DSDS 2011- Liveticker: Wer schafft den Einzug in die Top 10?

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Jetzt geht’s um die Wurst: Ab heute dürfen die DSDS-Kandidaten auf der großen Mottoshow-Bühne ihr Können zeigen – und müssen nicht mehr nur die Jury, sondern vor allem das Publikum daheim vor den Bildschirmen überzeugen, damit diese für ihre Favoriten auch anrufen. Nur zehn der fünfzehn verbliebenen Gesangstalente werden den Einzug in die Top Ten schaffen. Lest hier im Musiktipps24-Liveticker, wer sich wacker schlägt und wer zittern muss. Hier die Liste der Kandidaten und ihrer Songs:

Anna-Carina Woitschack (18), Puppenspielerin aus Kamern (Sachsen-Anhalt)

„If I Ain’t Got You“ von Alicia Keys

Ardian Bujupi (19), Zivildienstleistender aus Heidelberg (BW)

„Sway“ von Michael Bublé

Awa Corrah (18), Schülerin aus Bremen
„Only Girl (In The World)“ von Rihanna

Christopher Schwab (18), Schüler aus Mettmann (NRW)

„Hey There Delilah“ von den Plain White T’s

Felix Hahnsch (18), Schüler aus Lengede (Niedersachsen)

„The Man Who Can’t Be Moved“ von The Script

Marco Angelini
(26), Arzt aus Graz (Österreich)

„Stark“ von Ich & Ich

Marvin Cybulski
(30), Maler und Lackierer aus Hannover

„Midnight Lady“ von Chris Norman

Mike Müller (24), Straßenreiniger aus Köln

„Show Me The Meaning Of Being Lonely“ von den Backstreet Boys

Nicole Kandziora (17), Schülerin aus Lauf an der Pegnitz (Bayern)

„Firework“ von Katy Perry

Nina Richel (17), Schülerin aus Hildesheim (Niedersachsen)

„There You’ll Be“ von Faith Hill

Norman Langen (25), Betreuer für Demenzkranke aus Übach-Palenberg (NRW)

„Ich bau Dir ein Schloss“ von Jürgen Drews

Pietro Lombardi (18), Mini-Jobber aus Karlsruhe (BW)

„Billionaire“ von Travie McCoy feat. Bruno Mars

Sarah Engels (18), Auszubildende zur Fremdsprachenkorrespondentin aus Hürth (NRW)

„One Moment In Time“ von Whitney Houston

Sebastian Wurth (16), Schüler aus Wipperfürth (NRW)

„Just The Way You Are“ von Bruno Mars

Zazou Mall (25), Modeberaterin und Tanzlehrerin aus Zürich (Schweiz)

„One Love“ von David Guetta feat. Estelle

Es geht los – der unvermeidliche Marco Schreyl moderiert in gewohnt wortreicher Weise die Sendung an – und verpasst den Kandidaten gleich die passenden Attribute wie „Kämpferin mit dem großen Gefühl“ (Nina Richel) oder „Macho mit der Streichelstimme“ Ardian Bujupi. Den Gruppensong machen die Jungs und Mädels schon recht souverän – und verwandeln das Palladium in Köln in eine Mega-Disco. Langsam kribbelt die Luft: Wer wird die Nachfolge von Alexander Klaws, Elli Erl, Tobias Regner, Mark Medlock, Thomas Godoj, Daniel Schuhmacher und Mehrzad Marashi antreten?

Auch die Jury hat gleich einen großen Auftritt – Fernanda Brandao, gekleidet in einen weißen Minifummel, gibt die Go-Go-Tänzerin. Die Herren sind eher lässig in Jeans und schwarze Jacken gewandet. Dieter Bohlen „bricht es das Herz“, dass fünf Kandidaten ausscheiden sollen: „Der grausamste Juror ist heute das Publikum.“ Fernanda ist stolz auf die 15 Top-Kandidaten, und auch Patrick Nuo ist überzeugt, das Beste gefunden zu haben, was Deutschland, Österreich und die Schweiz zu bieten haben.

