DSDS 2011: Der Live-Ticker zum Recall, Teil 1

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Trubel um Nico Raecke: Das diesjährige DSDS-Problemkind mit Knastvergangenheit wollte sich vor dem Recall drücken. Warum aber läuft RTL dem zickigen Möchtegern-Superstar auch noch nach – hatte Dieter Bohlen doch schon im Casting verkündet, Nico „genau im Auge“ zu behalten und ihn direkt nach Hause zu befördern, sollte er sich daneben benehmen. Statt dessen folgten Reporter und Kamerateam dem Berliner vor die Haustür – das erste DSDS-Skandälchen scheint perfekt! Wird sich Nico trotz seiner Verspätung im Team mit Sedan und Sahin behaupten können? Und wer darf mit auf die Malediven? Lest hier im Live-Ticker, wie die erste Recall-Sendung läuft…

Pietro zittert. Er hat Lampenfieber, Angst, dass er seinen Part versaut. Werden die vier Jungs den Song von „One Republic“ meistern? Der Anfang ist nicht gut – Pietro versagt die Stimme. Doch Dieter Bohlen zeigt – oh Wunder – Verständnis. Zweimal dürfen die Vier nochmals beginnen. Mit Unterstützung von Ardian schaft Pietro den Einstieg. Dann läuft zwar nicht perfekt, aber recht gut – bis sich wieder Unsicherheiten und schräge Töne daruntermischen. Bohlen ist sauer: „Ihr seid wie die letzten Flitzpiepen – Ihr könnt weggehen; ich will diesen Schrott nicht sehen!“ Die Nerven der Teilnehmer liegen blank. Mit düsteren Mienen warten sie auf das endgültige Urteil. Pietro weint. Ardian versucht, den Kameraden aufzubauen – ein sehr sympathischer Zug. Unterdessen berät sich die Jury. Nuo attestiert Cem ein „sehr gesundes Selbstvertrauen“, aber er hat keine Leistung gesehen. Zu zittrig, zu verkrampft. „Wo warst Du?“, fragt er sich – Cem ist draußen. Ardian hingegen – und das war klar – ist weiter. Teamgeist, gute Leistung – einer der stärksten und sympathischsten Teilnehmer hat’s geschafft! Freut mich sehr für ihn. Die Achterbahnfahrt geht weiter: Bekir wirkte kraftlos auf die Jury, muss auch gehen. Und Pietro? „Ich war schockiert, dass auch Du heute Deinen Text nicht wirklich konntest“, bedauert Patrick Nuo. Texte seien wie Bilder, erklärt er ihm, und dann passiert ein kleines Wunder: Pietro ist weiter! Das ist natürlich bitter für die anderen beiden, die Pietro mit seiner Unsicherheit aus dem Takt gebracht hat.

Die sehbehinderte blonde Sibel Cam aus Österreich darf überraschend nachträglich am Recall teilnehmen. Sie soll zusammen mit Nina, Nicole und Nicole II in einer Gruppe die Show meistern. Wie reagieren die drei anderen, die als Team schon zusammengewachsen sind? Begeisterung sieht anders aus… Da hilft nix – die Girlgroup muss da durch. Nervös legen die Mädels los. Na, das sieht doch gar nicht schlecht aus – und hört sich auch nicht schlecht an. Das Urteil kommt postwendend. Sibel ist als erste dran. Leider konnte sie die Jury nicht überzeugen. „Okay“, lautet Bohlens Urteil – aber es reicht nicht. „Ich hätte Dir gerne ein Ja gegeben“, tröstet der sichtlich mitgenommene „Pop-Titan“. Nina weint da trotz des Lobs. Eine „Spitzenleistung“ wird ihr bescheinigt. Und Nicole? War spitzenmäßig gut, befindet die Jury. Auch die zweite Nicole ist weiter. Sibel wird von den drei anderen aber nicht vergessen, sondern gedrückt und getröstet.

Die „Lady in Red“ dürfen sich Christian, Marvin und Michael vornehmen. Marvin hat schlechte Erinnerungen an den Song – es war die Melodie einer vergangenen Liebesbeziehung. Apropos Marvin: Der schnarcht, erfahren wir von seinen Zimmergenossen. Das steigert die Moral nicht unbedingt – die schlaflosen Herren wandern aus. Fernanda Brandao freut sich schon auf den Auftritt. Bei Christian hat man das Gefühl, ein junger Rod Stewart steht da auf der Bühne. Doch Marvin übertrumpft alle: Trauer und Schmerz, die er bei der Erinnerung an seine Ex-Freundin verspürt, legt er in den Song und macht dadurch etwas ganz Besonderes daraus. „Zu viel Mittelmaß und zu wenig Star-Appeal“ wird Christian bescheinigt – er ist weg vom Fenster, ebenso wie Michael. „Du warst so ein Oberhammer, Du hast den Refrain gesungen wie ein Gott“, schwärmt Bohlen hingegen bei Marvin. Der kann es kaum fassen. Und Bohlen auch nicht. Allerdings hängen auf den Malediven Wolken über dem Horizont, wie man in der Vorschau zu sehen bekommt: Marvin kriegt Lampenfieber in der Karibik.

