilden auch ein Dream-Team. Modetrends bei den Jungs: Knielange Flower-Power-Badeshorts, dazu wenig bis nix über den trainierten Oberkörpern. „Suicide of love“ lässt sich herrlich groovig performen. Sommerfeeling pur! Da zeigen die Drei auch schauspielerisches Talent; das macht Spaß. Für mich die beste Show des Abends bislang. „Cool, geil, spaßig“, urteilt auch Dieter Bohlen.

Vier Strandschönheiten im obligatorischen Bikini dürfen die Hüften zum Shakira-Song schütteln. Man möge mir verzeihen, dass ich sie nicht namentlich nenne, aber ich bring die Mädels teilweise noch durcheinander. Schade, dass auf der Kandidatinnen-Front so viel mit billigen Sex-Effekten gearbeitet wird. Irgendwann kann man die identischen Oberweiten und Hinterteile nicht mehr unterscheiden… Nicole kriegt die Bestnote.

Mike Müller aus Köln fühlt sich wie daheim: Hier wie dort fegt er die Straßen. Naja, auf den Malediven sind es eher Wege. Maik Dehn hingegen übt sich lieber in Liegestützen, um sich eine gute Figur zu erhalten. Tja, auch das weibliche Publikum kriegt hier was zu sehen. Nur Christopher Schwab verweigert sich dem Image des Beachboys. „Ich will singen!“, ist sein Motto. Kein billiger Sexappeal an dieser Stelle. Beim Auftritt der Drei hat Maik Texthänger. Das Ganze hört sich ein bisschen gröhlig an, nach Fußballstadion eben. Gruppenleistung gut, Einzelstimmung nicht so, meint Dieter Bohlen. Nur mit Mike ist er voll und ganz zufrieden.

Der nette Arzt Marco Angelini darf mit der stimmgewaltigen Nicole Ferreira de Rocha im Duett singen. Nicole zeigt sich dankenswerter Weise nicht im Bikini – dafür hat sie bei mir schon einen Pluspunkt. Was die beiden stimmlich abliefern, könnte man direkt so auf eine CD brennen. Tolle Leistung. Auch die Jury ist begeistert.

Sebastian, Pietro und Ardian sind als nächste dran. Unter der Regie von Ardian wird die Choreografie einstudiert. Mit nackten Oberkörpern treten die Jungs vor die Jury. Youngster Sebastian schlägt sich tapfer unter den Augen der „Großen“. Auch bei Pietro scheint der Knoten geplatzt zu sein. „Du bist der Bravo-Traum schlechthin“, schwärmt Fernanda mit Sebastian. Patrick bescheinigt Pietro seinen besten Auftritt. Dieter ist allerdings wieder ein Textpatzer aufgefallen… „Der abgebrochene Gartenzwerg hat Euch heute die Show gestohlen“, lobt Dieter Bohlen den 16-jährigen Sebastian, der strahlt wie ein Honigkuchenpferd. „Du warst mit Abstand der beste hier in der Gruppe!“ Wobei es auch für diese als Ganzes ein Lob gibt. Ich muss Bohlen da recht geben.

Nina Richel und Sarah Engels müssen ebenfalls im Duett performen, doch die beiden sehen sich nicht unbedingt als Partnerinnen, sondern als Konkurrentinnen. Ob zu viel Ehrgeiz gut tut? Nina singt zwar gut und gefühlvoll, doch merkt man, dass sie nervös ist; manchmal zittert ihre Stimme. Da hat sich Sarah besser im Griff. In einem Moment wie diesem („A moment like this“) muss sich die Jury erkennen: Sarah kriegt die Bestnote. Da glühen die Bäckchen des Bikini-Girls gleich noch viel mehr unterm Sonnenbrand.

Dann ist Showdown am Strand: Wer fliegt heute raus? Überraschung von Onkel Dieter: Keiner! Aber aufgeschoben ist halt nicht aufgehoben – die Entscheidung ist ja schließlich unabdingbar, denn in der Top15 haben halt nur 15 Kandidaten Platz.