Die „süße Tanzmaus“ Zazou Mall (O-Ton Schreyl) macht den Anfang. Die hübsche Schweizerin versucht sich an „One Love“. Im Privatleben unterrichtet Zazou Kinder im Tanz. Für die Kids ist sie ein Vorbild – und hofft wohl, dass ihre Schüler das Handy für die nötigen Anrufe aufgeladen haben. In einem funkensprühenden Aufzug fährt Zazou zum Bühnenboden herab. Wie ein Star sieht sie schon mal aus im dunkelblauen Glitzermini. Das Mädel hat eine sehr positive Ausstrahlung, bewegt sich sehr gut, und auch die Stimme ist ganz ordentlich, auch wenn sie gesanglich sicherlich nicht die stärkste Kandidatin ist. Aber es gab in dieser Show schon wesentlich schlechtere Leistungen zu hören. „Sehr gut, fantastisch“, lobt Patrick, der richtig baff ist. „Bist Du wirklich Schweizerin?“ Auch Fernanda fand die Leistung klasse: „Super gemacht!“ „Mikrofon in der Hand, Dynamit im Arsch“, bescheinigt ihr Dieter Bohlen. Allerdings muss Zazou seiner Meinung nach noch an der Stimme arbeiten. Hoppla, der Dieter sieht das also genauso wie ich.

„Küken“ Sebastian Wurth hört’s nicht gerne, wenn man ihn mit Justin Bieber vergleicht – auch wenn die Ähnlichkeit nicht zu übersehen ist. Der 16-jährige Sunnyboy hat einen Musikschullehrer als Papa – da wissen wir also schon mal, wo das Talent herkommt. „Hey Ladies, who the fuck is Justin Bieber?“, fragt Sebastian, bevor er mit „Home“ auf die Tränendrüse der Mädels drückt. An dieser Stelle erfolgt der Hinweis meinerseites, dass der Satz „I wanna go home“ wohl nicht so gemeint ist – Sebastian möchte sicherlich weitermachen! 😉 Ein bisserl saft- und kraftlos kommt die Nummer rüber, aber hallo: Der Junge ist ja erst 16, da darf man ein bisserl Lampenfieber haben. „Das war wirklich fantastisch!“, lobt Nuo, der Sebastian bescheinigt, dass er sich auf der großen Bühne schon zu Hause fühlt. Und Fernanda würde gerne ein Eis mit Sebastian essen gehen. „Der hat Nerven wie Drahtseile“, attestiert Bohlen, der verrät, dass erst um 16 Uhr die Nummer für Sebastian geändert wurde.

Schreyl ersteigt den „DSDS-Doppelwhopper“, die neue Showbühne, die auf- und zuklappen kann. Hier sagt er Nina Richel an, die kampflustige Rivalin der ehrgeizigen Sarah. Nina hat’s sogar gewagt, dem Pop-Titanen den Stinkefinger zu zeigen. Trotzdem durfte sie mit in die Top15-Show. Jetzt singt sie „There you’ll be“, einen echten Schmachtfetzen. Die Ballade passt zu ihr, denn Ninas Spezialität sind Pathos und große Gefühle. Autsch, in der Höhe ging jetzt aber doch was daneben – mit Gefühl. Trotzdem eine gute Leistung. Patrick fand den Auftritt „sehr authentisch“ und wurde fast schwerelos. „Gereift und gewachsen“ empfindet Fernanda Nina. „Man zeigt mir nicht ungestraft den Stinkefinger“, mahnt Bohlen. Ich hab immer gesagt: Schrei nicht wie ne Wildsau, sing mit viel Gefühl!“ Das hat Nina gut umgesetzt und kann mit dreifachem Lob von der Bühne marschieren. Vermutlich zittert Sarah jetzt schon hinter den Kulissen.

