DSDS 2011: „Deutschland gegen England“ im Liveticker

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Eine Woche Pause zum Durchschnaufen haben die Kandidaten von „Deutschland sucht den Superstar“ bekommen – doch heute steigen sie dafür wieder in die Vollen und begeistern ihre Fans mit je zwei Songs unter dem Motto „Deutschland gegen England“. Natürlich wird auch der Gossip nicht zu kurz kommen – haben Pietro Lombardi und Sarah Engels nun mehr als ein freundschaftliches Verhältnis oder nicht? Wir werden sehen…

Und das singen die Kandidaten in der heutigen Show:

Marco Angelini singt “Vom selben Stern” von “Ich + Ich”  // „Wonderwall“ von „Oasis“
Sebastian Wurth singt “Du trägst keine Liebe in dir” von “Echt” // „Wonderful Life“ von „Hurts“
Pietro Lombardi singt “Mein Stern” von “Ayman” // „Every Breath You Take“ von „Sting“
Ardian Bujupi singt “Dieser Weg” von “Xavier Naidoo” // „Feel“ von „Robbie Williams“
Zazou Mall singt “Stadt” von “Cassandra Steen” // „Fight For This Love“ Cheryl Cole
Sarah Engels singt “Symphonie” von “Silbermond” // „Run“ von „Leona Lewis

Die Kandidaten sind überwältigt: Dass so viele Leute zur Autogrammstunde kommen würden, hätten sie nicht gedacht. Da macht das „Superstar-Dasein“ gleich noch viel mehr Spaß – und damit auch die Lust, auf die Bühne zurückzukehren. „Poptitan“ Dieter Bohlen erscheint effektvoll im Schwarzlicht leuchtend, Patrick Nuo wie üblich etwas überdreht, und die wie immer hinreißend aussehende Fernanda Brandao glänzt in einem langen Corsagenkleid, in dem sie wie die kleine Schwester von Schauspielerin Catherine Zeta-Jones aussieht. Zum Sendungsstart dürfen die Kandidaten einen Disco-Kracher gemeinsam performen; auf den ersten Blick sind mal keine übermäßigen Styling-Sünden auszumachen, und auch bei Pietro geht’s mit den Moves trotz lädiertem Fuß dank Krücke ganz flott.

Der frisch gebackene Papa Bohlen („Windeln wechseln mach ich im Moment nicht“) philosophiert über Gesang in Deutsch und Englisch – an letzterem sei schon Grönemeyer gescheitert. „Es wird ne große Überraschung“, ist er überzeugt. Wie erwartet, erfolgt die medientechnisch perfekt in Szene gesetzte Autogrammstunde in Oberhausen, bei der das Chaos ausbrach und die Fans ausflippten. Neben kreischenden Teenies und niedlichen Kindern kam es zu tumultartigen Szenen und Kreislaufzusammenbrüchen, Prellungen, Quetschungen und weiteren ernsthaften Verletzungen, so dass die Autogrammstunde abgebrochen werden musste. Auch wenn’s schade sei – die Kandidaten haben Verständnis dafür.

Als erster darf heute Youngster Sebastian Wurth auf die Bühne. „Hurts“ hat den richtigen Schmelz und auch die nötige Blues-Komponente. Für einen 16-Jährigen macht Sebastian das wirklich gut. Patrick Nuo findet, dass Sebastian die Nummer steht, aber ihm hat ein bisschen die Leidenschaft gefehlt. „Er sieht aus wie ein Welpe, aber er bellt wie ein Rottweiler“, findet Fernanda Brandao, die den Auftritt toll fand. Dieter Bohlen fand den Auftritt „viagramäßig – Du hast die Leute echt hochbekommen“. Er lobt Sebastian – das geht ja schon gut los.

