„Das hätte ich mir nie erträumt“ – DSDS-Halbfinalist Ardian Bujupi im Gespräch mit Musiktipps24

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Ardian Bujupi ist einer der diesjährigen Halbfinalisten bei „Deutschland sucht den Superstar“. Neben einer markanten Stimme mit Wiedererkennungswert kennzeichnen abwechslungsreiche Bühnenshows die Auftritte des frisch gebackenen 20-Jährigen, der in den Medien gerne als „Macho“ dargestellt wird. Doch was ist dran an diesem Image? Musiktipps24 ist der Sache auf den Grund gegangen und hat Ardian, der am Samstag gegen Sarah Engels und Pietro Lombardi im DSDS-Ring steht, auf den Zahn gefühlt. Lest hier, was der junge Sänger selbst zu seinem Image und seiner musikalischen Zukunft meint…

Musiktipps24: Ardian, Du stehst jetzt im Halbfinale. Hättest Du im Casting schon gedacht, dass Du so weit kommen wirst?

Ardian Bujupi: Nein, im Casting denkt man sowas nicht. Es bewerben sich so viele Leute, und alle haben Hoffnungen, weit zu kommen. Da denkt man sich einfach: Schau halt, wie weit Du kommst. Und jetzt mal ehrlich: Halbfinale! (lacht ungläubig) Das hätte ich mir nie erträumt!

Wärst Du sehr enttäuscht, wenn Du jetzt rausfliegen würdest?

Ja klar! So kurz vor dem Sieg… Einerseits denkst Du Dir: Egal, ich hab’s so weit geschafft! Da kann man ja auch stolz darauf sein. Aber wenn man so kurz vor dem Ziel ist, wirklich Superstar zu werden, bist Du natürlich schon enttäuscht, wenn Du rausfliegst.

Bei DSDS hat jeder Kandidat spätestens in der Top 10 ein Image verpasst bekommen hast. Du wirst als „Macho“ dargestellt, ein bisschen prollig. Was ist dran an diesem Image?

Nichts. Ich habe mich so gegeben, wie ich bin. Es wurde halt etwas gesucht, womit sich die Zuschauer schnell identifizieren können. Ich habe ein südländisches Aussehen, dazu auf jeden Fall eine Portion Selbstbewusstsein, und das hat dann schon gereicht für den „Macho“. Aber es gibt Schlimmeres, und ich habe einfach versucht, das durch die Shows zu widerlegen. Und das habe ich auch geschafft, sonst wäre ich nicht soweit gekommen. „Macho“ ist ja irgendwie auch ein Kompliment. (lacht)

Wenn man hinter die Fassade schaut, stellt man fest: Du hast Abitur gemacht, Deinen Zivildienst abgeleistet – das passt ja gar nicht zu diesem Proll-Image, oder?

Ist ja auch nicht so. Leute wie Du, die nachdenken, sehen auch, dass das natürlich völliger Quatsch ist. Ich mache viel Musik, ich bin Künstler, habe mein Abi abgeschlossen, im Zivildienst in Kindergärten gearbeitet – das passt gar nicht dazu.

Du hast ein eigenes kleines Studio daheim – in welche Musikrichtung würdest Du denn gerne gehen?

R & B vielleicht. Langsamere und schnellere Sachen, Jason-Derulo-Style. Kein HipHop, sondern was Neues für die Jugend von heute. Das Modernste geht Richtung House-Beat, wie die Black Eyed Peas – neue Sachen machen für die Clubs.

Denkst Du, dass Dein Siegertitel auf diese Musikrichtung passt?

Ich denke nicht, dass ich da eine Extrawurst bekomme. Aber auch, wenn das jetzt nicht zu 100 Prozent meins ist – langfristig möchte ich schon in die gewünschte Musikrichtung gehen.

Letzte Frage: Was ist Dir das Wichtigste im Leben; welche Werte würdest Du nicht für den Erfolg opfern?

Zum einen meinen Stolz. Wenn man Sachen mit Humor nehmen kann, macht man die natürlich. Sowas wie mein Oberteil ausziehen für einen etwas skurrilen Einspieler, in dem man den oberkörperfreien Kellner spielt. Aber wenn es Ernst wird und man sich selbst oder seine Freunde verkauft, ist Schluss. Die Liebe zur Familie und zu den Freunden ist das Wichtigste – das merkt man gerade in einer solchen Situation wie der, in der ich jetzt bin. Das sind die Leute, die hinter einem stehen und die Dich nicht nur wollen, weil Du Erfolg hast.

Bild: (c) RTL/Stefan Gregorowius

5 Kommentar

  1. In diesem Artikel kommt er mir viel reifer und sympathischer vor, als in den Sendungen, wo ich auch auf das präsentierte oberflächliches Machogehabe reingefallen bin…
    Danke für die neue Sichtweise, Cat!

  2. Ein klasse Artikel! Ardian ist warmherzig, dass war jedoch auch schon am anfang der show klar! Ohne den sieg bei RTl wird er besser dran sein.. so kann er seinen weg in der musik gehen, so, wie er es sich immer gewünscht hat – und nicht wie dieter bohlen es wollte mit dem neuen ‚billig‘ song..
    wer hört sowas heute schon noch..ich meine keiner der letzten gewinner der dsds-staffel ist heute noch so ‚wirklich‘ bekannt..ardian schafft’s auch so 😉

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