Norman Langen muss in dieser Staffel das Schlagersternchen geben. Ein Image, mit dem er sich wohl fühlt; macht der Pfleger für Demenzkranke das doch auch privat. Der Papa hat den Sohnemann für die Liveshows fit gemacht – heute rockt er mit dem Jürgen-Drews-Titel „Ich bau Dir ein Schloss“. Im schwarzen Glanzanzug und pinkfarbenen Hemd flirtet Norman mit dem Publikum wie ein Profi. Ich hab ja für Schlager nicht viel übrig, zumindest nicht für die Hookline-Nummern – aber Norman macht das richtig gut! Fernanda schmilzt dahin, als sie angesungen wird. Von Patrick Nuo gibt es uneingeschränktes Lob: „Herzlichen Glückwunsch!“ Auch Fernanda findet, dass Norman einen tollen Job abliefert. „Wenn ich einen modernen Schlagerstar beschreiben müsste, würde ich echt sagen: Das ist Norman Langen. Das war ein absolut perfekter Auftritt“, überschlägt sich Bohlen beinahe. „Du warst der beste bisher!“

„Die deutsche Rihanna“ (Schreyl), Awa Corrah, singt etwas von – ja, richtig: Rihanna. Die rothaarige Powerfrau erfüllt also gleich mal ein Klischee; naja, muss ja nicht unbedingt falsch sein – sie sollte nur besser sein als das Original. Ob ihr das gelingt? Das Outfit – roter Mini mit aufgestickten Schulterrosen und silbernem Brustteil – wirkt gewöhnungsbedürftig. Mir ist das ein bisschen too much. Gesanglich ist Awa nach anfänglichen Unsicherheiten in der Oberliga. Allerdings denke ich, dass es passendere Titel für sie gibt. Mit kräftig eingesetztem Sex-Appeal hat sie sicherlich das männliche Publikum auf ihrer Seite. „Awa, yes!“, lautet Patricks Urteil. Aber auch, wenn er die Nummer sexy fand – er war nicht ganz überzeugt. „Balsam für die Augen“, nennt Fernanda den Look von Awa. Ihr hat’s gefallen. „Faule Pratze“ hat Bohlen Awa schon einmal genannt. „Sie hat etwas von einem Teppich – sie bleibt ganz gerne liegen am Morgen.“ Auch die Nummer fand er nicht besonders gut gewählt; er möchte lieber langsamere Nummern von Awa hören.

Ist Ardian Bujupi wirklich der Macho, den Marco Schreyl in ihm sehen will? Weiß nicht, wie er zu dieser Feststellung kommt – ich finde den Typen einfach nur sympathisch. Er will heute das Publikum mit „Sway“ von Michael Bublé überzeugen. „Heiße Frauen“ und „geile Autos“ lösen einen ganz besonderen Trieb bei Ardian aus – okay, doch ein Macho? Flankiert von vier Tänzerinnen und ganz im eleganten Gigolo-Look swingt sich Ardian durch den Song und lässt die Muskeln spielen. Sehr guter Auftritt – das passt zu ihm. Und das Publikum flippt zum ersten Mal so richtig aus. „Meine Fresse, Ardian, die Nummer war für Dich echt perfekt!“, lobt Nuo. „Das war nicht nur gut, das war mega“ – Fernanda mutmaßt sogar mehrere Orgasmen im weiblichen Publikum. Dieter fährt einen Gang zurück und warnt vor einem Höhenflug: „Wenn Du jetzt schon austickst und auf dicken Macker machst, gewinnst Du das nicht!“ Unschöne Szenen habe es gegeben – ein Film zur Aufklärung folgt. Nicole ist angeblich beschimpft worden, auch Nina schlägt sich auf ihre Seite, bezeichnet Ardian als arrogant und eingebildet. Da steht Ardian natürlich recht bedeppert auf der Bühne. „Das war ein kleiner Streit“, behauptet er – es ging wohl um eine Fernbedienung zum Fernseher. „Wir sind 24 Stunden in einem Zimmer, und das war eine Situation…“ Es habe mehrere Streitereien gegeben – will RTL hier einen der Favoriten ins Off kicken? Ardian entschuldigt sich, Nicole nimmt – etwas gequält – an, während von Nina Kusshändchen kommen.