Der Österreicher Marco Angelini gab in der letzten Show das Rockmonster – rockig geht’s heute weiter mit „Wonderwall“ von Oasis. Das singt er gut, aber irgendwie sehr hell und „undreckig“. Der Song ist eben nicht so einfach wie er auf den ersten Blick scheint. Sicher ist das kein schlechter Auftritt, aber Marcos Stimme erinnert mich ein wenig an Kermit den Frosch, ist mir nicht frech und rotzig genug – und irgendwie ist diese Interpretation etwas langweilig – sorry. Patrick Nuo fand’s zu nett und hat Marco vermisst. Auch Fernanda ist nicht durchweg begeistert. Das Outfit war okay, auch die Art, wie Marco das Publikum einbezieht, aber ansonsten hat es sie nicht vom Hocker gehauen. „Wo steckt man die Künstler hin?“, fragt der Produzent in Dieter Bohlen. Bei Sebastian sei dies klar das „Bravo-„Klientel. Bei Marcos Nummer dachte er eher an die Apotheken-Umschau. Er hat auch das Rockige vermisst.

Zazou Mall, die hübsche Schweizerin, musste letzte Woche harsche Kritik für ihre gesanglichen Leistungen einstecken. Heute will sie das Gegenteil beweisen. Bei „Fight for this love“ muss ich erstmal den Fernseher lauter drehen, denn bei den tieferen Tönen höre ich so gut nix. Leider hat die Jury recht: Eine Superstar-Stimme hat Zazou in der Tat nicht. Sehr schade, denn optisch und auch von ihrer positiven Ausstrahlung her ist sie echt ein Hingucker. Das wird heute wohl eng werden – sie wird wohl auch zu kämpfen haben. „Es war… schön zuzugucken wieder…“, versucht es Patrick positiv zu formulieren. Er fordert, dass sich Zazou „stimmlich nackt“ präsentieren soll. „Ich glaube, Du kannst singen“, meint er. Für Fernanda ist Zazou die „Show-Queen“ mit geilem Outfit, und zur Stimme will sie gar nichts sagen. „Es wird ab jetzt sehr hart für Dich.“ Dieter Bohlen ist für klare Worte bekannt. „Tanzen kann sie ja“, fängt er freundlich an. „Du bist die erfolgreichste Schweizerin in acht Staffeln.“ Aber: „Deine Stimme klingt halt wie meine Einparkhilfe beim Auto – piepsig und klein.“

Der liebenswerte Macho Ardian Bujupi musste schon zweimal ums Weiterkommen zittern – das will er heute nicht nochmal erleben. Seine englische Nummer ist „Feel“ von Robbie Williams. Die Strophe kommt etwas unsicher, der Refrain ist gut. An das Original kommt er nicht ran, aber er gibt dem Stück einen eigenen Touch. Sein bester Auftritt ist das aber sicher nicht. Zu viel Pathos an der falschen Stelle, insgesamt nicht powerful genug. Patrick war’s nicht genug; verpatzte Töne, „im Gefühl geschwommen“. Auch Fernanda war etwas enttäuscht; sie hätte sich mehr Sex-Appeal gewünscht. „Er hat eine gute Stimme“, bescheinigt Dieter Bohlen Ardian. Aber auch er hat Fehler ausgemacht. „Das ist einfach ne Mördernummer; das kann einfach nur Robbie Williams singen.“

Woher weiß Marco Schreyl, dass Sarah Engels gut riecht? Nein, das will ich lieber nicht so genau wissen… Wichtiger ist es, wie Sarah „Run“ präsentiert. Stimme hat sie ja. Und liefert fürs erste den besten Auftritt des Abends. Gefühl, Töne (bis auf Kleinigkeiten, aber das ist live) extrem gut. Das einzige Manko bei ihr ist, dass sie immer wie eine Fleißschülerin wirkt, die sich sehr penibel auf ihre Auftritte vorbereitet und dadurch etwas einstudiert wirkt. Das ist aber wirklich nur eine Klitzekleinigkeit. Stimmlich gesehen dominiert sie die Show. Allerdings meckert Patrick – zum Unmut des Publikums – über nicht getroffene Töne und nicht vorhandenes Gefühl. Fernanda sieht das ganz anders. Sie fand’s klasse. „Ich finde, Du machst alles top!“ Dieter Bohlen meckert erstmal, dass das Publikum seinen Mit-Juror ausgebuht hat. Zum Auftritt allerdings meint er: „Es hat mich nicht berührt, es hat mich umgehauen.