In der nächsten Runde ist dann aber Schluss mit Lustig. Im Dunkeln und romantisch von einem Strandfeuer illuminiert, dürfen alle Kandidaten den Auftritten zuschaut. Bohlen verspricht sich von der romantischen Kulisse, dass die Kandidaten mehr Gefühl entwickeln und die Töne treffen. Zazou und Ardian starten mit ihrem Duett. Ardian ist nervös. Die beiden liefern eine dramatische Performance, die mit dem symbolischen „Abschuss“ von Ardian endet. Aber keine Bange: Das Pärchen kriegt sehr gute Noten. Auch wenn Bohlen in erster Linie Zazous Aussehen lobt.

Anna-Carina wird derweil von Heimweh geplagt. Oder ist’s der Inselkoller? Am Abend, vor ihrem Auftritt mit Norman, macht sie aber wieder einen ganz positiven Eindruck. „Über sieben Brücken musst Du geh’n“ haben sich die beiden vorgenommen. Doch Bohlen bricht ab – Anna-Carina singt ihm zu tief. „Reiß Dich ein bisschen am Riemen; das Leben ist kein Ponyhof!“, mault der Juror. Nun zittern Norman und Anna-Carina, denn sie konnten ihren Song nicht zu Ende singen.

Yalda freut sich über das Zusammensingen mit Pietro. Auch, wenn sie ihn für „ein bisschen verpeilt“ hält. Doch der hadert schon wieder mit dem Text. „Qué Séra“, der Klassiker von Doris Day, klingt vielleicht ein bisschen altbacken für den sympathischen Basecap-Träger. Mensch, Pietro, hab Dich nicht so! Den Song kann sogar ich im Schlaf singen! Der ist einfach, ehrlich! 😉 Pietro versucht sich an einer R&B-Version. Das passt nicht zu dem, was Yalda singt. Auch Pietros Englisch wirkt nicht sicher. Trotzdem hat der Junge irgendwie Welpenschutz… Superstar wird man so allerdings sicher nicht. „Du bist so verpeilt“, lacht Fernanda, und Pietro kontert: „Ich bin eher verstrahlt.“ „Eine ziemlich freie Interpretation“, setzt Dieter Bohlen an. „Ich hab einfach auf Risiko gesungen“, rechtfertigt sich der junge Sänger. Und siehe da: Die Jury fand das Ganze unterhaltsam, und Dieter überlegt noch, wer nun verpeilter ist: Pietro oder Menderes.

Macho-Man Ricardo und Linai machen auf Liebespaar. Allerdings nur für den Song. Doch schon nach den ersten Takten guckt Bohlen kritisch. Ein Neustart tut Not. „Wenn einer richtig Scheiße ist, haben andere eine Chance, weiter dabei zu bleiben“, meint der Juror lakonisch. Doch Linai findet ihren Einsatz nicht, bittet um zwei Minuten Aufschub. Doch auch Betteln hilft nix: „Ich denke…“, sagt Linai, und Bohlen unterbricht sie: „Was Du denkst, interessiert mich überhaupt nicht.“ Das war’s. Auch in der Südsee bleibt Bohlen hart.

Ob es Selam und Awa besser ergeht. „Wenn es Liebe ist“, dürfen die beiden präsentieren. Wie wird sich die kesse Rothaarige in Kombination mit dem Gute-Laune-Sänger wohl anhören? Der Anzug passt irgendwie nicht zu Selam. Mir ist er im Strand-Outfit lieber als mit Krawatte. Fernanda sieht das anders. Ihr gefällt der Anzug. Auch stimmlich hat er sie überzeugt. „Grandios“ und „utopisch geil“ fand Dieter Awas Auftritt.

