Angespielt: Test Drive Unlimited 2 im Test

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Seit einigen Tagen ist nun „Test Drive Unlimited 2“ veröffentlicht und eigentlich wollte Atari damit den Markt der Rennspiele revolutionieren. Zum Teil hat das sogar einigermaßen geklappt, aber leider hakt es an vielen, vielen Stellen und so kann Atari zwar mit der Konkurrenz mithalten, sie aber keinesfalls düpieren. Wir haben das Spiel angezockt und stellen euch hier unseren Test vor.

Eigentlich war das vergangene Wochenende als Testwochenende geplant und eigentlich hatten wir vor die Arbeit zum Vergnügen zu machen. Leider ist daraus aber nichts geworden, denn Spaß hat „Test Drive Unlimited 2“ an vielen Stellen leider nicht gemacht. Zu hölzern die Präsentation, zu schwach die Grafik, zu viele Detailfehler, die einfach tierisch stören. Wer beide Augen zudrückt, dürfte mit dem Titel trotzdem seinen Spaß haben. Wer aber für den Preis ein hochwertiges Rennspiel erwartet, wird bitter enttäuscht.

Wollen wir aber erst einmal die guten Seiten beleuchten: Die Spielwelt ist wirklich riesig und auch der fliessende Übergang von Online zu Offline-Modus ist sehr interessant. Die Spielwelt entwickelt sich während des Spielens dynamisch weiter, man trifft menschliche Fahrer auf denm wirkligh riesigen Eiland und kann sich mit ihnen Duelle liefern. Zudem werden im Spielverklauf neue Herausforderungen generiert. Eigentlich ist „Test Drive Unlimited 2“ damit das erste Massive Multiplayer Online Rennspiel und das hätte richtig gut gehen können. Die vielen Macken machen aber keinen Spaß und sorgen dafür, dass es deutlich Abzüge in der B-Note gibt.

Da sei einmal die Grafik genannt, die keinesfalls mit aktuellen Toptiteln wie „Need For Speed: Hot Pursuit“ oder „Gran Turismo 5“ mithalten kann. Oft gibt es Clipping-Fehler, die Landschaft poppt manchmal viel zu spät auf und auch die Texturen wirken irgendwie billig. Rein grafisch könnte man meinen ein Shareware-Game zu spielen.
Dazu kommen noch viele kleine Mankos, die das Spielfeeling trüben. Seien es die Innenwelten, die teilweise völlig überzogen wirken (was macht ein riesiges Ankleidezimmer in einem gammeligen Wohnwagen? Und vor allem: wie passt das da rein?). Ich habe schon damals als Kind beim Spielen Matchbox und Siku Autos nicht vermischt wegen der unterschiedlichen Maßstäbe, weil ich das nicht leiden konnte. Nun stösst mir als Erwachsener eben ein Ankleidezimmer in einem Wohnwagen sauer auf. Das sind nur Kleinigkeiten, aber sie machen das Erlebnis störend.

Hinzu kommt auch die eigentlich löbliche Online-Funktion, die ja automatisch im Spiel verankert ist. Man kann andere Fahrer / Spieler per Lichthupe zu einem Duell herausfordern. Gerade am Anfang des Spiels will man aber erst einmal ein bisschen Geld verdienen, um seine Karre zu pimpen und dann auch mit den menschlichen Spielern mitzuhalten. Da liegt aber wieder das Problem: Die menschlichen Kontrahenten verzögern den Spielfluss und stören mehr als einmal bei den eigentlichen Einzelspielerevents, da sie andauernd auf den Strassen unterwegs sind.

Fazit: Test Drive Unlimited 2 hätte den Rennspielmarkt wirklich aufrollen können, aber diese ganzen vielen Mankos zerstören das Feeling und lassen „Test Drive Unlimited 2“ nicht wie ein Vollpreistitel wirken. Schade, da wäre deutlich mehr möglich gewesen.
Kann jemand unsere Erfahrungen teilen, habt ihr das ähnlich erlebt oder steht ihr ganz anders dazu? Redet und diskutiert mit uns über das Game!

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