Pietro Lombardi hat schon Bammel vor seinem Titel, „Every breath you take“. Vor allem die hohen Töne sind’s, die er fürchtet. Ob das ein neues Kapitel „Lombardisch“ gibt? Bei Pietro sehe ich jedes Mal eine Steigerung. Gefühle transportieren kann er, auch wenn er ein sehr kreatives Textmanagement betreibt. Patrick assoziiert Pietro mit einer Massage – so relaxt, wie dieser singt. Er mag den Auftritt. Fernanda sagt eigentlich nicht viel zur Leistung, findet Pietro aber offenbar sehr nett. „Das gute Ding bei Dir ist: Bei den Castings warst Du der kleine Depp mit der Cap, aber Du hast Dich jedes Mal weiterentwickelt“, bescheinigt Dieter Bohlen Pietro. Die Nummer sei sehr schwierig: „Du wirst der Erste sein, der mit dieser Nummer weiterkommt.“

„Du trägst keine Liebe in Dir“, singt Sebastian Wurth in Runde zwei, aber auch, wenn das sauber gesungen ist: Das passt nicht. Da fehlt der Herzschmerz. Vielleicht hatte der Basti ja noch keinen Liebeskummer. „Deine innere Haltung war für mich viel besser als die letzten Male, aber noch sehr jungfräulich“, urteilt Patrick. Aha. Fernanda plaudert aus dem Nähkästchen – sie kennt den Sänger von „Echt“ in Echt. „Du hast das saugeil gemacht“, findet sie. „Du kannst Deutsch toll singen“, lobt Dieter und hält diesen Auftritt für einen von Sebastians besten.

Am besten schmeckt’s bei Mami – sagt Marco Angelini, der gefühlte 30 Schnitzel bei seinem Heimaturlaub vertilgt hat. Hoffentlich liegen die ihm jetzt nicht schwer im Magen, wenn er „Vom selben Stern“ singt. Die Nummer passt um Längen besser zu ihm als „Wonderwall“. Allerdings wirkt seine Mimik nicht ganz zum Text – mehr Emotionalität als Li-La-Gute-Laune hätte dem Auftritt besser gestanden. „Du warst mutig, Du warst präsent“, findet Patrick, der die Stimme aber zu nett und zu weit oben fand. „Ich fand’s okay“, meint Fernanda; das hört sich nicht euphorisch an. Sie wünscht sich mehr Tiefe beim nächsten Auftritt – danke, Frau Brandao, das war’s. „Ich hab mich ganz wohl gefühlt“, sagt Dieter und meint vor allem die Background-Tänzerinnen. Er fand die Nummer auch besser als den ersten Titel. Er wünscht sich für Marco das, was er sich für seinen Blinddarm nicht wünscht: Den Durchbruch. Der war gut, Herr Bohlen. Nächstes Mal vielleicht.

Die Schweizer Fans stehen hinter Zazou Mall, die mit „Stadt“ von Kassandra Steen die zweite Chance bekommt, ihr Können zu zeigen. Das Outfit – hautenger Catsuit, schwarz – ist atemberaubend, die Stimme leider nicht. Aber Deutsch scheint ihr zu liegen; hier kommt der Gesang besser rüber als bei der ersten Nummer. Trotzdem dürfte die Straße, die sie im Song besingt, eher aus der Show hinausführen als hinein… Patrick fand die Mischung aus „Catwoman und Lady Gaga“ spannend, den Rest aber leider nicht. Auch Fernanda ist von Zazous Äußerem begeistert und würde die am liebsten gleich heiraten. Dieter murmelt etwas von „Gequake“.

