DSDS 2011-Liveticker zum Casting: „Shalom, Francesca!“

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Mit dem letzten Casting kam der Schock: Menderez, DSDS-Dauerbrenner und Nerv-Ikone, ist im Recall! Deutschland, halte Dich fest – gehört diese Stimme wirklich zu den besten, die Deutschlands bekannteste Castingshow zu bieten hat? Zumindest die Vorschau am Ende ließ Hoffnung aufkeimen, dass sich heute ein paar echte Talente unter die Kandidaten mischen. Allerdings sollte man schon die Namen der Juroren kennen. „Shalom, Francesca“, hört sich zwar nett an, aber der nette junge Mann mit Gitarre kann so sicherlich nicht bei Fernanda Brandao punkten. Ob Dieter Bohlen, Fernanda Brandao und Patrick Nuo fündig werden, erfahrt Ihr hier..

Geld verdienen möchte Bastian Busson, der junge Mann im Sportanzug, und das am liebsten mit Liedern auf Französisch. Ob das was wird? „Hast nen Sehfehler?“, fragt Dieter Bohlen angesichts der dunklen Sonnenbrille in geschlossenen Räumen. MP3-Player eingestöpselt, und los geht es. Au weia, der Rap geht daneben… Alors on dance – und tschüss… Genau wie die Gitarre ein gutes Omen ist, ist ein mitgebrachter MP3-Spieler ein negatives, wissen wir jetzt.

Macht es die rassige Linai Tortivo aus Zürich besser? Samba tanzen kann sie, und überzeugt von sich ist sie auch. Die 20-Jährige Halbbrasilianerin/-italienerin legt erstmal eine peppige Tanznummer inklusive Spagat hin. Sauber! Aber passt die Stimme auch? Selbstsicher schmettert Linai „Listen“ von Beyoncé in den Raum. Bisschen schreiig, aber natürlich gut. „Dich nehmen wir mit!“, ist Bohlen begeistert. Er hält die Kleine für einen Vulkan.

Von Jennifer gibt es erstmal eine große Liebesgeschichte inklusive Bussi-Bussi-Szenen im Vorspann. Gehandikappt von einer Sehnenscheidenentzündigung und im roten T-Shirt mit „I love music“-Aufschrift versucht sie sich an „We have a dream“ – dem DSDS-Song. Schon der Anfang geht schief: „We have a hope…“ Tja, die Hoffnung auf ein großes Talent kann die Jury schon nach diesen ersten Tönen vergessen. Da nützen auch weitere Bemühungen mit rotem Kopf nix – und die Untertitel von RTL auch nicht. „Ich hab mir so ne Mühe gegeben bei der Nummer“, quengelt Bohlen, der seinen Song verhunzt sieht. Draußen beteuert Jennifer: „Ich kann sehr gut singen!“ Naja, ich habe so meine Zweifel, sorry…

Die 17-jährige Asana Mohammed kommt heftig aufgestylt zum Casting. Sie könnte als Supremes-Verschnitt durchgehen im Minikleid, 60er-Jahre-Frisur und Plateauschuhen. Krankenschwester will sie werden – da kriegt das Dieterle Visionen von der „heißen Schwester“. Aber eigentlich ist Asana ja da, um Superstar zu werden, oder? Asana hat sich Schweres vorgenommen: „Respect“ von Aretha Franklin, der Powerstimme schlechthin. Singen tut sie nicht schlecht, aber im Gegensatz zur Soul-Queen wirkt Asana wie eine Schlaftablette. „Einen Sprachfehler hast Du auch, oder?“, kritisiert Bohlen, weil Asana lispelt. „Da sucht man sich doch keine Nummer raus, die Respect heißt…“ Trotzdem findet sie Bohlen süß: „Von mir hast Du ein Ja!“ Und auch Fernanda und Patrick sind begeistert. Mal schauen, was da noch draus wird. Asanas Mama – mit dem gar nicht exotischen Nachnamen „Mayer“, kniet vor der Tür auf dem Boden und dankt Gott. Na großartig – welch Pathos! Und weil sie ein großer Fan von Dieter Bohlen ist, darf sie noch persönlich ihrem Idol um den Hals fallen. „Träume werden wahr bei DSDS“, konstatiert Fernanda.

