Daniel Schuhmacher – Der Superstar auf der Erfolgswelle

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Lange liegt das Finale der sechsten Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“ noch nicht zurück. Erwartungsgemäß konnte Schuhmacher die Zuschauer überzeugen und sich am Ende als neuer Superstar feiern lassen. Trotzdem war es knapp. Konkurrentin Sarah Kreuz saß dem smarten 21-jährigen stets im Nacken. Am Ende fehlten der Diva nur wenige Prozentpunkte zum Gesamtsieg. Inzwischen ist Schuhmacher mit der ersten Single „Anything But Love“ am Start und konnte damit sogleich die Spitze der deutschen Singlecharts erstürmen. Seit dem 15. Mai steht der Song im Handel.

Eine Atempause gibt es für den frischgebackenen Superstar jedoch nicht. In der Casting-Retorte ticken die Produktionsuhren eben immer einen Schlag schneller. Hinter den Kulissen wird und wurde bereits fieberhaft an dem, perfekt auf Schuhmacher zugeschnittenen, Debütalbum gearbeitet. Zeit für eine ordentliche Entwicklung? Fehlanzeige!

Mit einem Dieter Bohlen im Rücken wird Schuhmacher nur schwer seiner Retorten-Rolle entspringen können. Andererseits scheint sich der schüchterne Sänger aber auch gern leiten zu lassen und vertraut auf die Fähigkeiten seines größten Förderers. Nach dem eigenwilligen Echo-Preisträger Thomas Godoj war es eben wieder an der Zeit für eine Marionette aus dem Hause Bohlen.

Der Erfolg der ersten Single „Anything But Love“ gibt dem neuen RTL-Traumpaar recht. Schon im Verlauf der Castings war der Song im TV zu hören. Kurz vor den Mottoshows mussten alle Kandidaten ins Studio um den Bohlen-Song probehalber einzusingen. Auch für Schuhmacher, der zum ersten Mal aus sich heraus kam und so manche Kinnlade zu Boden klatschen ließ, ein Schlüsselmoment. Schuhmacher ist ohne Zweifel ein guter Sänger, doch eine vorschnelle 08/15-Veröffentlichung à la „Anything But Love“ zündet in meinen Ohren leider nicht.

YouTube-Video: Daniel Schumacher – Anything But Love

9 Kommentar

  1. Sehe das genauso wie Du, Bobo. Bohlen ist nur am kurzfristigen Erfolg interessiert – und der Download wird z. B. bei Amazon für 0,77 Euro angeboten – ein Dumpingpreis, weil man den Song unbedingt auf die Nr. 1 pushen wollte. Im Moment tut sich Daniel sicherlich leichter, wenn er sich führen lässt von jemandem mit Erfahrung; ob Dieter Bohlen der richtige dafür ist? Langfristig müsste der neue „Superstar“ den Instinkt und eine Portion Durchsetzungsvermögen entwickeln, wenn er auf dem Markt bestehen will. Da habe ich bisher meine Zweifel… aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren. Mit Songs wie „Anything but Love“ kann er bei mir sicherlich nicht punkten. 😉

    • Da bin ich ganz deiner Meinung. Dieter Bohlen hat sich bei diesem neuen Song nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert. Ganz kleines Kino würd ich mal so sagen. Wenn das gesamte Debütalbum so aussieht dann schon mal auf Wiedersehen, Hr. Schuhmacher!

  2. stellt sich nun die frage, wie lange er noch auf der erfolgswelle schwimmt? bis jetzt waren ja alle dsds’ler gleich wieder vom bildschirm verschwunden …

  3. Wünsche dem Daniel alles Gute… und zu Peter Ambt, ja ich gebe ihnen Recht, vom Bildschirm sind einige verschwunden….aber von den Bühnen nicht…siehe Thomas Godoj…..der schon seit Dezember 08 die Bühnen in ausverkaufen Hallen rockt und jetzt open airs gibt und sogar im April im Hardrock Cafe in Köln unentgeltlich auftrat und den 10.000 Euro-Erlös spenden konnte….also…was ist besser TV oder Bühne??

