DSDS 2011: Denise Lorenz bezaubert mit toller Stimme und bayerischem Dialekt

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Das Casting geht in die nächste Runde. Der 16-jährige Dortmunder Jan-Hendrik Manche ist als erster dran. Der Junge trägt gerne Make-up. „Das heißt aber nicht, dass ich eine Diva bin“ lacht das „male It-Girl“, wie ihn eine Freundin beschreibt. Ein Jahr Gesangsunterricht hatte Jan – ob das reicht? Eine ausgiebige Tanzeinlage wird von Fernanda mit einer Flasche Wasser belohnt. Dieter Bohlen hingegen hält Jan für „etwas unfit“. „Hit me baby“ von Britney Spears darf’s sein – mit Walkman auf den Ohren. Lieber Jan, das war wohl nix – und wenn Du noch so unterhaltsam bist. Jan ist fertig mit den Nerven, findet sich aber gut. „Du hast Dich heute richtig volle Kanne blamiert“, meint Bohlen. Das heißt dann wohl tschüss – auch wenn Jan das nicht wahrhaben will. Er fand sich „endlaser“. Nützt aber nichts…

Ob’s die heutige Nummer zwei besser macht? Der 16-jährige Sebastian Wurth ist ein Mädchentyp, sehr sympathisch. Ich sehe die Gitarre – und ahne schon, dass das was wird. „Ich will Sänger werden“, erzählt er der Jury, aber er weiß schon, dass das nicht einfach ist. Mit der Nummer von Jason Mraz überzeugt er aber auf der Stelle die Jury – und gewinnt Fernandas Herz im Sturm. Nur die Frisur würde sie ihm gerne ändern.

Dann wird’s sportlich. Mohamed El-Ahmad ist ein „moderner Moslem“, der zugibt, auch Schwächen zu haben. In seiner Freizeit macht er „Parcours“, springt über Dächer und klettert an Häuserfassaden hoch. Er behauptet, besser als alle bisherigen Finalisten gesungen zu haben. Aber bevor er das unter Beweis stellen soll, kriegt Patrick Nuo erst einen Crashkurs im Salto-Schlagen. Sichtlich nervös konzentriert sich der Schweizer Juror – und springt … nicht. Erst im zweiten Anlauf klappt es. Doch was eigentlich wichtiger wäre: Kann der Kandidat jetzt singen oder nicht? An Whitney Houston haben sich schon viele die Zähne ausgebissen – auch Mohamed geht es nicht anders. Dreimal Nein – war Bohlen gerade noch charmant, kommen jetzt harte Sprüche. Die kommen dem Enttäuschten vor der Tür dann auch über die Lippen.

Im anschließenden Song-Quiz krieg ich 100 Punkte: „Smalltown Boy“ hab ich gleich erkannt – allerdings nur des Textes wegen; gesanglich war’s nicht zu erraten.

Awa Corrah, eine hübsche Bremerin, achtet sehr auf ihr Aussehen und gibt zu, auch mal eine Zicke zu sein. Bohlen fallen gleich die gefärbten Haare auf – den blonden Afro findet er spannend – und darf gleich mal anfassen. „Da könnte ich mir schöne Hausschuhe von machen“, meint der Chef-Juror. Die 17-Jährige singt „Glashaus“. Das kommt recht zittrig; kein Wunder: Awa ist nervös. Nuo tut sich schwer – er findet Awa zwar toll, aber die Stimme überzeugt ihn nicht. Fernanda findet sie cool – und gibt ein Ja. Endlich mal ein bisschen Spannung in der Jury! Bohlen macht’s kurz: Er findet Awa supertoll. Die lacht Nuo förmlich aus. „Ich hab’s auch ohne Dich geschafft!“

Denise Lorenz ist 16 – und kommt aus Bayern. Sie ist so bayerisch, dass RTL glatt Untertitel für Nicht-Bayern stiftet. Die Jury muss erstmal nachfragen, wo Denise herkommt: „Woidkircha“ – soll heißen: „Waldkirchen“. Trotzdem: Denise hat eine Gitarre dabei, kommt also vermutlich weiter. „Hallelujah“, singt sie. Mit einer Stimme, die von einer jungen Joan Baez stammen können. „Denise, das war echt super“, lobt Bohlen. „Wow“, meint Fernanda. Und auch Patrick gibt Denise ein klares Ja. Das dürfte noch spannend werden mit der „Kleinen“…

Pierre Rausch hingegen hat trotz Gitarre keine Chance. Ehrlich gesagt: Ich hätte ihn ins Song-Quiz gesteckt. „Mit so einer Stimme kommst Du auf ein Fahndungsplakat der Polizei, nicht in die Charts“, urteilt Bohlen. Stamatia Tsompanidou, nennt sich lieber Melody – das sei ihr Künstlername, den sie sich sogar auf die Hüfte tätowiert hat. Musik ist für sie wie Sauerstoff. Aber ob sie davon auch genug im Blut hat? Ich bin mal kritisch… Dieter Bohlen wird sich vermutlich nicht von dem mitgebrachten Teddybären bestechen lassen. „Ich glaub, Du kannst nicht singen“, meint er knallhart. „Soulmate“ von Natasha Beddingfield ist eine sehr gefühlvolle Nummer. „Das war besser als erwartet“, muss Bohlen zugeben. Überraschung: Stamatia kriegt drei Jas. Ob das nun Pech oder Glück ist: Die männlichen Jury-Mitglieder müssen sich abknutschen lassen. Mich erinnert die Dame allerdings immer noch an eine dunkelhaarige Paris Hilton.

Dennis Schuhen ist 16 und sieht aus, als könnte er der neue kleine „Checker“ werden. Erfahrung mit Mädels hat er noch nicht; die wichtigste Person in seinem Leben ist – sein Papa. Ist das nicht nett? „Mal sehen, ob ich auch singen kann“, überrascht er die Jury. „Optimale Voraussetzung für ein Casting“, kommentiert Dieter Bohlen trocken. „If you don’t know me by now“ gibt Dennis zum besten – und bringt die Jury zum Lachen. Naja, besser als Weinen. Bohlen findet, dass sein Frosch mehr Rhythmusgefühl habe als Dennis. „Ich fand’s ja wunderschön, wie Du Dich bemüht hast – aber es war halt Schxxxe.“ Und tschüss – bis

2 Kommentar

  1. Gut, dass ich mir dank Eurer Berichterstattung diesen Schrott nicht ansehen muss! Das kommt gleich nach Dschungelcamp…

  2. Dschungelcamp find ich ja nicht gaaanz so schlimm… , das kann ich mir ja noch manchmal angucken. Bei DSDS gestern Abend musste ich jedenfalls nach der 16jährigen Jan-Diva mit Nervfaktor 10 hoch 9 dringend abschalten!!
    Zum Glück hab ich ja immer Cat´s Zusammenfassungen!! 😉

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