Da hatte ich mich kurzzeitig doch wirklich gefreut, dass RTL die Kurve hin zur wirklichen Talentshow gekriegt hat und dieses Jahr den Fokus mal auf die Musik und nicht auf inszenierte Skandale gelegt hat – und dann sowas. „Deutschland sucht den Superstar“ mit seinen aufgeblähten Geschichten, die kein Mensch braucht. Schade, das wertet die Sendung ab. Der nächste Skandal wird sich dann wohl um die beiden „Rivalinnen“ Nina und Sarah drehen, falls beide weiterkommen sollten.

Als nächstes darf „Opfer“ Nicole Kandziora auf die Bühne. Mittlerweile hat die „Kleine“ ihre Zahnklammer los. Ui, schießen kann sie auch – Ardian, nehm Dich lieber in Acht. Die 17-Jährige lässt ein „Firework“ los – auch sie im extrem kurzen Outfit, das irgendwie gar nicht zu ihr passt; viel durchsichtiger Tüll mit freier Sicht auf den Bauchnabel. Nicoles Stimmfarbe ist sehr interessant, allerdings ist der Song vielleicht eine Nuance zu tief für ihre rauchige, volle Stimme. Auftritt okay, Outfit mit fast aus dem BH hüpfenden gepushten Brüsten unmöglich. Stimmlich noch Unsicherheiten, aber ausbaufähig. Nuo ist zwiegespalten – „irgendwie find ich, dass Du Deine Stimme auf den Malediven gelassen hast…“ Fernanda lobt mal wieder… das Outfit. Hat die Dame eigentlich auch was zur Stimme zu sagen? Und was sagt Bohlen? „Die Performance war prima.“ Allerdings hat er einige Töne gehört, die „ohrkrepierermäßig“ klangen. „Nicht der stärkste Auftritt heute Abend.“

Der „flotte Feger“ Mike Müller, im Hauptberuf Straßenfeger, hat bekanntermaßen eine tolle Stimme, die die Jury förmlich weggefegt hat. Heute darf er „Show me the meaning of being lonely“ singen. Dabei ist er sicherlich nicht allein; der FC-Köln-Fan hat jetzt sicherlich Verehrerinnen genug, die ihm nur zu gerne Gesellschaft leisten würden. Der Song passt wunderbar zu Schmusesänger Mike; auch seine Mimik sitzt einwandfrei. Allerdings haben die Auftritte heute alle noch ein bisschen die Schaumbremse drin; da muss noch mehr Action auf die Bühne. Aber gesanglich gehört Mike zu den Top-Kandidaten, und sympathisch ist er auch. „Wenn sich morgen jemand bei den BSB das Bein bricht, bist Du der perfekte Ersatz!“, lobt Nuo – da müsste aber der Sänger ausfallen, lieber Patrick. Fernanda bescheinigt Mike „die lautesten Fans“ (stimmt). „Es war cool, es war lässig, es war richtiges Boyband-Feeling!“ Bohlen meckert, dass sich Mike nicht richtig konzentriert habe. „Die Strophe war sensationell, und hintenraus hast Du schon wieder irgendwie Müll gefegt…“ Fiese Worte – aber so kennt man den Bohlen.