Einen „Angriff der Killerbakterien“ verübt der nächste Kandidat, der trotz grippalem Infekt loslegt. Bohlen geht schon hinter einer Blätterwand in Deckung. Auch der singende Kapitän, der nach dem Kranken kommt, hat schlechte Karten: Bohlen benützt ihn als „Katalysator“.

Die 17-jährige Nina Richel ist ziemlich aufgedreht, aber ganz niedlich. „Ich weiß, dass ich Leute mitreißen kann“, ist sie überzeugt. Sie will die Jury mit ihrer positiven Energie überzeugen. Kelly Clarksons „Because of you“ klingt nicht schlecht – Nina hat eine interessante, dunkle Stimmfarbe. Doch, das hat was. Sehr schön. Doch wie sieht’s die Jury? „Schöne Stimme – eine der besten, die ich gehört habe“, urteilt Nuo völlig zu recht. „Es war natürlich sehr viel Geschrei und sehr laut“, motzt Bohlen, dem zu wenig Gefühl drin war. Er wünscht sich, dass Nina ihre Stimme noch besser unter Kontrolle kriegt. Trotzdem kriegt sie von ihm auch ein positives Urteil. Und Fernanda schreit ihr „riesengroßes Ja“ lauthals heraus.

Nina Richel. Bild: RTL/Stefan Gregorowius

Jetzt kommt was für alle Fans handgemachter Musik: Der Straßenmusiker mit Gitarre, etwas verwildert, natürlich mit Gitarre. Das muss doch eigentlich gut gehen, oder? Bei mir hat der Junge gleich einen Sympathiebonus. Als erstes die Mütze auf den Boden gelegt – vielleicht gibt es ja genug Geld von der Jury, um sich neue Schuhe zu kaufen, wäre dringend nötig… Bohlen erbarmt sich und schenkt dem Jungen seine weißen Treter, Größe 42 1/2. Passt. „Stehen Dir auch“, meint Bohlen. „Like a Hobo“ in der Version von Paul Stuchlik klingt ein bisschen geschludert, aber Junge, für den Recall reicht’s – der Recall-Zettel fliegt in den Hut…

Ein Nein hingegen kassiert die halbnackte Möchtegern-Gogotänzerin in Gelb. Auch andere Kandidaten versuchen es mit körperlichen Reizen – und scheitern. Zum Glück…

Ardian Bujupi kommt ursprünglich aus dem Kosovo, will es den Leuten zeigen, dass er’s drauf hat. Und der Junge hat’s wirklich drauf: Xavier Naidoos „Und wenn ein Lied“ kommt astrein rüber, und Fernanda schmilzt dahin. Ardian könnte auch so ein Frauenliebling werden, wirkt teils trotzig, teils schüchtern, lässt sich nicht in die Ecke „Schönling“ einsortieren. Bohlen findet es gar „sensationell“ und würde am liebsten gleich mit Ardian ins Studio cruisen.

Ardian Bujupi. Bild: RTL/Stefan Gregorowius

Der 28-jährige Artjom Kutovoi hat Erfahrung als DJ und hätte gerne Kinder – er steht auf dunkelhaarige, südländische Frauen, Fernanda, pass auf! Denn wenn er nervös ist, denkt der Junge an Titten. Ohoh… Wie peinlich. „Mount Rushmore singt er, und spätestens beim langgezogenen „uuhuuuhuuu“ ist klar: Das wird nix. Bohlen zitiert wieder seinen Frosch – das verheißt nichts Gutes. Genauso wie die Vorschau auf den Recall. Hierzu nur ein Wort: Menderez. Ein guter Tipp vorab: Passt auf Eure Ohren auf… 😉 Bis dann.

3 Kommentar

  1. Hach, welch ein Glück, dass es diesen treffenden Liveticker gibt, und ich mir die Show nicht selbst angucken muss. Und mit einer guten Portion Humor ist das auch noch gewürzt, da kann ich nur DANKE sagen. Klasse gemacht!

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