Wie es aussieht, wenn männliche DSDS-Kandidaten eine Strip-Show besuchen? Vergesst es – ziemlich verklemmt… „Das ist nix für mich“, beschließt Ardian Bujupi. Lieber singt er – in Runde zwei „Dieser Weg“, eine äußerst gefühlvolle Nummer. Auch er macht seine Sache mit dieser Nummer wesentlich besser als das erste Stück. Im zweiten Teil des Songs dreht er die Gefühlskanone richtig auf und zieht alle Register. Das dürfte beim „Pop-Titan“ gut ankommen. Patrick gibt sich kritisch, hatte aber am Ende Gänsehaut. „Das waren Welten Unterschied zum ersten Song!“ Fernanda ist begeistert. „Das haut der stärksten Kuh die Milch aus dem Euter – das war der beste Auftritt bisher überhaupt“ – Dieter Bohlen ist entzückt – hab ich’s doch gewusst! Dem Gefühl setzt Ardian noch eins drauf und bittet um Spenden für einen Namensvetter, mit dem er aber nicht verwandt ist.

Es knistert zwischen Sarah und Pietro. „Es knistert… ein bisschen?“, sagt der sympathische Tollpatsch, während Sarah klarstellt: „Wir sind aber kein Paar!“ Haben ja auch keine Zeit für sowas, die beiden. Erst wird gesungen. „Symphonie“ hat sich Sarah Engels vorgenommen. Der Notenschlüssel auf dem Kleid wirkt deplatziert. Klaro, Sarahs Stimme ist die stärkste im Wettbewerb. Im direkten Vergleich hat mir aber die englische Nummer besser an ihr gefallen. Patrick hat Sarah zu viel „geflattert“. Er ist nicht überzeugt. Auch Fernanda klingt reserviert. „Hau auf den Putz“, rät sie der Kandidatin. „Du warst ein, zwei Klassen schlechter als bei der ersten Nummer“, meint Dieter, der auch das Outfit gewöhnungsbedürftig findet.

Pietro Lombardi hat Grausames erlebt: Eine Brusthaarentfernung. Jaja, der Weg zum Superstar ist hart. Unter anderem auch, weil man da singen können sollte. Das versucht er mit „Mein Stern“ unter Beweis zu stellen. Aua, die hohen Töne tun weh! Pietro quält sich durch den Song (und erinnert dabei irgendwie an die fast schon legendäre Version von „Que sera“), hat einen Texthänger – und zum ersten Mal langweile ich mich bei einem seiner Auftritte. Patrick rät zu Textlernen statt Kuscheln. „Das Wichtigste ist, Contenance zu wahren“, gibt Fernanda Pietro einen Tipp. Dieter rügt schon heftiger. „Du bist unkonzentriert“, meckert er und versucht’s mit konstruktiver Kritik. Der arme Pietro ist auch ganz geknickt – sollte er heute weiterkommen, wird er sicherlich die ganze Woche über den Songtexten hängen, bis ihm der Kopf raucht.

Da es bei der Ansage/Anzeige der Voting-Telefonnummern RTL etwas durcheinander gebracht hat, hier nochmals die richtigen Durchwahlen für alle Fans: 01379-1001-plus jeweils die Endung 1 für Sebastian, 2 für Marco, 3 für Zazou, 4 für Ardian, 5 für Sarah und 6 für Pietro. Und was sagt die Jury über die heutigen Auftritte? Hier die Prognose: Dieter Bohlen sieht Sarah und Ardian vorne; er sieht Zazou hinten.

Eine kleine Sensation: Heute fliegt keiner raus bei „Deutschland sucht den Superstar“! Der Grund: Zeitweise waren vertauschte Endziffern bei Zazou und Marco! Die Anruferzahlen, die bis zu der irrtümlichen Darstellung abgegeben wurden, werden auf den nächsten Samstag übertragen – der Rest geht allerdings verloren. Dadurch hat die Show dieses Jahr eine Mottoshow mehr, und das Finale verschiebt sich vom 30. April auf den 7. Mai! Das hat es in der Geschichte von DSDS noch nie gegeben.

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