Die hübsche, natürliche Puppenspielerin Anna-Carina Woitschack ist Bühnenauftritte gewohnt – allerdings ohne im Rampenlicht zu stehen. Offen gibt sie zu, eine ungeküsste Jungfrau zu sein – Mädel, nimm Dich in Acht, das könnte sich mit dem Erfolg bald ändern. Aber gehört das wirklich ins Fernsehen??? Schauen wir lieber, wie sie heute singen wird. Alica Keyes‘ „If I ain’t got you“ ist sicher keine einfache Nummer – wie macht Anna-Carina das wohl? Wenigstens erspart uns diese Kandidatin tiefe Einblicke ins Dekollete und auf den Bauchnabel, wenn die Shorts auch sehr kurz sind. Leider wieder eine langsame Nummer – will uns RTL vorzeitig schlafen legen? Aber Anna-Carina singt den Blues ohne Zweifel sehr schön, sauber und gefühlvoll. „Nach heute Abend wirst Du tonnenweise Heiratsanträge haben“, prophezeiht Patrick, und Fernanda hatte Gänsehaut. Sie outet sich als Fan. „Du als Puppenspielerin weißt natürlich ganz genau, welche Strippen man ziehen muss“, sagt Bohlen, der ein paar Unsicherheiten gehört hat – trotzdem fand er’s toll.

Niemals will Christopher Schwab mit nacktem Oberkörper auftreten – will der Junge doch nicht auf sein Äußeres reduziert werden. Da er die Südsee überstanden hat, ohne sich zu entblößen, stehen die Chancen gut, dass er das schafft. Der Oberstufenschüler, der seit Beginn seiner Volljährigkeit gerne im Casino zockt, singt „Hey there Delila“ – und hat seine Gitarre mitgebracht. Nun, sein Akzent ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber singen kann er – macht er nicht schlecht. Ein angenehm unspektakulärer Auftritt nach all den Glitzi-Glitzi-Busenhüpf-und-Stimmung-mach-Performances. Patrick findet den Auftritt großartig, Fernanda denkt, dass sich viele Mädels heute in Christopher verliebt haben. „Du bist so ein Schwiegermutter-Traum.“ Bohlen ist heute kritisch: „Das war ein bisschen wie ein anonymer Anruf.“ Er findet, dass Christopher zu unauffällig ist. Der nimmt’s sportlich: „Deine Meinung kenne ich ja schon aus der Zeitung.“

„Der Arzt, dem die Frauen vertrauen“ – auch diese Platitüde geht auf das Konto von Marco Schreyl – heißt Marco Angelini und ist mit Sicherheit einer der Top-Favoriten. Verständlich, denn außer Herz und Hirn hat Marco auch eine tolle Stimme mit in die Show gebracht. Chirurg will der junge Österreicher werden – „Leute aufschneiden, das gefällt mir.“ *örgs* Naja, österreichischer Humor, nicht wahr? 😉 Marco singt – nein, nicht „Dr. Beat“, sondern „Stark“ von Ich & ich. Mit dem Song konnte 2008 Thomas Godoj punkten. An diesem Auftritt wird sich Marco wohl auch messen lassen müssen. Weißer Anzug, gemustertes Hemd – und ein guter Auftritt. Allerdings kommt er nicht an die 2008er-Version ran; dafür hat der 26-jährige noch nicht genug Dreck in der Stimme. So gesehen hat sich Marco mit dem Titel keinen Gefallen getan. „Du bist wirklich ein leidenschaftlicher Perfektionist“, bescheinigt ihm Nuo. Fernanda vermisst die „kleine, dreckige Seite“ an Marco. Sie fand ihn in Lederhosen interessanter. „Soll ich offen, ehrlich und brutal sein?“, fragt Bohlen. „Bester männlicher Auftritt, fand ich.“ An dieser Stelle sei erwähnt, dass Dieter Bohlen es in den vergangenen Staffeln tunlichst vermieden hat, den Sieger von 2008 zu erwähnen – der Grund hierfür würde mich interessieren…

„Prince Charming“ Felix Hahnsch trägt ein gewagtes Outfit. Der Junge sieht gut aus, singt nicht schlecht – aber in dieser Staffel kann eigentlich bislang jeder singen – mal sehen, wie er sich auf der Live-Bühne schlägt. „The man who can’t be moved“ in der Felix-Hahnsch-Version geht sofort ins Ohr. Der Junge hat eine besondere Stimme, die vielleicht nicht klassisch schön, sondern ziemlich hoch ist – aber das passt. Genau wie die gestgreiften Hosen – schön schräg und mal nicht im Mainstream. „Du hast wirklich sehr, sehr viel Gefühl in Deiner Stimme“, lobt Nuo. „Du hast heute Fashion und Musik gut vereint“ – das kommt von Fernanda, von wem sonst. Bohlen fand den Anfang des Songs super, aber nach hinten raus war es in seinen Ohren nicht mehr so gut.

