DSDS 2011: Casting-Dauerbrenner Menderez ist wieder da

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Wo sind die Goldkehlchen Deutschlands? Bislang hatte man in den Castings von DSDS eher das Gefühl, dass alles mit Schaumbremse läuft. Nur wenige der bisherigen Kandidaten scheinen wirklich großes Potential und das „besondere Etwas“ zu haben, das man braucht, um im Musikgeschäft zu bestehen – oder um wenigstens in den Live-Shows am Samstagabend zu begeistern. Statt echten Talenten eine Chance zu geben, bietet RTL dieses Mal dem nervigen Dauerbrenner Menderez wieder eine Plattform. *gähn*

Barbara vom Bodensee ist 22 und findet Singen toll. Sie hört auch ein bisschen Metal – allerding wird ihr Trailer zum Casting mit „Heidi“ unterlegt. Doch was hat die schwarz-rote Wuchtbrumme auf dem Kasten? Der Vorspann lässt Schreckliches ahnen… Barbara kommt von einem Bauernhof, und eine Schnapsbrennerei hat ihre Familie auch. Das lässt Patrick aufhorchen. Doch wie sieht’s aus, wenn sie mit Björks „It’s all so quiet“ punkten will? Nicht gut: Bohlen ist’s zu leise. „Die Nummer ist Scheiße im Casting“, zickt er. „Du bist echt süß“, meint Nuo, „aber leider nein…“ – „Du hast ein bisschen was von einem Betonmischer“, drückt es Bohlen aus. Dreimal Nein, das war wohl nix… Doch Patrick Nuo tröstet die traurige Kandidaten.

Der 26-jährigen Norman Lange tritt auf Mallorca-Parties auf. Ob das eine gute Voraussetzung fürs DSDS-Casting ist? Styling sei ihm wichtig. „Ich bin ein absoluter Hämorrhoiden-Fetischist.“ Hä? Ach, die Salbe gegen dieses Leiden hilft auch gegen Augenringe. Wusste ich auch noch nicht. Wie er da wohl draufkam? „Ich bau Dir ein Schloss“ klingt wie ein 08/15-Schlager, recht gefühllos und launig. Das fällt auch Bohlen auf, aber er findet Norman nicht schlecht und gibt ihm ein Ja. Auch die beiden anderen Juroren sehen das so – der Junge ist weiter.

Robin Mithoff ist 19 und macht erst seit einigen Jahren Musik – dafür aber gleich in zwei Bands. Bevor er lossingen darf, muss Bohlen erst eine wichtige Mission erfüllen: Dem Kandidaten den offenen Hosenschlitz schließen. Das gestaltet sich schwierig, aber wenigstens erhält die geneigte Damenwelt einen Einblick auf karierte braune Unterhosen. „Wir können nicht aus nichts irgendwas machen“, konstatiert Dieter Bohlen allerdings nach den eher kläglichen Gesangsversuchen von Robin.

Zwölf Stunden mit dem Ständer hat der 18-jährige Pietro Lombardi vor seinem Auftritt verbracht. Neiiiiin!!! Nicht SO ein Ständer – den Keyboardständer hat er gemeint. Selbiges Gerät hat er nämlich mitgebracht. Pietro hat eine Nummer von Jay Shaun mitgebracht – und hat trotz Kratzen im Hals Glück, dass Fernanda ihn süß findet. Sie hält ihn für einen „Bravo-Typ“ und gibt ihm ein Ja. Patrick hat Pietro vor dem Auftritt schon im Flur gehört – und ist überzeugt, dass der Junge Potential hat. Bohlen sieht’s genauso – und so ist Pietro mit 3 x Ja im Recall. „Recall, Babyyyy!“, ruft der vorher schüchtern wirkende Pietro im Gang und wedelt mit dem Zettel.