Zurück zum Recall in Köln. „Küss mich, halt mich, lieb mich“, sollen die vier Mädels singen. Katharina, die forsche Blondine, die zurückhaltende Bayerin Denise, die glamouröse Asana und die etwas unmotiviert wirkende Sabina, die lieber raucht und telefoniert statt zu üben – ein ziemlich explosiv wirkendes Gespann. Das gibt Stress, aber den Zickenterror kennt man ja schon aus früheren Staffeln. „Jetzt müssen wir einfach was machen“, gibt die apfelessende Katharina den Ton an. Sabina will Asana das Walzertanzen beibringen, Denise hat Kopfschmerzen und Katharina will einfach nur fertig werden mit dem Proben. Der nächste Morgen ist alles andere als entspannt. „Ich denk, wir werden uns ziemlich zum Deppen machen im Fernsehen“, schätzt Denise die Lage ein. „Gefühl“ fordert Dieter Bohlen, und „Kleinkinderromantik“. „Herr Bohlen, ich bin nicht dumm!“, kontert Katharina. Ob das gut geht? Sie und auch Denise machen ihre Sache sehr gut, aber Asana und Sabina kriegen ihre Parts überhaupt nicht auf die Reihe. Ausgerechnet Katharina denkt, dass sie ausgeschieden ist. „Ich leide“, verkündet sie theatralisch. Asana muss sich als erste dem Urteil der Jury stellen. „Stimmlich hat es leider nicht genügt“, meint Nuo. Sie ist raus. Und Sabina? Ihr wird Bühnenpräsenz bescheinigt, „aber Du hast Dich von den kleinsten Sachen irritieren lassen“. Auch sie ist – völlig zu Recht – ausgeschieden. Dann ist Katharina an der Reihe. „Du gehst ganz schön an die Grenzen“, rügt der Schweizer Juror, „aber wir glauben, dass in Dir Talent steckt; Deine Stimme ist toll!“ Dafür wird er von der quirligen Blonden umarmt. Es bleibt die Wertung von Denise. „Du hast ne super, super Stimme, bist ein positives Mädel – Du bist weiter!“ Ein Schrei der Freude erfolgt, und die beiden Siegerinnen umarmen sich. Asana hingegen rauscht stinksauer davon. „Ich finde es ein bisschen ungerecht, dass die Katharina weiter ist“, mault sie beleidigt. Aha? Nun, vielleicht hat Asana ja was an den Ohren?

Linai, Zazou, Fatima und Medina wollen einen perfekten Auftritt hinlegen. Erst geht es zum Shoppen in die City. Barfuß im Minikleid geht’s auf die Bühne. „Käsefüße-Alarm“, stänkert Bohlen. Die Outfits erinnern ihn an die Rheumadecken seiner Oma. Schicke Oma hat der Bohlen, sehr modebewusst. Choreografie, Gesang – tolle Sache. Die vier Mädels präsentieren „Waka waka“ voller lebenslust. „Fatima, Du warst der Hammer“, meint Bohlen. „Linai, Du bist der kleine Krümel, der uns fehlt – bist auch dabei.“ „Hammerleistung, Zazou“. „Medina, Du bist auch weiter.“ Bei dem Auftritt mehr als verdient.

Dann gibt es ein Duett. Anna-Carina feiert aber erstmal in ihren 18. Geburtstag hinein. Am nächsten Morgen zeigt sie Gesangspartner Tobias ihr Outfit. Der findet es sexy. Das Klavier spielt erstmal „Happy Birthday“ für die nunmehr Volljährige, die gerührt ist. Hach, was ist es aber auch nett in der lieben großen DSDS-Familie. Wie lieb… Anna-Carinas schöne rauchige Stimme harmoniert gut mit dem schön dreckig hingerotzten Part von Tobias. Klang ganz nett. Und was meint die Jury? „Ihr habt es uns heute sehr, sehr, sehr schwierig gemacht…“, meint Patrick Nuo. Die Jury konnte nämlich nix zum Kritisieren finden. Was für ein Glück! Und was für ein schönes Geburtstagsgeschenk für Anna-Carina.

