Bon Iver – Das neue zweite Album „Bon Iver“ und die Single „Calgary“

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SPON-Musikrezensent Andreas Borcholte vermutete unlängst, dass der Einsiedler Justin Vernon alias Bon Iver bald von der Allgemeinheit vereinnahmt wird und somit im Radio zwischen Lady Gaga und Co. zu hören sein wird. Das ist hiermit schon fast geschehen, denn nicht nur 1Live hat den jungen Mann mittlerweile groß vorgestellt, auch wir ziehen an dieser Stelle mit einem kurzen Bericht nach.
Wobei man seine Kritik sogar durchaus nachvollziehen kann, denn die Medienwelt schafft es sogar einen Mann wie Bon Iver so lange durchzududeln bis nichts mehr von ihm übrig bleibt.

Aber sei es auch so, sein neues Album "Bon Iver" hat durchaus eine Erwähnung verdient, denn ist ein grandioses Gesamtkunstwerk, das Vernon da mal wieder mehr oder weniger im Alleingang rausgehauen hat. Und zum Glück lassen sich Ängste direkt vom Tisch wischen Vernon habe nur allzu schnell einen Nachfolger rausgehauen, um Fans und Plattenfirma gütig zu stimmen. Auch auf seinem nun zweiten Album bleibt er seiner Linie treu. Die Songs sind wunderschön, aber trotzdem keine leichte Kost. Mit dieser Musik muss man sich gedanklich auseinandersetzen, nur mal eben so reingehört funktioniert bei Bon Iver nicht. Das merkt man aber auch schon bei Hören der ersten Singleauskopplung "Calgary", die doch einige Ansätze braucht bis man die Perle dahinter entdeckt.

So kann man aber zumindest auch die Bedenken in die Luft schlagen, dass Bon Iver zu schnell vereinnahmt würde. Die Hörer von Lady Gaga, DSDS-Klonen oder US-Popgedudel werden mit Bon Iver und seinem Album nicht wirklich viel anzufangen wissen.
Alle anderen, die Lust haben sich einer CD auch mehrere Abende oder gar mehrere Monate zu widmen, die werden frohlocken, denn das zweite Album steht der ersten Platte "For Emma, For Ever Ago" in nichts nach und ist ein absolut lohnenswertes Stück Musik.

Erschienen ist das Album bereits am 17. Juni und weil es so schön ist, gibnt es an dieser Stelle einige nette Kostproben, die ihr euch nicht entgehen lassen solltet.

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