Die 20-jährige Jennifer Kurth tritt barfuß auf. „Mal was ganz anderes“, befindet sie. Wow! Echt? Da gab’s schon andere, die das gemacht haben, junge Dame… Doch was kommt aus Jennifers Mund? Ohoh… das Lied erkenne ich leider nicht. Die Jury leidet. Dreimal Nein – „Das ist gemein!“, bettelt Jennifer. Nützt nix.

Sarah Engels ist 18 und befindet, dass sie gut aussieht, toll singen kann und deshalb Superstar werden sollte. Schon im Vorjahr war sie dabei, scheiterte aber im Recall. Dieses Mal will sie’s besser machen mit „Run“ von Leona Lewis. Singen kann sie, das kann keiner bestreiten. „Du hast das jetzt natürlich auswendig gelernt“, erkennt Dieter Bohlen, der ihr aber trotzdem ein Ja gibt. Auch Fernanda und Patrick finden Sarahs Stimme toll – mal sehen, wie es ihr dieses Mal ergeht.

„Jede Kartoffel hat mehr Stärke in der Stimme“, kommentiert Bohlen den Auftritt von Renè, der „Yesterday“ versaut. Auch Roberto kommt mit seinem Genuschel nicht weiter. „Das ist jetzt nicht Dein Ernst?“, wettert der Pop-Titan. Doch es kommt noch schlimmer: Menderez Bagci, der Dauerkandidat, kommt wieder. Im schwarz-weißen Anzug und mit goldener Krawatte tritt Menderez zum 8. Mal im Casting auf. Bohlen bescheinigt ihm zumindest schon mal einen höheren Bekanntheitsgrad als Fernanda und Patrick. „Ich möchte in den Recall erstmal“, meint Menderez treuherzig wie immer. Heute gibt es „Fresh“ von Kool & the Gang auf die Bühne. Nett sieht es ja schon aus, wie der Junge mit der Micky-Maus-Stimme da performt. Hab ich schon mal erwähnt, dass ich den Song nicht leiden kann? „Das klingt nicht wie ein Mensch, das klingt ganz froschartig“, meint Bohlen, der Menderez am liebsten als Partner von Thomas Anders sehen würde. Fernanda würde ihm am liebsten ein Ja geben, aber: „Jeder, der bis jetzt weitergekommen ist, ist besser als Du.“ Patrick hingegen findet Menderez stark und gibt ihm ein Ja. „Es gibt niemanden auf diesem Planeten, der das mehr will“, attestiert Dieter Bohlen, denkt aber, dass es Menderez nicht mal bis zum Ende des Universums schaffen wird, singen zu können. Er bescheinigt dem Spaßkandidaten aber immerhin, dass er sich seit dem ersten Auftritt tatsächlich verbessert hat. Es bitzelt Bohlen aber schon, ob Menderez es bis in die Top 15 schaffen könnte, denn: „Wenn Du dann rausfliegst, darfst Du nicht wiederkommen.“ „Ich habe immer gesagt, geh zum Teufel – und Du bist immer zu mir gekommen.“ Die Sensation ist perfekt: Menderez ist im Recall!

Es wäre Zeit für ein echtes Talent… Vielleicht haben wir ja mit der 24-jährigen Samira Glück. Die bringt ihren Mini-Hund mit. Miko ist ein Chihuahua-Welpe – und trägt stolz die Recallnummer auf dem Wollpulli. Samira singt „Almost Lover“ von A Fine Frenzy, doch ihr Auftritt ist eigentlich nur Nebensache – der Wuffi ist interessanter. Öh, wäre mir auch so gegangen, ganz ehrlich… Dieter Bohlen findet, dass Miko ein gutes Jury-Mitglied wäre: „Er hat gegähnt…“ Leider dreimal Nein. „Komm, Du hast einen schönen Hund, da musst Du nicht traurig sein“, tröstet das Dieterle.

„Wie schlimm kann es noch werden?“, fragt sich jetzt RTL im Abspann schon selber. Allerdings lässt die Vorschau doch an mancher Stelle hoffen, dass es noch Talente in Deutschland gibt. Bis dann – pflegt Eure Ohren bis Samstag…

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