Pietro Lombardi könnte nach Schreyls Meinung auch gut Comedien werden. Da ist was Wahres dran – und vielleicht wäre das die bessere Option für den verpeilten, sympathischen Karlruher, der gesanglich doch einige Schwächen aufweist. Als Sänger wird er wohl kaum ein „Billionaire“ werden – aber singen kann man den Titel ja mal. Wobei er das erstaunlich gut meistert. Der fröhliche Reggae macht Stimmung, passt wie Arsch auf Eimer zu Pietro, ist er doch selbstironisch wie der Interpret, und zum ersten Mal fühle ich mich heute Abend richtig gut unterhalten. Keine unheilsschwangere Ballade, kein gezwungen perfekter Auftritt, sondern einfach ein lässiger Typ, der Spaß auf der Bühne hat. Ich bin sehr angenehm überrascht – Pietro Lombardi entpuppt sich als 1A-Spaßbombe! „Du hast es geschafft, den verkrampften Pietro zu Hause zu lassen – das war genial!“, ist Patrick begeistert. Und auch Fernanda lobt: „Ich würde Dich am liebsten knuddeln!“ Die Gelegenheit ergreift Pietro sofort und eilt zum Jury-Pult. „Das war so ziemlich das erste Mal, dass er nen Text auswendig konnte“, bemerkt Bohlen – und dafür gibt’s 50 Taler von Onkel Dieter für den DSDS-Kandidaten mit Welpenschutz.

Marvin Cybulski, der sensible Bär mit der starken Stimme, hat Probleme mit der Choreografie. „Ich bin nicht der Tanzbär“, sagt er von sich – die Stimme muss bei ihm reichen. Und die darf er bei „Midnight Lady“ einsetzen – den Song hatten wir doch schon mal? Warum die Wiederholung, lieber Marvin? Dass Du den kannst, wissen wir doch schon… Obwohl: Heute bringt Marvin das nicht so gefühlvoll und souverän rüber, hat sogar einen kleinen Texthänger. Ist aber immer noch sehr gut gesungen. Patrick Nuo versucht sich als Animateur: „Deine Stimme ist so stark, ich glaube, Du hast alle Ladies auf Deiner Stimme – nicht wahr, Ladies?“ Fernanda bemängelt, dass Marvin nicht mal tanzen wollte. „Nütz die Bühne für Dich aus – mach ne Show!“ Dieter Bohlen findet immer noch, dass Chris Norman die Nummer besser gesungen hat. „Du hast die Nummer aber sehr, sehr gut gesungen.“ Zum Tanzen meint er: „Ein bisschen Performance solltest Du schon haben – Du bist nicht beim Raufaser tapezieren…“