  4. Stellt sich eigentlich nur die Frage, welche Ansprüche Daniel an seine Sangeskarriere stellt: kurzfristig die schnelle Kohle machen mit solch plattem Einheitsbrei à la DB oder ein ernstzunehmender Künstler sein, der auch langfristig Erfolg haben kann? Dann dauert es mit der dicken Kohle allerdings etwas länger. Mit DB an der Seite hat er den ersten Weg gewählt und sich damit keinen Gefallen getan.

    @Peter Ambt: Ist es eigentlich angenehm, in so einem geistigen Schuhkarton zu leben? Plattitüden werden schön säuberlich in die Ecken des Kartons gepackt, denn die nehmen nicht zu viel Platz weg. Eigene Meinungen und überlegungen wäre da wahrscheinlich zu platzintensiv.

    Egal, ob man den einen oder anderen davon mag (Thomas Godoj ist absolut spitzenmäßig) oder eben nicht (MM und AK) so muss man fair genug sein und ihnen zugestehen, dass sie sehr wohl auch nach dem ersten Hype durch DSDS Erfolge verbuchen konnten und auch weiterhin können. Auch wenn man sie nicht mehr täglich, wöchentlich oder monatlich im Fernsehen sieht, so sind sie trotzdem erfolgreich. Oder flimmern etwa ständig die Gesichter von U2, Coldplay, Silbermond, Green Day etc. etc. etc. über den Bildschirm? Nein tun sie nicht. Ihre Erfolge definiert sich über die CD-Verkäufe, aber vor allem über ausverkaufte Konzerthallen.

    Also bitte, erstmal versuchen selbständig zu denken und vielleicht auch ein bischen zu recherchieren, bevor man hingeht und so einen Quatsch verzapft.

    • Das ist mal ein wahres Wort. Immer wieder hört man von den angeblich erfolglosen Superstar der Casting-Maschinerie. Ein mark Medlock beweist doch aktuell mit dem zweiten Album, dass sehr wohl kontinuierlicher Erfolg drin ist. Für mich steht ebenfalls die Frage dahinter, inwieweit der Künstler sich selbst damit identifiziert. Ich würde mich eben für kein Geld der Welt auf einen kitschigen Berg vor einem romatischen See stellen um einen (wirklich schlechten) Song von Dieter Bohlen zu schmettern. Es ist okay, wenn Schuhmacher den Zirkus mitspielt. Aber ich bleibe dabei, es steckt nichts dahinter. Das zieht bei den Kids die, zum großen Glück der Platttenindustrie, jedes Jahr nachrücken und bravoverblendet alles kaufen was nur annähernd dem farbenfrohen Süßigkeitenregal im Supermarkt ähnelt.

      Diesen Song hat sich Bohlen irgendwie aus den Fingern gewurstet. Wahrscheinlich anhand einer Tabelle, wann welcher Akkord den meisten Zaster einfährt. Kann nicht jeder, will ich gar nicht behaupten. Sonst würd’s jeder machen. Will aber auch nicht jeder, sollte man ebenfalls dazu sagen. Es ist müßig darüber zu diskutieren. Es gibt Leute, die sich trauen solchen Scheiss zu veröffentlichen und als Supermegahammergeil anzupreisen, solange es Leute gibt die den Mist kaufen.
      Jeder wie er kann….

  5. Hallo, ihr 6 – 7-Gescheiten hier!
    Wenn ihr alle so viel Ahnung habt von Musik, warum macht ihr das nicht zu eurem Beruf – vielleicht als Kritiker!?!?!
    Daniel Schumacher’s Stimme ist gigantisch, Dieter Bohlen nicht so schlecht wie ihn so manche „Gescheiten“ hinstellen wollen (wahrscheinlich neiden sie ihm den Erfolg), seine Songs nicht grauenvoll (oder waren Millionen Deutsche geisteskrankt als sie seine Platten damals gekauft haben?)und Anything but love ist ein einschmeichelnder Song, der das Herz berührt, allerdings wahrscheinlich nur die weiblichen.

    Danke, daß ihr allen zeigt, wie supergescheit die Deutschen sind!!!!!!

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