Deutschland sucht den Superstar: Zickenkrieg bei DSDS – Alles für die Quote?!

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Deutschland sucht den Superstar 2011 ist in vollem Gange und erneut ist weniger die Musik das Thema als viel mehr die Kandidaten selber. In dem derzeit tobenden Zickenkrieg zwischen Anna-Carina Woitschak und Nina Richel spielt Musik nämlich eine ganz untergeordnete Rolle. Und natürlich nutzt RTL diese Situation gnadenlos aus. Aber wem kann man nun einen Vorwurf machen? Dem Kölner Sender, der die beiden Teens mehr oder weniger öffentlich hinrichtet oder dem Zuschauer der trotzdem noch einschaltet?

Das es bei DSDS oft nicht mit rechten Dingen zugeht, dürfte mittlerweile wohl nahezu jeder Fernsehzuschauer kapiert haben. Wer zu den Castings geht uns es bis vor die Jury schafft, dem ist spätestens hier klar, dass er entweder brillieren oder gnadenlos durchfallen kann. Man erinnere sich noch an den Pipi-Kandidaten…genüsslich wurde dieses Thema hochstilisiert und der junge Mann zum Gespött.
Oder man erinnere sich an die letzte Staffel in der auch die ehrwürdige BILD-Zeitung ihr übriges dazu gegeben hat. Damals schoß man sich auf Menowin Fröhlich ein. Seine Verfehlungen hat es natürlich gegeben, aber war das ein Grund den jungen Mann derart öffentlich zu demaskieren?

Deutschland sucht den Superstar soll in erster Linie der Unterhaltung dienen, ganz klar. Natürlich verständlich, dass RTL die Zuschauer vor den Schirm holen möchte. Aber ist es an dieser Stelle legitim die Quote über das Wohl der vielen "kindlichen" Teilnehmer zu stellen?
Man darf davon ausgehen, das weder Anna-Carina, noch Nina derzeit klar sein dürfte welchen Sturm sie entfacht haben. Aus eigentlich normalen Streitigkeiten unter Jugendlichen hat man in Köln ein wahres Politikum gebaut. Und sogar eigentlich "Erwachsene" Teilnehmer wie Papa-Bär Marvin haben sich vor den Karren spannen lassen.

Man wird den Eindruck einfach nicht los, dass es auch 2011 weniger um den eigentlichen Sängerwettstreit geht, als viel mehr die Kandidaten vorzuführen. Und das Traurige dabei (was bisher aber eben nicht bewiesen ist): Man darf getrost davon ausgehen, dass viele Situationen drehbuchmässig geplant sind. Die meist sehr jungen Kandidaten träumen alle einen großen Traum und jeder wünscht sich, dass dieser Traum in Erfüllung geht. So lassen sich eben auch viele beeinflussen und zu Dingen treiben, die sie sonst vielleicht gar nicht gemacht hätten. Ich will nun nicht behaupten, dass RTL den Zickenkrieg komplett entfacht hat, aber ganz sicher hat man hier auch nicht entgegengewirkt um die Jugendlichen zu schützen.

Man kann sich nun darüber streiten: Hat RTL Verantwortung gegenüber den Teenagern und wenn ja, ist diese höher zu bewerten als die Verantwortung vor den Investoren, die das Geld und eine gute Quote sehen wollen?
Fakt ist: Die Quote ist erneut grandios – Mehr als 6,9 Millionen Menschen haben am vergangenen Samstag wieder eingeschaltet. Die Frage ist: Wie viele Zuschauer wollten nur die nächste Runde im Zickenkrieg sehen und wie viele haben wegen der Musik eingeschaltet?
Eine ähnliche Situation gab es bereits im Januar: Hier war RTL maßgeblich daran beteiligt Jay Khan und Sarah Knappik im Dschungelcamp gegeneinander auszuspielen. Das gab Quote und zwar eine richtig gute, denn nur aus diesem Grunde schalteten viele das Madenspektakel ein.

Und bei DSDS läuft es nun genauso, der Streit der beiden Mädels bringt Quote und anscheinend ist diese RTL wichtiger als alles andere.
Aber wem kann man nun die ganze Schuld in die Schuhe schieben? Dem Sender, der dieses Verhalten forciert und zu seinem eigenen Vorteil zu nutzen weiß oder wir, die aus diesem Grunde einschalten?
Was haltet ihr von der ganzen Sache? Findet ihr richtig was dort passiert und wie es derzeit dargestellt wird? Hat RTL gegenüber seinen minderjährigen Kandidaten eine Verantwortung oder nicht? Lasst eure Meinung hören…

3 Kommentar

  1. In erster Linie würde ich die Eltern von (minderjährigen) Kandidaten zur Verantwortung ziehen. Und dann ist selbstverständlich der Sender gefragt. RTL versucht auf sehr scheinheilige Art und Weise, nach vorne den „Streitschlichter“ zu spielen und im (nicht allzu) Geheimen das Feuer noch kräftig zu schüren! Tja, und dann ist da noch das Publikum: Solange das die Quote kräftig oben hält, werden die Verantwortlichen sich diese Geldquelle nicht selbst verschließen.

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