Sarah Engels hat von Schreyl das Prädikat „Miss Ehrgeiz“ verpasst bekommen – und das stimmt. Recht zickig gibt sich die 18-jährige Auszubildende, die sehr von sich und ihren Leistungen überzeugt ist. Im übrigen bekräftigen alle Kandidaten dieser Staffel, wie wichtig ihnen ihr Körper ist. Zahlreiche Filmszenen in Fitness-Studios, auf dem Fußballplatz, beim Joggen… das ist ja fast schon unheimlich. „One moment in time“ ist schon recht ausgelutscht. Und der leistungswilligen Sarah gehen in ihrer Anstrengung eine Menge Gefühl und Töne verloren. Da ist leider nichts eigenes drin; das ist einfach gut gecovert mit kleineren Schwächen. Da kaufe ich lieber das Original, sorry. Wobei Sarah sicherlich eine starke Stimme hat – Mädel, wenn Du weiterkommst, dann leg nächstes Mal bitte mehr Kreatives in den Song, den Du singst. Doch wie sieht’s die Jury? „Wenn man so ein Lied so rüberbringt, hat man wirklich hart gearbeitet“, meint Nuo. Fernanda gefällt sie sehr gut, weil Sarah eine Kämpfernatur ist. „Du bist eine Perfektionistin.“ Allerdings sieht sie Tendenzen zur Verbissenheit. „Für mich bist Du so ein musikalisches Funkenmariechen“, attestiert Bohlen und lobt. Da treten Sarah Tränen in die Augen. Zu früh, denn Kritik kommt auch noch: „Sing einfach, und irgendwann werden die Leute Dich von selber lieben.“ Er findet, dass Sarah zu oft betont, wie toll sie sich selber findet; das Publikum soll Sarah selbst entdecken. Zu spät, Dieterle. Der Zug ist abgefahren – wie Sarah sich präsentiert hat, ist schon zu deutlich.

Die Stunde der Wahrheit ist gekommen: Die Entscheidung ist gefallen – wer ist weiter in der Top 10? Dieter Bohlen sieht Awa, Nicole, Felix und Christoph als Wackelkandidaten. Marco Schreyl will wissen, wen Fernanda ins Finale wählen würde. „Unseren faulen Tänzer, den Marvin“, ist sie sich sicher. Und auch Anna-Carina sieht sie ganz weit vorne. Patrick tut sich schwer, Favoriten. Er sieht allerdings Mike als ausstiegsgefährdet.

Auftritt Dr. Fleischhauer, der Notar, der die Ergebnisse bringt und deplatziert in dieser Show wirkt wie ein Fisch auf einem Fahrrad. Und Marco Schreyl hat nichts verlernt: Er quält uns wieder endlos mit salbungsvollen Reden. Nina Richel muss als erste nach vorne. Sie hat zu wenig Anrufe bekommen – und muss auf die Gnade der Jury hoffen. Dann kommt Mike Müller an die Reihe. Auch er muss zittern, hat zu wenig Stimmen. Norman Langen ist direkt weiter, ebenso Marvin Cybulski! Felix Hahnsch muss auch auf das Urteil der Jury warten. Und Marco Angelini? Der darf auch auf direktem Weg in die Mottoshows einziehen. Awa Corrah hingegen muss auf die Wartebank, ebenso wie Nicole Kandziora. Youngster Sebastian Wurth schafft den Durchmarsch in die Show nächsten Samstag auf Anhieb. Bislang sind übrigens nur Jungs direkt weiter. Hat denn keiner für die Mädels angerufen? Und wieder steht ein Junge vorne: Christopher Schwab. Er muss sich zu den Wartekandidaten gesellen. Wie hat das Publikum im Falle Pietro Lombardi entschieden? Offenbar kommt seine drollige Art an: Er ist direkt weiter. Endlich kommt mal wieder ein Mädchen dran, Zazou Mall. Sie muss auf die Gnade der Jury hoffen. Ardian Bujupi, Anna-Carina Woitschack und Sarah Engels müssen gemeinsam nach vorne. Das erste Mottoshow-Ticket bekommt Ardian. Das ist verdient – nach der merkwürdigen Zur-Schau-Stellung der internen Zoffereien wäre es schade gewesen, wenn das Publikum sich hätte irritieren lassen. Jetzt heißt es Anna-Carina oder Sarah. Welches Mädchen ist auf alle Fälle am Samstag dabei? Anna-Carina darf direkt in die erste Mottoshow einziehen; Sarah muss auf das Urteil der Jury warten.