Selam und Shahin sollen auch ein Duett singen. Auch hier kommt ein Überraschungskandidat hinzu: Der als „unheimlicher Knasti“ propagierte Sänger, der mit Sicherheit zu den begabtesten Kandidaten zählt, läuft mit zwölf Stunden Verspätung in den Recall ein. Nico scheint sein aggressives Image zu lieben – und pflegt es. Keine Freundschaft – nur Konkurrenz. Er will keinesfalls mit den anderen zusammen auftreten, hat Angst, dass die Gruppenkameraden ihm den Auftritt versauen könnten. Selam und Shahin versuchen, Nico zu überreden. Mit Erfolg. „Ich werd alles geben“, verkündet er – und ist überzeugt, die anderen beiden „wegzubomben“ mit seiner Performance und seiner Stimme. Kaputtmachen will er seine Partner. Unsympathischer geht’s nimmer. Wird die Jury der Quote zuliebe den „bösen Buben“ der Staffel weiterlassen, nur damit die Zuschauer dranbleiben? Na, so toll war der Auftritt von Nico nun wirklich nicht. Das sieht nicht nach Superstar aus. Das wirkt so theatralisch, dass es inszeniert wirkt. „Vom besten Sänger Deutschlands möchte ich mehr hören“, mosert Dieter Bohlen völlig zurecht. Mit seinem Auftritt und Verhalten hat Shanin die Gruppe zusammengehalten – er ist weiter. Selam hat nicht hundertprozentig überzeugen, doch weil er eine einzigartige Stimme hat, ist auch er in der nächsten Runde. Doch was wird aus Nico? „Du hast Talent“, bescheinigt ihm Bohlen. „Es wäre traurig für Dich, wenn Du unter die Räder kommst.“ Der Silberrücken unter den Juroren hält Nico wieder mal eine Moralpredigt – und gibt ihm tatsächlich eine Chance. Vergebens: Kurz nach dem Recall muss Nico in den Knast: Raub und Körperverletzung. Ich bin, ehrlich gesagt, nicht böse drüber…

Dann ist Menderes Bagci an der Reihe. In einer Dreiergruppe mit Trimo und Kürshad soll er „Yammi, yammi“ singen – und versucht, seinen Partnern Tipps zu geben. Dabei ist doch alles ganz einfach: Merk Dir den Text! In der Tiefgarage wird geübt. Dort, wo auch Mehrzad Marashi und Menowin Fröhlich, Platz 1 und 2 der Vorjahres-Staffel, geübt haben. Ob sich’s genauso gut anhört wie bei denen? *örgs* Na, hoffentlich läuft der Auftritt besser… Nun, die Choreografie ist zwar ganz nett, aber seit wann, bitteschön, ist der Song ein Kanon??? Das Timing stimmt nicht. Dieter Bohlen stoppt das Unternehmen und gibt Ratschläge. Im dritten Anlauf geht es dann… besser. Nicht gut. Mit vollem Gefühl singt Menderes daneben. Die anderen auch. Die Jury rollt mit den Augen. Und lacht. Draußen spricht Menderes vom „Adrenalin-Kick“. „Wir waren die allergrößte Lachnummer!“, sieht Trimo den Auftritt genau richtig – und schiebt die Schuld auf Menderes. „Du hast supergut getanzt und supergut gesungen – im Casting“, urteilt Bohlen über Trimo, „Du bist leider nicht weiter.“ Auch Kürshad muss nach Hause gehen. Dann ist Menderes, zum 8. Mal dabei, an der Reihe. „Ab jetzt würde es ungerecht werden; es wäre einfach nicht fair, Dich weiterzulassen – Du hast es leider nicht geschafft“ – so lautet die Botschaft Bohlens an den Dauerkandidaten. Alles andere wäre auch nicht nachvollziehbar gewesen.

Auch Norman, Dominik, Sarah, Philipp, Daniel, Mike, Christopher, Sebastian, Mike und noch viele mehr haben den Sprung in die nächste Runde geschafft – und dürfen auf die Malediven reisen. Es folgen Szenen wie aus dem Reisekatalog und eine neuerliche Rede Dieter Bohlens, begleitet von Jubelschreien der übriggebliebenen Kandidaten.

Fatima hat aber ein riesiges Problem: Ihr Pass ist ungültig. Platzt damit ihr Traum? Glück gehabt: Sie darf reisen. Im Paradies dürfen die Kandidaten dann bei tropischen Temperaturen ihr Können zeigen. Die Mädels agieren vorzugsweise in knappen Bikinis. Das erfreut des Poptitanen Herz. Nicht nur wegen dem Gesang. Herr Bohlen ist ja schönen Kurven nicht ganz abgeneigt. Wie’s weitergeht, erfahrt Ihr hier am nächsten Mittwoch. Bis dahin – mir fällt zur heutigen Sendung vorerst nur noch eins ein: ICH WILL JETZT AUF DIE MALEDIVEN!!! SOFORT!!! Die DSDS-Leute haben den Platz inzwischen ja wieder geräumt… 😉

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