DSDS 2009 – Die Zusammenfassung der 5. Mottoshow vom 11.04.: Vanessa ist raus, AnnMie locker weiter!

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Irgendwie war alles anders in der gestrigen Mottoshow und trotzdem blieb alles beim Alten. Die letzten verbliebenen 6 Kandidaten mussten in dieser Show erstmals 2 Songs singen und jeweils ein Liebeslied, sowie einen aktuellen Hit präsentieren. Natürlich mussten die Liebeslieder auch jemandem gewidmet werden. Im besten Falle fließen bei diesen Widmungen ja Tränen…

Begonnen wurde dann auch mit der Runde der Love-Songs und Dominik Büchele durfte als erster Kandidat auf die Bühne kommen. Er widmete seine Version von „Stark“ (Ich + Ich) seinem Heimatdorf Kappel-Grafenhausen. Er hatte sich die Kritik der Jury aus der letzten Sendung zu Herzen genommen und sich sogar an Ninas Vorschlag mit dem Stuhl erinnert. Er wollte etwas mehr „Pep“ in seine Performance bringen. In meinen Ohren war eine deutliche Steigerung zu hören, Bohlen fand trotzdem keine guten Worte. Er mäkelte, dass seine „Extremitäten“ eingeschlafen seien. So schlimm war der Auftritt keinesfalls. Ich bin zwar kein großer Fan von Domi, diese Kritik war aber ausnahmsweise mal völlig unangebracht.

Benny Kieckhäben konnte die Jury danach mit seiner Version von „Und wenn ein Lied“ (Söhne Mannheims) die Jury überzeugen. Neues Styling (Abkehr vom Paradiesvogel, hinein in den Maßanzug) und ein ruhiger, deutscher Song. Persönlich war ich nicht gerade angetan, gesungen war es nicht mal schlecht, allerdings war mir der Dialekt einfach zu stark. Dies wurde auch von der Jury angesprochen, Dieter fand das sogar gut. Ich fands ganz übel. So kann man sich den Song in keinem Fall geben. Und das sollte bei einem guten Sänger einfach drin sein, er muss in der Lage sein, sich die richtige Aussprache anzutrainieren.

Vanessa Neigert machte als Nächste ihrem Status als Schlagerprinzesschen alle Ehre. In bester Musikantenstadl-Manier taperte sie durch das Publikum und sammelte Blümchen ein. Gesanglich ist das Mädel sicher nicht die Stärkste, trotzdem wiederhole ich mich: Wenn ich Produzent wäre, dann hätte Neigert schon längst einen Plattenvertrag in der Tasche. Im Schlager-Business und mit den richtigen Songs kann man aus ihr noch richtig was machen. Bei DSDS war sie eigentlich falsch…

Nun kam mein persönlicher Liebling an den Start: Annemarie Eilfeld! Im Einspieler zeigt die schöne blonde Sängerin erstmals Anzeichen von Schwäche und weint. Sie ist also nicht so stark, wie sie immer tut. Trotzdem erntet sie erneut Buhrufe, als sie die Bühne betritt. Sie widmet den Song ihren Eltern und packt dann eine sensationelle Performance von Pinks „Nobody Knows“ aus. Eine absolut solide und in meinen Augen die bisher beste Performance des Abends. Und auch die Jury scheint endlich überzeugt, sogar Dieter Bohlen findet nette Worte für Annemarie, auch wenn er sich einen Seitenhieb auf ihren Vater nicht verkneifen kann. Er sagt, dass sie sich zum ersten Mal auf’s Singen konzentriert habe und nicht auf die „ganze andere Scheiße“. Dann teilt er noch einmal in Richtung Papa Eilfeld aus: Ob in China ein Sack Reis umfalle oder ob er Hr. Eilfeld was sage…
Fand ich persönlich nicht so ganz ok. Warum kann man Annemarie nicht einmal die positive Resonanz in all ihren Zügen auskosten lassen??
Trotzdem hat sich das Blatt gedreht. Annemarie zeigt ihre bisher stärkste Performance, wird von der Jury akzeptiert und sogar die BILD-Zeitung arbeitet wohl mit an ihrem Erfolg. Gerade das Boulevard-Blatt hat wohl ein gesteigertes Interesse an der heißen Sängerin. Selten konnten wohl derartige Schlagzeilen und sexy Fotos mit einer bestimmten Kandidatin produziert werden. Nicht verwunderlich also, dass sich die Zeitung hinter die Sängerin stellt. Neuerdings kann man übrigens 10.000 € gewinnen, wenn man für Annemarie Eilfeld anruft. Das sagt doch alles, oder? Verdient hat sie es aber, sie muss schon mit genug Häme fertig werden.