Dieter Bohlen verkündet, dass sich die Jury nach der Wahl des Publikums richten wird – es kommen also genau die weiter, die von den verbliebenen acht Kandidaten die meisten Stimmen bekommen haben. Allerdings wird die Reihenfolge nicht verraten. Sarah ist als erste weiter. Miniröcke und Highheels auf der Bühne wünscht sich Fernanda – und freut sich, dass auch Zazou weiter ist. Das letzte Ticket für die erste Mottoshow erhält Nina.
Die Kandidaten der Top Ten sind:

Anna-Carina Woitschack, Ardian Bujupi, Marco Angelini, Marvin Cybulski, Norman Langen, Sarah Engels, Zazou Mall, Sebastian Wurth, Pietro Lombardi und Nina Richel.

22 Kommentar

  1. Wie scheiße ist das denn? Voll mieß die Sache Ardian, ich bin kein Fan von ihm, aber die Nummer die da abgezogen wurde ist echt gemein, klar das da jetzt ne menge leute nicht mehr für ihn anrufen werden, ds nenne ich raus mobben.

  2. Tina, du hast ja voll recht. totel mies von dsds. ich rufe jetzt erst recht für ardian an, weil dann wissen die von dsds das mann nicht alles machen kann.

  3. das war totaler kack von dsds .. ich ruff aufjedenfall für ardian an, wollte erst für pietro anrufen aber jetzt extra für ardian die wollen ihn doch offensichtlich raushauen ..

  4. im streit oder in der wut sagt man halt mal sachen die man nicht so meint . .aber dass man sowas vor laufender kamera präsentieren muss, was der oder die gesagt hat ist scheisse. das ist nur rausekeln .. und mehr nicht. hoffe die leute haben verstand und rufen für ardian an !

  5. weiß wer eine nummer von der man aus österreich anrufen kann für pietro ? :/ für ardian hab ich schon 😀

  6. Sarah hat echt geil gesungen. Ich hoffe, dass sie genügend Anrufe bekommt trotz ihrer Selbstverherrlichung. Und den Doc fand ich auch echt STARK!

  7. Scheisse, wie in dem Artikel gegen Sarah geschossen wird. Es sollte mehr motivierte, ehrgeizige Jugendliche wie sie geben. Gesungen hat sie am besten. Dass ihr Damen ehrgeizigen anderen Damen auch gar nichts gönnt, ist mit ein Grund für wenige Frauen in Führungspositionen (bevor das jemand anzweifelt, es ist erwiesen).

  8. ist doch egal wer gewinnt oder net oO ich meine man hört hinterher eh nix mehr von denen xD obwohl ich felix und marco mag 😀 und pietro 😀 aber naja achja die früh rausfliegen von denen hört man noch eher was so wie z.b eugen von the black pony 😀 und dominic büchele 😀

  9. ich hab leider nur Marvin und Sarah noch sehen
    können. Sarah hat wirklich das Herz der
    Zuschauer erfrieren lassen. Mit diesem Auftreten
    hat sie mich zur total abgestossen. Hatte ich
    noch Mitgefühl (Mitleid muss man sich verdienen!)
    beim nächtlichen „Fake-Auftritt“ der anderen
    Zicken auf den Malediven, ist sie jetzt bei
    mir unten durch. Unterste Schublade sich selbst
    so in den Himmel zu loben! Es gab bessere
    Sängerinnen (als ich den Schnelldurchlauf am
    Ende der Hauptsendung sah!)…

  10. mit dieser beschießenen einstellungen wird sarah sich aber nicht beliebt machen sie ist arrogant und hochnässig drückt immer auf die tränendrüse

  11. Dieser Gesichtsausdruck von diesesm angehenden Doktor beim Titel STARK war einfach nur zum kotzen, total schleimig. Naja, der steckt halt auch schon halb in Dieters ……….

  12. schade für Marco, sich den Song „Stark“ auszusuchen, denn die Version von Thomas Godoj in der Staffel 2008 ist kaum zu toppen

  13. Thomas Godoj ist und bleibt der Beste, er hat alle Songs, die er gecovert hat zu seinen Songs gemacht, denn er ist ein Mensch und Sänger mit Herz, Verstand und Gefühl-er weiß, wann und wie er seine Schöne Stimme einzusetzen hat.
    Live ist Thomas Godoj Genuss pur.

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