Katharina und Dominik dürfen gemeinsam performen. Auch die beiden müssen ran an an Qué Séra. „Du bist verliebt in mich“, bestimmt das blonde Hibbelchen und duldet keine Widerrede. „Das ist wie Schauspielerei – das kann man lernen.“ Nach einem guten Auftakt versemmelt Katharina gleich mal ein paar Töne. Was folgt, tut weder meinem Magen noch meinen Gehörgängen gut. „Adios, Amigos“, urteilt Patrick Nuo folgerichtig. „Bitte nächstes Mal Vollgas!“ „Das war gesteigerte Hühnerkacke“, überlegt sich Bohlen einen neuen Begriff für sein Lieblingswort, das mit „Sch“ anfängt.

Marco und Melissa harmonieren gut. Vor allem Marco liefert eine gute stimmliche Leistung ab. Denise und Mike kriegen unterschiedliche Bewertungen – die Dame hat nicht überzeugt, der Herr kommt mit einem blauen Auge davon. Mike und Christopher kriegt ein großes Lob. Sebastian ist zwar auch gut, aber mehr halt nicht. Felix und Nicole bekommen ganz gute Kritiken. Und Sarah und Tobias? „Ich bin maßlos enttäuscht“, richtet Bohlen. Und Sarah sieht sich schon die Koffer packen – wie im Vorjahr, als sie ebenfalls im Recall scheiterte.

„Sailing“ von Rod Stewart dürfte zu Marvin passen wie Arsch auf Eimer. Aber passt der Titel auch zu seiner Duett-Partnerin Nina? Sie schlägt sich ganz tapfer, aber neben der Leistung ihres Partners verblasst sie etwas. „Es war echt der Hammer!“, meint Patrick. Marvin wird eine enorme Steigerung bescheinigt. „Tja, Nina, ich hab vieles, was Dir nicht so gefallen wird“, bereitet Dieter Nina auf die Kritik vor: schlagermäßig, Country-Einschlag, nicht besonders. Das ist hart für die ehrgeizige junge Frau. Da fallen bittere Tränen.

Und Tränen kommen noch mehr, mit Sicherheit, denn nun tagt das Hohe Jury-Gericht. Ricardo, Linai, Dominik, Katharina, Sarah, Pietro, Marvin und Awa müssen nach vorne. Die besonders Guten und die besonders Schlechten also… Ricardo und Linai kommen als erste dran. „Mit Singen hat das wenig zu tun – Ihr könnt schon mal nach Hause gehen“, lautet Dieter Bohlens knappe Ansage. Dominik ist der nächste – auch er muss gehen.

Dann kommt Marvin. „Tut mir leid, Dir mitteilen zu müssen… dass Du echt der Beste warst heute“, heißt es bei ihm. Ein solches Lob gibt es für Katharina allerdings nicht. Im Gegenteil: Dieter Bohlen schickt sie nach Hause. Da helfen auch die Krokodilstränen nicht, die vergossen werden. Sarah hingegen hat Glück: Sie kommt mit einer „Verwarnung“ davon. Und Awa ist die weibliche Tagessiegerin. „Heute war’s echt gewöhnungsbedürftig“, rügt Bohlen Pietros Leistung – aber der etwas drollige Underdog darf bleiben.

Noch sind 29 Kandidaten übrig. 14 fliegen also noch. Naja, obwohl: Fliegen müssen sie alle, zurück nach Deutschland nämlich. Sonst gäbe es ja keine Live-Shows. 😉 Bis Mittwoch, wenn die „Reise nach Jerusalem“ in der Südsee weitergeht.

3 Kommentar

  1. Es ist unglaublich, daß diese Flasche von Pietro weiter kommt, währned gute Stimmen gehen müssen.Bohlen überspannt den Bogen.Hier merkt man sehr gut, daß jeder von seinem Wohlgefallen abhängig ist. Ich werde diese Sendung ab sofort meiden!!!

  2. Hey Anita,

    Pietro hat Talent, das seht und hört man doch!, selbst als Außenstehender.. 😉
    Er ist ein sehr ehrlicher Mensch und mein absoluter Favorit..(bisher)
    Aber gut, man wird ja nicht gezwungen sich DSDS anzuschauen!

    Grüße,
    Jascha

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