Daniel Schuhmacher und Sarah Kreuz gehen als letzte Kandidaten der ersten Runde an den Start. Eigentlich braucht man sich die beiden Auftritte gar nicht anschauen, die sind sowieso immer gut. Trotzdem stellt sich nach Daniels Auftritt heraus, dass Bohlen ihn wohl zu seinem Lieblingskandidaten erkoren hat und wohl schon Pläne mit dem smarten Sänger hat. Er habe „Visionen“ und wahrscheinlich schon jede Menge Hits im Kopf. Sarah Kreuz legt ebenfalls eine erstklassige Perfomance hin, auch wenn es ihr die Windmaschine sichtlich schwer macht. Die junge Sängerin ist so prüde wie ein amerikanischer Pastor und hat Angst, dass man einen Zipfel ihrer Unterhose sehen könnte. Daher ist sie mehr damit beschäftigt auf ihr Kleid, als auf ihre Performance zu achten.

Dann geht es endlich in die zweite Runde. Die Kandidaten müssen mit aktuellen Hits antreten. Als Erster kommt wieder Dominik Büchele an die Reihe. Er bleibt seinem Stil treu und damit auch bei den ruhigen Songs. Er singt „Wire To Wire“ von Razorlight. Ich habe mich hier in den letzten Berichten ja nicht gerade als Büchele-Fan gezeigt. Auch mir war der Lockenkopf bisher eher zu langweilig. Aber seine Version des Razorlight-Hits fand ich wirklich gut. Der Song war wirklich klasse gesungen und Ideen hat Domi auch in seine Showeinlage eingebracht. Trotzdem pflückt Bohlen den Sänger auseinander. Mittlerweile tut er mir schon richtig leid. Ich glaub der kann fast singen was er will, Bohlen kann den für seine nächste Hit-Platte nicht gebrauchen und lässt ihn das auch spüren. Dafür erntet Bohlen diesmal aber auch Buhrufe aus dem Publikum. Ich hätte auch Buh geschrien. Unverständlich, was der Pop-Titan da vom Stapel lässt…

Benny Kieckhäben singt „Closer“ von Ne-Yo und kann diesmal mit beiden Perfomances auf ganzer Linie überzeugen. Der Dialekt beim ersten Song sei ihm ausnahmsweise gegönnt.
Vanessa probiert sich danach an „Gib mir die Sonne“ von Rosenstolz und versagt kläglich. Dies war ihr „Todesstoß“, anders kann man das nicht nennen. Trotzdem bleibe ich bei meinem Urteil: Wenn ich Schlager-Produzent wäre, dann hätte ich die Neigert schon längst unter Vertrag genommen. Für das Volksmusik-Business ist sie einfach wie gemacht. Beim Rest helfen Computer und Autotune 😉

Nun tritt das „blonde Gift“ zum letzten Mal in dieser Show an. Sie mimt eine 1:1-Kopie von Lady GaGa und macht sogar so eine gute Figur. Hammersexy Auftritt, supergeiles Styling. Dieses Mädel hat einfach gute Ideen und in meinen Augen war es auch völlig OK, sich als Lady GaGa Look-A-Like zu präsentieren. Nun sieht Bohlen endlich seine Chance gekommen. Er kann nun doch noch auf der blonden Sängerin rumhacken. Er teilt hart aus und macht Annemarie richtig runter. Die anderen Jury-Mitglieder finden ihren Auftritt gut, Bohlen kontert daraufhin: „Wer diesen Auftritt gut fand, hat das Prinzip von DSDS nicht verstanden“. Eine klare Attacke gegen seine beiden Mit-Juroren, deren Blicke in Richtung Pop-Titan auch Bände sprechen. Nun ja, aber auch Fräulein Eilfeld gehört eben nicht zum erwünschten Favoritenkreis des Produzenten.

Daniel Schuhmacher legt eine lupenreine Version von Polarkreis 18 „Allein Allein“ hin.
Sarah Kreuz ist die letzte Kandidatin dieser Show. Und erneut kann man sagen: Eigentlich muss man sich ihre Auftritte (und auch Daniels Auftritte) gar nicht mehr anschauen, um ein Urteil abzugeben. Die Sängerin ist einfach immer gut. Und auch diesmal ist ihre Performance von Beyonce „If I Were A Boy“ einfach grandios. Ganz klar: Schuhmacher und Kreuz stehen definitiv im Finale. Alles andere wäre purer Irrsinn.

Wer ist in der 5. Mottoshow rausgeflogen?

Am Ende ist es Vanessa Neigert, die die Superstars-Villa verlassen muss. Es folgt ein absolut tränenreicher Abschied. Irgendwie kann sie einem schon fast leid tun. Allerdings bin ich mir sicher, dass wir in den nächsten Monaten an dieser Stelle über ihr Debüt-Album berichten werden. Entweder greift der Pop-Titan noch schnell selber zu oder aber es stehen genug Schlager-Produzenten schon jetzt vor den Studios in Köln, um Vanessa unter Vertrag zu nehmen. Da gehe ich jede Wette ein…es waren in keinem Fall die letzten Töne, die man von Fräulein Neigert gehört hat!

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